đŸ€• Verletztungstabelle der Buli: Eiserne Hertha, Werder ging am Stock

OneFootball

Matti Peters

Artikelbild: đŸ€• Verletztungstabelle der Buli: Eiserne Hertha, Werder ging am Stock

Die Bundesligasaison 2019/20 fand nach der zwischenzeitlichen Zwangspause ihr Ende. Bayern ist mal wieder Meister, DĂŒsseldorf und Paderborn abgestiegen, Lewandowski sicherte sich die dritte TorjĂ€gerkanone in Folge und Klaus Gjasula hat mit 17 Gelben Karten einen neuen Bundesligarekord aufgestellt.

Rein statistisch ist er damit sicher nicht ganz unbeteiligt an den kleinen oder etwas grĂ¶ĂŸeren Wehwehchen der Bundesligaprofis. Wir wollen dem HelmtrĂ€ger des SCP auf keinen Fall Vorsatz unterstellen, aber ZweikĂ€mpfe gehören zum Spiel und können nunmal auch zu Verletzungen fĂŒhren. Doch welche Klubs hatten besonders viele AusfĂ€lle zu kompensieren und welchen Teams blieben die großen Verletzungssorgen erspart?

In der Verletzungstabelle 2019/20 von ‚Fußballverletzungen.com‘ wird deutlich, dass Hertha BSC die wenigsten Verletzungstage zu kompensieren hatte. Im Mittelpunkt der Berechnung steht die Zahl der Tage, an denen ein Spieler seinem Verein wegen einer Verletzung oder Erkrankung fehlte.

Die Gesamtzahl wurde entsprechend durch die KadergrĂ¶ĂŸe der Vereine geteilt. Halbe Spielerzahlen entstehen durch Vereinswechsel in der Winterpause.

TabellenfĂŒhrer Berlin hat mit 1057 Tagen zwar einen höheren Wert als Paderborn oder die drittplatzierten Leverkusener, sie besitzen mit 35 Spielern auch einen wesentlich grĂ¶ĂŸeren Kader, wodurch der Durchschnitt stark beeinflusst wird.

Umso bemerkenswerter ist die Tatsache, dass mit der Werkself und Borussia Dortmund die beiden Vereine mit den kleinsten Kader in den Top vier landeten.

Runner-Up Paderborn half mit 32,95 Tage/Spieler auch der vergleichsweise geringe Wert nicht das gesteckte Saisonziel Klassenerhalt zu erreichen. Zum zweiten Mal in Folge war damit mindestens ein Absteiger unter den verletzungsfreisten Teams.

Video Content

Im Gegensatz dazu hinderte das Verletzungspech die Leipziger nicht daran lange im Titelrennen zu bleiben und die Spielzeit mit einem souverĂ€nen Platz drei abzuschließen. LangzeitausfĂ€lle aus der Hinrunde, wie der von Kevin Kampl, Willi Orban oder Ibrahima KonatĂ©, sowie eine Reihe von neuen Blessuren in der RĂŒckrunde haben dazu beigetragen, dass die Rasenballsportler im Verletzungsranking auf einem zĂ€hneknirschenden Platz 16 landeten.

Noch dicker kam es nur fĂŒr Schalke 04 und Werder Bremen. WĂ€hrend die Königsblauen von den FrĂŒchten ihrer guten Hinrunde zehrten und trotz durchschnittlich 67,6 Verletzungstage pro Spieler im Niemandsland der Bundesligatabelle landeten, war fĂŒr die Bremer die enorme Verletzungsmisere einer der Faktoren, warum sie in die Relegation mussten.

Video Content

Bei 69 Ausfalltagen pro Spieler stieß selbst ein 32-Mann-Kader irgendwann an seine Grenzen. Mit Ludwig Augustinsson, Kevin Möhwald, Niclas FĂŒllkrug und Ömer Toprak fehlten gleich vier LeistungstrĂ€ger die HĂ€lfte der Saison und lĂ€nger. In diesem Fall lagen der Platz in der Verletzungstabelle und das sportliche Abschneiden nahe beieinander und haben mit großer Wahrscheinlichkeit einander einen starken Zusammenhang.