Roundup: Heidenheim schlägt Nürnberg, Paderborn bezwingt Lautern | OneFootball

Roundup: Heidenheim schlägt Nürnberg, Paderborn bezwingt Lautern

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Der 1. FC Nürnberg hat das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim am Freitagabend mit 0:3 verloren. Parallel gewann der SC Paderborn beim 1. FC Kaiserslautern mit 1:0.

Heidenheim feiert souveränen Erfolg

Der 1. FC Nürnberg und der 1. FC Heidenheim boten vom Anstoß weg ein intensives Spiel. In der Anfangsphase hatte Adrian Beck die beste Chance für die Gäste, der Mittelfeldspieler scheiterte mit seinem Schlenzer an Christian Mathenia (9.). Nach etwas mehr als zehn Minuten zeigte sich Nürnberg häufiger in der Nähe des Heidenheimer Strafraums, im letzten Drittel fehlte allerdings der berüchtigte Punch. Demgegenüber präsentierte der FCH eine hohe Ballsicherheit, das Spielgerät lief flüssig durch die eigenen Reihen. Damit stieg der Druck auf die Hausherren, die sich bei Mathenia bedanken durften, als dieser einen Abschluss von Stefan Schimmer aus wenigen Metern parierte (19.). In der 25. Minute hatte Nürnberg die erste gute Chance, Kwadwo Duah scheiterte aus knapp 18 Metern mit einem ansehnlichen Flachschuss an Kevin Müller. Nach der anschließenden Ecke konterte Heidenheim, doch Kevin Sessas Außenristschuss verfehlte das Tor (26.). In der 30. Minute hatte Christoph Daferner einen Abschluss, der das Heidenheimer Tor knapp verpasste. Im letzten Abschnitt der ersten Halbzeit entwickelte sich eine von Zweikämpfen geprägte Partie, in der Torchancen immer seltener wurden. Eine von ihnen nutzte Heidenheim in der 44. Minute zum verdienten 1:0: Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte wurde der Konter über die linke Außenbahn eingeleitet, Denis Thomalla wurde im Strafraum bedient und ließ sich diese Chance nicht nehmen. Der Treffer war zugleich der Schlusspunkt der ersten Halbzeit.

In der zweiten Halbzeit waren wenige Minuten gespielt, da traf Heidenheim ein zweites Mal. Beck zog von der linken Außenbahn ins Zentrum und schlenzte den Ball sehenswert zum 2:0 ins Netz (49.). Im Gegenzug bemühte sich Nürnberg um größeren Druck, Heidenheim präsentierte sich aber defensiv stabil. Lino Tempelmann versuchte sich deshalb aus der zweiten Reihe und scheiterte an Müller (59.). Auf der anderen Seite hatte Thomalla aus kurzer Distanz die Chance zum 3:0, der Ball ging drüber (62.). Die Gäste erlangten wieder mehr Ballsicherheit und blieben gegen den Ball äußert kompakt, was ein Nürnberger Comeback erschwerte. Die Partie verlor zunehmend an Tempo, die Hausherren versprühten kaum mehr Druck und der FCH ließ den Ball in aller Ruhe durch die eigenen Reihen zirkulieren. In der 74. Minute hatte Sessa eine Top-Chance zum 3:0 und scheiterte per Kopf am Aluminium. Jan-Niklas Beste sorgte in der 80. Minute für die Entscheidung, als er seinen Gegenspieler im Strafraum nach einem hohen Ballgewinn stehen ließ und trocken zum 3:0 abschloss. In einer eher ruhigen Schlussphase fielen keine Treffer mehr, Heidenheim nahm somit einen verdienten Kantersieg mit nach Hause.

Der 1. FC Nürnberg hat nach vier Spielen erst vier Punkte auf dem Konto und belegt vor den weiteren Spielen am Samstag und Sonntag den zwölften Tabellenplatz. Demgegenüber eroberte der 1. FC Heidenheim durch den dritten Saisonsieg Rang zwei und liegt nur aufgrund der Tordifferenz hinter Paderborn.

Platte bricht den Bann

In einem zu Beginn ausgeglichenen Spiel hatte der 1. FC Kaiserslautern die erste Chance. Nach einem Konter über Jean Zimmer kam Mike Wunderlich zum Abschluss, der Ball wurde jedoch abgefälscht und stellte keine Gefahr für Jannik Huth dar (9.). Gefährlicher wurde es bei einem Eckball in der zwölften Minute, als ein Kopfball von Boris Tomiak die Latte touchierte. Umschaltsituationen waren auch in der Folge das Mittel der Wahl des FCK, der sich im Paderborner Ballbesitz in die eigene Hälfte zurückzog und nach Ballgewinnen sein Tempo ausspielen wollten. Paderborn konnte die höheren Ballbesitzanteile indes nicht nutzen und hatte Schwierigkeiten, die gegnerische Defensive zu knacken. Strafraumszenen waren daher Mangelware – bis zur 33. Minute, als Marvin Pieringer hoch angespielt wurde. Andreas Luthe parierte dessen Schuss, der Ball geriet aber in den Lauf von Felix Platte. Der Stürmer setzte zum Flugkopfball an und verpasste das leere Tor. In der 44. Minute hatte Terence Boyd nach einem Ballgewinn noch einmal eine Chance für Kaiserslautern, der Distanzschuss bereitete Huth aber keine Probleme. Mit einem 0:0 verabschiedeten sich wenige Minuten später beide Mannschaften in die Halbzeit.

Wenige Minuten nach dem Wiederbeginn erhielt der SC Paderborn zunächst einen Elfmeter, nach Sichtung der Video-Bilder entschied Matthias Jöllenbeck jedoch auf Freistoß – dafür wurde Hendrick Zuck nach dem Foul an Sirlord Conteh mit Glattrot vom Platz gestellt (49.). Der Freistoß aus knapp 16 Metern landete in der Mauer, der Nachschuss von Ron Schallenberg wurde auf der Linie geklärt (51.). Aufgrund des Platzverweises wurde der Druck auf Kaiserslautern größer, Paderborn versuchte das Tempo zu erhöhen, um Lücken aufzureißen. Der Aufsteiger ließ sich allerdings nicht aus der Reserve locken und präsentierte sich weiterhin kompakt. Erst in der 82. Minute wurde der Bann gebrochen: Bei einem Angriff über die rechte Seite tankte sich Richmond Taiche durch und flankte den Ball ins Zentrum, Luthe parierte die Direktabnahme von Julian Justvan aus etwas mehr als elf Metern. Platte stand perfekt zum Nachschuss bereit und brachte den Ball zum 1:0 im Netz unter. Als Reaktion suchte Kaiserslautern den Weg nach vorne, Paderborn bot in den Schlussminuten aber nur wenige Räume an. Die beste Chance hatte Lex-Tyger Lobinger nach einem Angriff über die rechte Seite, doch seine Direktabnahme ging aus wenigen Metern über das Tor (89.). Auf den Ausgleich warteten die Fans bis zum Schlusspfiff vergeblich, Paderborn brachte den knappen Sieg über die Zeit.

Der 1. FC Kaiserslautern belegt aufgrund der ersten Niederlage in dieser Spielzeit Platz vier und könnte bis Sonntagnachmittag noch einige Plätze abrutschen. Der SC Paderborn eroberte indes die Tabellenspitze und stellt mit elf Toren die treffsicherste Mannschaft der 2. Bundesliga.

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