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Remis im Spitzenspiel, Löwen siegen, Dynamo und RWE verlieren

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Am vierten Spieltag trennten sich der FC Ingolstadt und 1. FC Saarbrücken im Topspiel torlos voneinander. Beide Teams geben somit erstmals in dieser Saison Punkte ab, bleiben aber jeweils ohne Gegentor. Während der TSV 1860 München in der Nachspielzeit zu einem 1:0-Erfolg beim SC Verl kam, damit auch das vierte Saisonspiel gewann und Spitzenreiter bleibt, unterlag Dynamo Dresden trotz Führung mit 1:2 bei Viktoria Köln. Auch Rot-Weiss Essen ging als Verlierer vom Platz (0:1 bei Dortmund II). Für Elversberg (5:0 gegen Zwickau) und Bayreuth (1:0 gegen Osnabrück) gab es dagegen Siege.

Ingolstadt 0:0 Saarbrücken: Defensiven zu stark

Nur elf Sekunden dauerte es, ehe die Hausherren durch Testroet den ersten Abschluss hatten. Auch danach ging es munter weiter, die Chancen blieben aber aus. Die Schanzer waren aktiver, kamen aber weiterhin nicht zu guten Möglichkeiten. FCI-Coach Rüdiger Rehm dagegen war voll dabei, sah nach 24 Minuten die gelbe Karte, weil er sich zu heftig beschwerte. Die beste Möglichkeit hatten die Saarländer in der 37. Minute. Ein Freistoß von Cuni ging an der Mauer, aber auch knapp am Ziel vorbei. Bezeichnend, dass ein Standard herhalten musste, denn die Defensivreihen agierten zu gut, damit der Gegner aus dem Spiel heraus gefährlich werden konnte. Die Angst vor Fehlern war ausgeprägt und hemmte die Teams im Vorwärtsgang.

Wenige Momente nach dem Wiederanpfiff wurde eine Saarbrücker Ecke vom FCI unfreiwillig per Kopf verlängert. Funk im Kasten der Schanzer musste seine Qualitäten zeigen, um den Ball noch zu parieren (48.). Nun kam langsam Fahrt auf, auch der FCI hatte seine Chance: Nach einem Einwurf stand Bech frei vor FCS-Schlussmann Batz, scheiterte aber an diesem (52.). Sechs Minuten später ging ein Schuss von Sarpei knapp vorbei. Auch Hawkins war zu ungenau (71.). Einen Aufschrei gab es, als Costly im Strafraum zu Fall kam, Schiedsrichter Winter zeigte jedoch nicht auf den Punkt (81.). In der 89. Minute hatten die Gäste noch einen Freistoß, Funk konnte den strammen Schuss von Cuni aber stark parieren. Im Gegenzug haute Musliu die Kugel über das FCS-Gehäuse (90.). Es blieb beim torlosen Remis, wodurch beide Teams erstmals in dieser Saison Punkte abgeben. Dennoch bleibt der FCI Zweiter, während Saarbrücken nach wie vor Rang 3 belegt.

Verl 0:1 TSV 1860: Löwen in der Nachspielzeit erfolgreich

Die erste Chance hatte Lakenmacher für die Löwen (2.), und bereits nach drei Minuten mussten die Hausherren das erste Mal wechseln. Für Sessa ging es nicht weiter, Bürger ersetzte ihn. Dennoch hielten Ostwestfalen gut dagegen, standen kompakt und wagten sich auch selber in die Offensive. Gefährlich wurde es aber auf beiden Seiten nicht. Es dauerte bis zur 36. Minute, ehe Löwen-Keeper Hiller eingreifen musste. Bei einer Kopfballablage von Wolfram war er aber zur Stelle. Eine Minute später war der Schlussmann wieder gefordert, meisterte auch die von Probst gestellte Aufgabe. Der SCV war mittlerweile die bessere Mannschaft.

Das Bild änderte sich auch im zweiten Durchgang zunächst nicht. Die Löwen enttäuschten offensiv, konnten die Hausherren nicht in Bedrängnis bringen. Die richtig dicke Chance bot sich den Münchnern Mitte der zweiten Halbzeit. Nach Vorlage von Deichmann kam Lakenmacher aus wenigen Metern zum Abschluss, schoss aber daneben (67.). Danach passierte nicht viel, alles deutete auf ein torloses Unentschieden hin. Doch dann durften die Gäste doch noch jubeln. Eine Flanke konnte der eingewechselte Skenderovic zum 1:0 einköpfen und sorgte für den vierten Sieg im vierten Spiel (90.+2). Damit bleiben die Löwen weiterhin Tabellenführer, während Verl mit nur einem Zähler auf den vorletzten Tabellenplatz abrutscht.

Köln 2:1 Dresden: Viktoria dreht die Partie

Die Partie wurde zehn Minuten später angepfiffen, da viele Dresdner eine Zugverspätung hatten. Nach einer eher ruhigen Anfangsphase gingen die Sachsen nach 14 Minuten in Führung: Ein Steckpass landete bei Schäffler. Der Stürmer hatte das Auge für Mitspieler Arslan, der den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste. Doch die Viktoria war nicht geschockt, erarbeitete sich Chancen und glich die Partie nach 22 Minuten wieder aus. Handle legte den Ball auf Meißner, der ansatzlos abzog und traf. Auch in der Folge war die Viktoria besser, kam durch Meißner zur nächsten Chance, dessen Schuss geblockt wurde (38.). Fünf Minuten später war der Kölner Angreifer aber wieder erfolgreich, stellte mit einem Schuss in den Winkel auf 2:1 (43.) – Spiel gedreht.

Neun Minuten dauerte es nach dem Wiederanpfiff, ehe die Schwarz-Gelben zu einer Chance kamen. Borkowski prüfte Köln-Schlussmann Voll mit einem wuchtigen Schuss. Die nächste gute Chance gab es nach 62 Minuten, als ein Freistoß von Will das lange Eck nur knapp verpasste. Eine Minute später köpfte Schäffler knapp über das Tor. Praktisch im Gegenzug führte Risse eine Ecke direkt auf das Tor aus und traf die Latte (63.). Das Spiel war in der Folge ausgeglichen. Dennoch hatten die Dresdner die Chance zum 2:2, Weihrauch zirkelte einen Ball knapp am Tor vorbei (83.). Dynamo warf nun alles nach vorne, ein Konter der Kölner konnte im letzten Moment noch geblockt werden (90.+4) – es war die letzte Chance der Partie. Während die Kölner eine perfekte Englische Woche mit drei Siegen verbuchen und nun Fünfter sind, kassiert die SGD nach zuletzt zwei Siegen wieder eine Pleite und rutscht auf den achten Rang zurück.

Dortmund II 1:0 Essen: Golz-Patzer sorgt für das Tor

Vor 11.079 Zuschauern im Signal-Iduna-Park (Rekord bei einem Heimspiel von Dortmund II) entwickelte sich von Beginn an eine intensive Partie. BVB-Kapitän Pfanne sah bereits nach vier Minuten die gelbe Karte. Die Gäste agierten sehr tief gestaffelt, überließen den Dortmundern das Kommando. Die erste gute Chance hatten dennoch die Gäste, ein Schuss von Engelmann ging knapp am Kasten vorbei (16.). Sechs Minuten später lag der Ball dann im Tor – dem der Essener. RWE-Keeper Golz wollte den heranstürmenden Fink ausspielen, schaffte dies aber nicht. Der Dortmunder Stürmer konnte den Ball dann ins Gehäuse spitzeln. Gefährlich wurde es nach 37 Minuten, als Ennali einen Freistoß aufs lange Eck zog und Lotka zur Ecke klären musste. Kurz darauf traf Finnsson auf der Gegenseite das Außennetz (44.).

Essen musste nun mehr machen – und tat das auch. Ennali spielte Finnsson aus, sein Schlenzer Richtung Torwinkel konnte von Lotka aber entschärft werden (56.). Beim BVB verfehlte Nijnmah das Ziel nach 65 Minuten mit einem Schuss. RWE war nun wesentlich besser in der Partie: Lotka kam bei einem langen Ball aus dem Fünfmeterraum und stieß mit Heber zusammen. Der Ball kam zu Eisfeld, dessen Lupfer Richtung leeres Tor noch geklärt werden konnte (65.). Eine weitere Chance zum Ausgleich hatte Plechaty, der am langen Pfosten stand, aber verfehlte (83.). So blieb es beim ersten Saisonsieg des BVB, der in der Tabelle auf Rang 13 vorrückt. Für Essen hingegen war es die dritte Pleite im vierten Spiel, was nun den letzten Tabellenplatz zur Folge hat.

Bayreuth 1:0 Osnabrück: SpVgg bejubelt den ersten Sieg

Bei beiden Teams waren Wille und Bedarf nach einem Sieg groß, lief es doch bisher nicht wie erhofft. Die Gäste aus Niedersachsen hatten auch mehr Ballbesitz und waren öfter in der Vorwärtsbewegung. Doch der Aufsteiger stand in der Defensive gut, wirklich gefährlich wurde es deshalb nicht. Bei einem Heider-Freistoß war Kolbe zur Stelle. Die beste Chance hatten nach 19 Minuten aber die Gastgeber. In Folge eines Freistoßes stand Schwarz frei im Fünfmeterraum, bekam aber nicht genug Druck hinter den Ball, sodass Kühn parieren konnte. Nach einer halben Stunde gab es einen Aufschrei im Rund, weil Nollenberger bei einem Kopfball-Versuch im Strafraum umgestoßen wurde. Der Pfiff blieb aber aus. Auch in der Folge standen die Bayern gut, der VfL war zu ideenlos – 0:0 zur Pause.

Zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff lag der Ball dann im Tor der Spielvereinigung, doch Torschütze Heider stand bei der Flanke auf ihn im Abseits (47.). Der Treffer wurde nicht anerkannt. In der 66. Minute meldeten sich auch die Hausherren wieder gefährlich in der Offensive. Eine Lippert-Hereingabe erreichte Maderer mit dem Kopf, der Ball ging jedoch knapp am Tor vorbei. Wenig später parierte Kolbe einen Schuss von Traoré (68.). Nur drei Minuten später musste der Bayreuther-Keeper wieder sein Können beweisen und den Einschlag gegen Oduah mit einer Fußabwehr verhindern (71.). Es ging munter hin und her, das Tor des Tages erzielten aber letztlich die Bayreuther. Zejnullahu schickte Nollenberger, der sich im Laufduell durchsetzte und zum 1:0 traf (82.). Da Tesche in der 88. Minute nur den Pfosten traf, konnte der Aufsteiger somit seinen ersten Drittliga-Sieg bejubeln. In der Tabelle gibt der Aufsteiger die Rote Laterne an Essen ab und verbessert sich auf Rang 15, Osnabrück ist nach der zweiten Pleite in Folge nur noch Zwölfter.

Elversberg 5:0 Zwickau: Saarländer überrollen die Schwäne

Nachdem beide Teams schnell ihre erste Halbchance hatten, machte die SVE in der achten Minute Ernst und ging in Führung. Rochelt fasste sich aus rund 20 Metern ein Herz und knallte den Ball in den Winkel. Zwickau-Schlussmann Brinkies war machtlos. Trotz der Führung zogen sich die Hausherren nicht zurück, hatten stattdessen mächtig Lust auf Offensivspektakel. Ziegele klärte einen Ball von Mustafa für seinen geschlagenen Keeper (15.), Schnellbacher verfehlte das Tor knapp (17.). Nur fünf Minuten später gab es einen schmeichelhaften Handelfmeter, den Mustafa jedoch verschoss. Brinkies parierte den nicht schlecht getretenen Strafstoß und verhinderte zunächst Schlimmeres (23.). Nach 31 Minuten war es dann aber soweit und Elversberg ging mit 2:0 in Führung. Feil konnte sich den Ball im Strafraum nach zig Abprallern zurechtlegen und fand eine Lücke im Zwickauer Defensivverbund. Mustafa hätte weiter erhöhen können, schloss aber zu ungenau ab (36.). Auf der Gegenseite setzten die Schwäne durch einen Ziegele-Kopfball mal wieder ein Lebenszeichen (38.).

Nach dem Wiederanpfiff sorgte die SVE dann schnell für klare Verhältnisse: Binnen drei Minuten erzielte Schnellbacher einen Doppelpack und ließ spätestens somit keinen Zweifel mehr daran, wer die Partie als Sieger beenden würde (53./56.). In der Folge nahmen die Gastgeber etwas Tempo aus den Aktionen. Der FSV konnte dies aber nicht nutzen, kassierte stattdessen noch das 0:5. Mustafa war nach einer Koffi-Vorarbeit erfolgreich (83.). Die SVE ist somit vorerst Vierter und holte den dritten Sieg im vierten Spiel. Zwickau bleibt bei drei Punkten und steht auf Platz 16.

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