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Nach acht sieglosen Spielen: Hannover trennt sich von Jan Zimmermann

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Hannover 96 hat die Konsequenzen aus der bislang enttäuschenden Saison gezogen und sich "nach einer Analyse der sportlich unbefriedigenden Situation" von Trainer Jan Zimmermann getrennt – das gaben die Niedersachsen am Montag bekannt. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

"Mannschaft braucht neuen Implus"

Seit acht Spielen sieglos, erst zehn Tore geschossen und in der Tabelle auf den Abstiegs-Relegationsplatz gerutscht: Die bisherige Saison verläuft für Hannover 96 nicht nach Plan. Am Samstag setzte es zudem eine empfindliche 0:4-Klatsche beim Karlsruher SC, schon nach 29 Minuten stand es 0:3. Dass Zimmermann nochmal die Wende einleiten würde, davon waren die Verantwortlichen um Klubchef Martin Kind nicht mehr überzeugt – und stellten den 42-Jährigen am Montag mit sofortiger Wirkung frei. Die Entwicklung der Mannschaft und das Abrutschen auf Platz 16 hätten die Entscheidung "erforderlich gemacht", heißt es in einer Mitteilung. Zudem habe es "keinen erkennbaren Aufwärtstrend" gegeben.

Sportchef Marcus Mann, der bereits am Sonntag ein Bekenntnis zu Zimmermann vermieden hatte, erklärt: "Aufgrund der sportlichen Entwicklung sind wir an den Punkt gekommen, an dem wir frei von Emotionen und unter sachlicher Abwägung aller Eindrücke entscheiden mussten." Man sei zu dem Entschluss gekommen, "dass die Mannschaft einen neuen Impuls braucht. Es ist bekannt, dass ich mit Jan Zimmermann sehr gerne und gut zusammengearbeitet habe. Ich bedauere, dass wir diesen Schritt gehen müssen und wünsche Jan für die Zukunft alles Gute."

Erst seit Sommer im Amt

Zimmermann hatte den Trainerposten bei den Niedersachsen erst im Sommer von Kenan Kocak übernommen und einen Vertrag bis 2023 unterschrieben. Unter dem 42-Jährigen wollte 96 einen Neuanfang einleiten, dieses Projekt ist nun vorerst gescheitert. Von den 17 Pflichtspielen unter Zimmermanns Leitung holte Hannover nur fünf Siege und fünf Unentschieden, was einen Punkteschnitt von lediglich 1,18 bedeutet. Immerhin: Weil Eintracht Norderstedt und Fortuna Düsseldorf im DFB-Pokal besiegt werden konnten, steht 96 zum ersten Mal seit 2016/17 wieder im Pokal-Achtelfinale. Wer künftig auf der Bank sitzen wird, ist noch offen. Gehandelt werden unter anderem Daniel Thioune (zuletzt Hamburger SV) und Uwe Neuhaus (zuletzt Arminia Bielefeld).

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