Kahn: "Beim FC Bayern ist man sehr schnell, Spieler zu verdammen" | OneFootball

Kahn: "Beim FC Bayern ist man sehr schnell, Spieler zu verdammen"

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Der FC Bayern hat seinen erfolgreichen Saisonstart mit dem dritten überzeugenden Sieg fortgesetzt. Gegen den VfL Wolfsburg beließ es Julian Nagelsmann bei der aktuell gesetzten Startelf. Dass der auch Marcel Sabitzer angehört, hätten noch vor Wochen die Wenigsten gedacht. Oliver Kahn freut die klare Steigerung beim Österreicher.

Das Thema nimmt sich der Vorstandschef auch zum Anlass für eine grundsätzliche Beobachtung. "Beim FC Bayern ist man immer sehr schnell, Spieler zu verdammen oder sie nach einer Saison abzuschreiben. Das beste Beispiel bin eigentlich ich selbst", zitiert kicker.de den Ex-Profi. Nachdem er 1994 vom Karlsruher SC nach München gewechselt war, habe er durchaus eine gewisse Anlaufzeit gebraucht, so Kahn. Der 'Titan' wurde erst später aus dem Torwart. "Damals hat man aber mehr Zeit gehabt."

"Man kann ihn nur beglückwünschen"

Bei Sabitzer war im Prinzip schon nach einigen Wochen die Schublade mit dem Titel 'Fehleinkauf' geöffnet, vielerorts galt die Trennung nach einer durchwachsenen Saison als unausweichlich. Stattdessen hat sich der frühere Leipziger inzwischen festgespielt. "Marcel bringt im Moment solide Leistungen, man kann ihn nur beglückwünschen", sagt Kahn. Allerdings bleibt die Lage für Sabitzer kompliziert. Ryan Gravenberch und demnächst auch wieder Leon Goretzka wollen seinen Platz in der Startelf, zudem schwebt über den Dingen das Phantom Konrad Laimer.

Kommt Laimer? "Im Großen und Ganzen sind wir durch"

Cheftrainer Nagelsmann will den Landsmann von Sabitzer unbedingt aus Leipzig holen, das Pressing-Monster würde ein Jahr vor Vertragsende wohl kaum für viel Geld kommen, um sich lange auf der Bank zu verdingen. Zuletzt deutete aber nur noch wenig darauf hin, dass dieser Transfer bis zum 01. September zustande kommen wird. "Im Großen und Ganzen sind wir durch", erklärt Kahn zum Transfermarkt des FC Bayern. Ausgeschlossen ist die Verpflichtung von Laimer damit nicht. Klar ist: Spätestens 2023 dürfte er auf der Matte stehen und Sabitzer noch mehr Konkurrenz machen, als er ohnehin schon hat.

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