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Annika Becker·22. Juni 2021

Fünf Dinge, die uns diese Frauenbundesliga-Saison gezeigt hat

Artikelbild:Fünf Dinge, die uns diese Frauenbundesliga-Saison gezeigt hat

Nach den vergangenen Länderspielen zogen sich auch die letzten Spielerinnen in die Sommerpause zurück. Zeit für einen Rückblick auf die Lehren aus dieser Saison. Mit dabei ist ein Team, das gekommen ist, um zu bleiben. Hier sind fünf Dinge, die uns diese Saison gezeigt hat.


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Spannung: Konkurrenz belebt das Geschäft

Der Abstiegskampf war auch in den letzten Jahren von Spannung geprägt, dass es aber auch im Titelkampf lange Zeit so dramatisch eng zugeht wie dieses Jahr, gab es länger nicht mehr. Durch den neuen Einstieg in die Champions League Qualifikation über den dritten Platz weitete sich die Spannung auch auf die Plätze dahinter aus. Hier setzte sich am Ende Hoffenheim mit fünf Punkten Vorsprung und dem deutlich drittbesten Torverhältnis ab. Wir dürfen uns auch für die neue Saison auf ein heißes Rennen freuen.


Übertragungen: Ein Flickenteppich

Vor dem Hintergrund dieser Spannung ist es mehr als schade, dass die Übertragungssituation auch in diesem Jahr einem Flickenteppich glich. Mit mehr Zugänglichkeit hätten sich sonst sicherlich viele für diese Liga begeistern können. Nach der Winterpause einigten sich Vereine und Verband auf vereinseigene Übertragungen via deren Klub-TVs als minimalen Ausgleich für nicht mögliche Stadionbesuche, die letzten vier Spieltage übernahm DFB-TV.

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Leider hatten diese Übertragungen öfters den Charme eines 00er-Jahre-Actionfilms mit Wackelkamera. Die Spielerinnen auf dem Platz verdienen eine konsistente, professionelle Lösung. Vertraglich sind dafür bis zum Ende der Saison 2022/23 weiterhin die Deutsche Telekom sowie ARD und ZDF und deren 3. Programme zuständig. Entscheidend wird sein, wie häufig vor allem letztere Gebrauch von ihrem Übertragungsrecht machen.


Platzbedingungen: Kein Schnee von gestern

Im heißen Sommer vergessen wir schnell mal, was im Winter los war, oder besser gesagt: nicht los war. Auch in diesem Jahr mussten wieder mehrere Partien aufgrund der Wetterbedingungen abgesagt werden, weil die Plätze nicht bespielbar waren. Bei der Begegnung zwischen Wolfsburg und Turbine Potsdam im Februar gab es Diskussionen darüber, ob nicht auch hier eine Absage besser gewesen wäre. Zu hoch wurde das Verletzungsrisiko eingeschätzt. Und beim SC Sand ärgerte man sich über eine Absage im allerletzten Moment nach einer 400 Kilometer weiten Reise nach Essen.


Leverkusen: Feifel mir das Lied von Platz fünf

Nach dem Aufstieg im Jahr 2018 kämpften die Leverkusenerinnen die meiste Zeit gegen den Abstieg. Letztes Jahr kamen sie nur knapp durch ein besseres Torverhältnis als der FC Köln davon. Doch das Team von Achim Feifel stabilisierte sich und wurde punktuell verstärkt, z.B. durch den Transfer von Torjägerin Milena Nikolić oder die halbjährige Leihe von Tanaka in dieser Rückrunde.

Diese Saison erreichte Leverkusen dadurch den fünften Platz und es ist gut vorstellbar, dass der Verein auf die Plätze weiter oben in der Tabelle schielt. In der Vorbereitung auf die neue Saison jedenfalls gibt es zwei harte Tests gegen die Konkurrenz aus Hoffenheim und Wolfsburg.


Fehlende Fans: Träume vom Trommeln

Es steht im gesamten Fußball während der Covid-Pandemie über allem und kann doch nicht oft genug erwähnt werden: Die Fans fehlen, denn ohne sie ist es nicht dasselbe! Wie oft haben wir in den letzten anderthalb Jahren von zu fettigen Stadionpommes und der Trommelgruppe im Nebenblock geträumt, während aus den Fernseherboxen nur Bolzplatzgeschrei zu hören war? Wir hoffen, dass es das im Laufe der kommenden Saison wieder geben kann – auf verantwortungsvolle Art und Weise.