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·2. Oktober 2022

"Eine Mannschaft in der Entwicklung": Hannover 96 voll im Prozess

Artikelbild:"Eine Mannschaft in der Entwicklung": Hannover 96 voll im Prozess

1:2 hieß es am Ende im Nordduell gegen den Hamburger SV, der dank eines Last-Minute-Treffers siegt, aus Sicht von Hannover 96. Zwar zeigten sich die Akteure entsprechend enttäuscht, wollten die Niederlage aber auch nicht allzu hoch hängen.

"Echt enttäuscht" über Eckenausführung

Beim Stand von 1:1 bekamen die Hannoveraner nochmal einen Eckball in der zweiten Minute der Nachspielzeit zugesprochen. Statt diesen hoch ins Zentrum zu bringen, vertendelten die Niedersachsen die Kugel und liefen in einen Konter, an dessen Ende Hamburgs Königsdörffer nach unglaublichen Solo zum 1:2 aus 96-Sicht einschoss. "Echt enttäuscht" zeigte sich Hannover-Coach Stefan Leitl, "dass wir diese Chance nicht genutzt haben, um eventuell noch einmal gefährlich zu werden und selbst den Lucky Punch zu setzen."

So habe sein Team eine "äußerst hohe Qualität" bei Standards – wegen der Schützen und der "Kopfballstärke". So sei es dann "maximal unglücklich", dass aus der möglichen Chance der Hannoveraner der Schlag in den Nacken und die Niederlage resultieren sollte. Seine Mannschaft eine "falsche Entscheidung" getroffen und sei dafür eben bestraft worden. "Aber es geht weiter", wollte der Übungsleiter auch nicht allzu lange auf der Schlüsselszene des Nordduells rumhacken und den Blick viel lieber nach vorne richten.

"Wir stehen am Anfang einer Entwicklung"

Viel wichtiger war es allen Beteiligten, zu betonen, dass die derzeitige Phase Teil eines größeren Prozesses sei. "Wir geben alles, sind aber immer noch eine Mannschaft in der Entwicklung – das dürfen wir nicht vergessen", stellte Keeper Ron-Robert Zieler heraus. Solche Abende wie am Freitag gegen Hamburg "gehören leider dazu". Sie seien Teil eines "Lernprozesses". "Das habe ich in letzten Wochen immer versucht zu vermitteln. Wir stehen am Anfang einer Entwicklung", fand auch Coach Leitl nahezu identische Worte wie sein Schlussmann. Also doch alles im Lot?

Nicht ganz. Zu groß dann doch der Frust, ausgerechnet gegen Hamburg auf diese Art und Weise Punkte liegen gelassen zu haben. "Es ist brutal bitter und enttäuschend, wenn du in der 92. Minute zuhause so ein Gegentor bekommst – das ist frustrierend", zeigte sich beispielsweise Abwehrspieler Börner gefrustet. Doch auch der 31-Jährige wollte nun "Positives" mitnehmen. "Die Entwicklung hört nicht auf, und wir machen nächste Woche weiter", bediente auch der Defensivspieler den Tenor des Abends. Durch die Pleite in der Nachspielzeit verpasst 96 den Anschluss an die ganz oberen Ränge und nimmt den 6. Platz ein. In der kommenden Woche kann die Entwicklung dann gegen Heidenheim fortgeführt werden.

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