Dieter Hoeneß kritisiert Bayern-Bosse: "Waren nicht gut vorbereitet" | OneFootball

Dieter Hoeneß kritisiert Bayern-Bosse: "Waren nicht gut vorbereitet"

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Der FC Bayern erlebte am vergangenen Donnerstag eine turbulente Jahreshauptversammlung. Während der Veranstaltung eskalierte der Streit zwischen der Klubführung und den Mitgliedern über das Sponsoring mit Qatar Airways. Dieter Hoeneß übte am Sonntag klare Kritik am Präsidium.

Bereits einige Wochen vor der Jahreshauptversammlung rückte der Sponsorenvertrag zwischen Qatar Airways und dem FC Bayern in den Vordergrund. Die aufgekommene Kritik zahlreicher Fans und Mitglieder ignorierten die Vereinsverantwortlichen bis zum vergangenen Donnerstag, doch auch während der über fünf Stunden andauernden Veranstaltung wurde kein kritischer und sachlicher Dialog geführt. Stattdessen kamen zum Ende hin einige Katar-Kritiker nicht mehr zu Wort, während das Präsidium regelmäßig von Zwischenrufen aus dem Publikum unterbrochen wurde.

Dieter Hoeneß: "Das war ungeschickt"

"Bayern München hat es nicht clever gemacht", kritisierte Dieter Hoeneß am Sonntag im Sport1-Doppelpass die Klubführung des deutschen Rekordmeisters. "Man hätte vorher einen runden Tisch machen und diese Dinge diskutieren müssen. Eine Mitgliederversammlung, die sehr emotional ist, ist nicht geeignet, um so ein komplexes Thema sinnvoll zu behandeln", erläuterte der Bruder von Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß und betonte: "Das war ungeschickt, am Schluss abzuwürgen. Da sind ein paar Dinge passiert, da waren sie nicht besonders gut vorbereitet."

Effenberg: "Kahn redet anders als im Trainingsanzug"

Stefan Effenberg ergänzte, der FC Bayern könne die Kritik der Mitglieder nicht ignorieren: "Der Vertrag mit Qatar Airways läuft 2023 aus und die Mitglieder verlangen eine klare Antwort, ob dieser verlängert wird. Ich glaube, dass es bald eine klare Kommunikation geben wird", so der Ex-Profi, der darüber hinaus leise Kritik an Vorstandschef Oliver Kahn äußerte: "Kahn redet im Anzug ein bisschen anders als im Trainingsanzug. Er ist aber auch in einer entscheidenden Rolle, da braucht es Zurückhaltung und Geduld. Es ist keine einfache Situation auf Katar bezogen." Das Streitthema der vergangenen Tage dürfte die Bayern-Bosse allerdings noch einige Monate begleiten.

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