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Deshalb saß Cuisance bei den „Bayern-Amateuren“ nur auf der Ersatzbank


Verwundert rieben sich die Zuschauer vor Anpfiff der Drittligapartie FC Bayern München II gegen den 1. FC Magdeburg am Sonntag die Augen. Beim Blick auf die Aufstellungen fiel schnell auf, dass Profi-Leihgabe Mickael Cuisance bei Anpfiff nur auf der Münchner Ersatzbank Platz nehmen durfte.

Wieso jedoch wird ein Profispieler für die zweite Mannschaft abgestellt, um dann dort nur auf der Bank zu sitzen? Zwar durfte Mickael Cuisance, der erst im Sommer aus Mönchengladbach gekommen war, in der Schlussphase noch mithelfen, den 2:1-Sieg des FC Bayern München II über die Zeit zu bringen. Nach seiner Einwechslung (64.) aber blieb dem 20-Jährigen keine halbe Stunde, um sein enormes Talent präsentieren zu können.

Cuisance hat sich verspätet

Nachdem sich Trainer Sebastian Hoeneß zunächst gegenüber „Magenta-TV“ noch gewunden hatte, die Gründe hierfür darzulegen, räumte er nach dem Abpfiff im Gespräch mit fussball.news ein, dass Cuisance „zu spät zum Treffpunkt kam und wir einfach Regeln haben, an die sich alle halten müssen“. Wenngleich diese disziplinarische Maßnahme durchaus ins Bild des schwierigen Jungprofis zu passen scheint, so bat Bayerns Nachwuchschef Jochen Sauer doch auch um Nachsicht mit Cuisance. „Es waren nur ein paar Minuten“, führte Sauer aus, „die Entscheidung muss dann aber eben der Trainer treffen“.

Sauer und Hoeneß wollen das Thema nicht zu groß werden lassen

Laut Sauer hatte Cuisance Probleme, im Profitrakt an seine Schuhe zu kommen, eine Entschuldigung für die Verspätung sei dies freilich nicht: „Dann muss ich halt einfach so früh kommen, dass mir das nicht passieren kann.“ Auch Hoeneß war nach dem Abpfiff bemüht, das Fehlverhalten nicht überzubewerten. Nach seiner Einwechslung, so der 37-jährige Sohn von Dieter Hoeneß, hätte sich Cuisance „bemüht und engagiert gezeigt“. Der fade Beigeschmack ließ sich dennoch kaum verhehlen – auch wegen der teils unrühmlichen Vorgeschichte des jungen Franzosen.