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·26 février 2025
Gemeinde sperrt Stadion: Haching gegen Hansa abgesagt
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·26 février 2025
Die für Sonntag (16:30 Uhr) geplante Partie zwischen der SpVgg Unterhaching und dem F.C. Hansa Rostock ist am Mittwoch überraschend abgesagt worden. Hintergrund ist, dass die Gemeinde den Uhlsport Park gesperrt hat, weil kein aktuelles, von den zuständigen Behörden genehmigtes Sicherheitskonzept vorliegt. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.
Nach Angaben der Gemeinde habe die SpVgg Unterhaching die gestellte Frist zur geforderten Überarbeitung des Sicherheitskonzeptes verpasst. Das bisherige Sicherheitskonzept, das von der Spielvereinigung im Rahmen des Zulassungsverfahrens für die Saison 2024/2025 beim DFB eingereicht und von den zuständigen Sicherheitsbehörden genehmigt worden war, sei "nach aktueller Einschätzung nicht mehr zeitgemäß und ausreichend". Eine sichere Durchführung des Spiels sei aufgrund dieser neuen Beurteilung und der aktuellen Rahmenbedingungen nicht gewährleistet. Gegenüber der "Ostsee-Zeitung" erklärte eine Polizeisprecher: "Der Entwurf des vom Veranstalter vorgelegten Sicherheitskonzeptes für die als Hochrisiko-Spiel eingestufte Begegnung wurde auch von Seiten des Polizeipräsidiums als nicht ausreichend erachtet."
Die nötigen Anpassungen zur Erfüllung der sicherheitsrelevanten Vorgaben seien laut offiziellen Angaben nicht rechtzeitig vorgenommen und vom Klub nachgewiesen worden, um die Austragung des Spiels gegen Rostock am Sonntag im Sportpark zu ermöglichen. Mit den Krawallen beim Derby zwischen Rostock und Dresden soll die Stadion-Sperre laut Hansa-Vorstandschef Jürgen Wehlend aber nicht zusammenhängen. Allerdings war die Sicherheitslage nach den Vorfällen neu bewertet worden, wie ein Polizeisprecher sagt. Gleichwohl sei die Nutzung des Sportparks auch für den weiteren Spielbetrieb in der 3. Liga behördlich untersagt – solange die SpVgg die geforderten Auflagen nicht erfüllt hat.
Eine Verlegung der Partie in ein anderes Stadion sei kurzfristig nicht möglich gewesen, heißt es. Also blieb nur die Absage. "Der Verband wird die Vorgänge, die zur überraschenden Sperrung des Sportparks durch die Gemeinde geführt haben, und mögliche Konsequenzen daraus nun intensiv prüfen", kündigt der DFB an. Gut möglich, dass die Münchner Vorstädter mit einer Geldstrafe rechnen müssen.
Auch der F.C. Hansa Rostock prüft bereits die "Rechtslage zur Wahrung seiner Interessen", teilte die Kogge mit. Ein Nachholtermin für die Partie steht noch nicht fest. Angesichts von noch zwei Englischen Wochen in dieser Saison wird dieser auch nicht so leicht zu finden sein. Denkbar wäre eine Austragung in der Länderspielpause Mitte März, allerdings ist Hansa an diesem Wochenende bereits im Landespokal gefordert.