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·26 de febrero de 2025
Arminias märchenhafte Pokal-Reise: Alles, nur kein Zufall
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·26 de febrero de 2025
Erst Union Berlin, dann der SC Freiburg und nun auch Werder Bremen: Dreimal hintereinander hat Arminia Bielefeld einen Bundesligisten aus dem DFB-Pokal geworfen – und hat damit in der laufenden Saison genauso viele Erstligisten geschlagen wie Bochum und Kiel. Das kann kein Zufall sein. Ein Kommentar.
Keine Frage: Wenn ein Drittligist gegen einen Klub aus der Bundesliga gewinnt, muss immer einiges zugunsten des Underdogs gelaufen sein. Etwa Glück beim Torabschluss oder Chancenwucher beim Gegner. Und natürlich war das auch bei den Bielefeldern in der bisherigen Pokalsaison der Fall.
Man denke an die Partie gegen den SC Freiburg zurück, als die Breisgauer beim Stand von 0:0 einen Elfmeter verschossen. Geht der Ball rein, läuft das Spiel womöglich ganz anders. Und auch gegen Bremen kam nun wieder einiges zusammen: Erst musste mit Marvin Ducksch der Topscorer angeschlagen vom Platz, dann vertändelte Malatini vor dem 1:0 leichtfertig den Ball, ehe er ihn zum 2:0 gleich selbst im eigenen Tor unterbrachte.
Doch die märchenhafte Pokalreise der Ostwestfalen allein auf Glück und Unvermögen des Gegners zurückzuführen, wäre deutlich zu kurz gegriffen – zumal der DSC alle Partien in der regulären Spielzeit für sich entscheiden konnte und dabei gerade mal zwei Gegentore kassierte. Gegen Bremen liefen die Bielefelder zudem sechs Kilometer mehr als die Norddeutschen. Zudem war der Matchplan von Trainer Mitch Kniat, den SVW früh anzulaufen und damit zu Fehlern zu zwingen, voll aufgegangen. Die Entstehung des Führungstreffers zeigte das deutlich.
Neben der mutigen Spielweise gegen einen Erstligisten war auch die Aufstellung durchaus bemerkenswert. Trotz der überzeugenden Vorstellung beim 3:0 gegen 1860 am vergangenen Freitag nahm Kniat gleich vier Wechsel vor und stellte zudem auf Dreierkette um. Mit dieser Taktik war der DSC bereits gegen Union Berlin zum Erfolg gekommen, außerdem spielte fast dieselbe Elf wie beim Sieg gegen Freiburg.
Dass den Bielefeldern der Pokal besser zu liegen scheint als die Meisterschaft, hängt auch damit zusammen, dass sie ihre spielerische Linie gegen nicht so tiefstehende Gegner besser auf den Platz bringen können. Auch Marius Wörl sagte nach der Partie: "Drittliga-Spiele sind komplett anders. Da kommt es mehr auf Zweikämpfe an." Nicht, dass der DSC das nicht könnte – immerhin steht nach 25 Spieltagen der vierte Tabellenplatz zu Buche -, doch vollends entfalten kann sich Kniats Spielidee vor allem im Pokal. Entsprechend sind die bisherigen Erfolge alles andere als zufällig zustande gekommen. Vielmehr sind sie der verdiente Lohn einer großen Einsatzbereitschaft.
Dass nun zum zweiten Mal in Folge ein Drittligist im Halbfinale des DFB-Pokals steht, ist ebenfalls kein Zufall. Sondern zeigt eindrucksvoll, dass es die Drittliga-Klubs durchaus mit Mannschaften aufnehmen können, die individuell deutlich besser besetzt sind. Doch darauf kommt es eben nicht immer an. Somit spricht auch eigentlich nichts dagegen, dass der DSC im Halbfinale nun den vierten Bundesligisten aus dem Wettbewerb wirft und damit als vierter Klub aus der dritthöchsten Spielklasse ins Finale einzieht. Das wäre nach den bisherigen Auftritten alles, nur kein Zufall.
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