Angstzustände im Profi-Fußball: Ex-Schalker Brunner packt aus | OneFootball

Angstzustände im Profi-Fußball: Ex-Schalker Brunner packt aus | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: SchalkeTOTAL

SchalkeTOTAL

·29 de marzo de 2025

Angstzustände im Profi-Fußball: Ex-Schalker Brunner packt aus

Imagen del artículo:Angstzustände im Profi-Fußball: Ex-Schalker Brunner packt aus

Schalkes Ex-Profi Cédric Brunner bricht sein Schweigen und spricht offen über die Angstzustände, die ihn während seiner Karriere quälten. Was der 31-Jährige über den mentalen Druck im Fußball verrät, überrascht.

Cédric Brunner hat offen über die psychischen Belastungen gesprochen, die ihn während seiner Karriere begleiteten. Der Ex-Schalker, der auch für Arminia Bielefeld und den FC Zürich spielte, litt vor jedem Spiel unter starken Angstzuständen. In einem Interview mit dem Fußballmagazin 11Freunde schilderte er eindrucksvoll, wie sehr ihn der Druck im Profifußball belastete.


OneFootball Videos


„Ich war vor jedem Spiel so nervös, dass ich Durchfall bekam“, verriet Brunner. „Damit war ich bei Weitem nicht der Einzige. Das kann man sich gar nicht vorstellen, was da vor einem Bundesligaspiel für eine Geräuschkulisse aus den Toilettenkabinen kommt.“

Bereits früh suchte Schalkes ehemaliger Außenverteidiger professionelle Hilfe, um mit seinen Ängsten besser umgehen zu können. Ab 2016 nahm er regelmäßig die Unterstützung eines Psychotherapeuten in Anspruch. Brunner entwickelte eine eigene Methode, um sich vor den Spielen zu beruhigen. „Ich schrieb auf: Ich will in der ersten Halbzeit drei gute Flanken schlagen. Meine ersten vier Pässe sollen ankommen“, erklärte er seinen Ansatz. Diese strukturierte Herangehensweise half ihm, mit dem Druck umzugehen und auch schwierige Phasen in seiner Karriere zu überstehen.

Ex-Schalker Brunner kritisiert „Machokultur“ im Profifußball

Rückblickend kritisiert Brunner jedoch einen Aspekt seines Umgangs mit seinen psychischen Problemen: „Ich bin immer nur zum Psychologen gegangen, wenn es mir schlecht ging. Dabei hätte ich präventiv an meiner inneren Verfassung arbeiten sollen.“ Ein Fehler, den der 31-Jährige nun einsieht, auch wenn er in der damaligen Zeit oft keine andere Wahl sah.

Ein weiteres Thema, das Brunner in seinen Aussagen ansprach, ist die „Machokultur“ im Profifußball. Der Schweizer kritisierte die vorherrschende Haltung im Sport, die wenig Raum für Schwäche oder Menschlichkeit lässt. „Der Fußball ist voller Machos, es geht viel um Männlichkeit und Stärke, im Kern ist das Geschäft total konservativ“, sagte Cédric Brunner. In einem solchen Umfeld sei es schwer, über psychische Belastungen zu sprechen, ohne stigmatisiert zu werden.

Der ehemalige Rechtsverteidiger bestritt von 2022 bis 2024 insgesamt 42 Partien für die Königsblauen und hat seine Karriere inzwischen beendet.

Ver detalles de la publicación