Wolves gegen Arsenal: Indirekter Kampf um Europa

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Vorschau | Sowohl für die Wolverhampton Wanderers als auch für den FC Arsenal geht es am 33. Spieltag um die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb, allerdings nicht im direkten Duell.

Anpfiff der Partie ist am Samstag, 18.30 Uhr, Live bei Sky.

  • Wolverhampton ist in Schlagdistanz zur Champions League
  • Arsenal hofft nach einer verkorksten Saison auf die Europa League
  • Beide Teams haben drei Siege in Serie gefeiert

Wolverhampton: Mit klarer Struktur in die Champions League?

Nachdem Wolverhampton vergangenes Jahr als Aufsteiger die Europa League erreichte, winkt 2019/2020 sogar die Champions League. Neben einigen (kostspieligen) Volltreffern auf dem Transfermarkt ist dafür vor allem die Konstante auf dem Trainerstuhl verantwortlich: Trainer Nuno Espirito Santos.

Nach einem durchwachsenen Saisonstart hat er die Ausrichtung der Wolves noch weiter optimiert. Die Mannschaft ist defensiv nur schwer zu knacken – in den letzten acht Spielen gab es zwei Gegentore – und kann sich in Windeseile gezielt nach vorne kombinieren. Auch nach der Coronavirus-Pause läuft es. Drei Siege, zugegebenermaßen allesamt gegen Abstiegskandidaten (2:0 West Ham, 1:0 Bournemouth und 1:0 Aston Villa), und null Gegentore stehen zu Buche.

Mit Arsenal folgt nun der erste namhafte Gegner nach dem Restart. Die Ausgangslage ist klar. Die Wolves, aktuell mit 52 Punkten auf Rang sechs, schielen auf die Champions League. Platz vier (Chelsea, 54 Punkte) ist in Reichweite. Bei einem (erwarteten) Ausschluss Manchester Citys von der Königsklasse könnte sogar Platz fünf genügen. Dieser wird derzeit nur aufgrund des besseren Torverhältnisses von Manchester United belegt.

Nuno Espirito Santo, dessen kleiner, aber feiner Kader bereits 45 Pflichtspiele in den Knochen hat, darf aus dem Vollen schöpfen. Die Abwehr-Mauer bleibt bestehen. Joao Moutinho und Reuben Neves sollen die Fäden ziehen, Raul Jimenez als spielintelligenter Zielspieler agieren und mit den schnellen Außen kombinieren.

Arsenal: Europa League in Reichweite

Von der Champions League kann der ehemalige Dauergast Arsenal derzeit nur träumen. Doch eine verkorkste Saison könnte sich am Ende doch noch versöhnlich gestalten lassen. Nach dem verpatzten Re-Start sind die Gunners unter Mikel Arteta wieder in die Spur gekommen. Nach drei Siegen in Serie, 2:0 gegen Southampton, 2:1 gegen Sheffield United (Pokal) und 4:0 gegen Norwich, steht Arsenal bei 46 Punkten und im Halbfinale des FA Cups.

In Anbetracht des dortigen Duells mit Manchester City erscheint derzeit die Liga die realistischsten Weg für die Europa League zu sein. Der aktuelle achte Platz könnte bereits genügen, sofern ManCity tatsächlich von der Königsklasse ausgeschlossen wird. Platz sieben ist ebenfalls nur einen Zähler entfernt.

Neben einer stabileren Defensive und einer deutlichen Spielphilosophie ist vor allem die klare Linie des neuen Trainers dafür verantwortlich, dass man im Norden Londons wieder optimistischer in die Zukunft blickt. Wer nicht an Board ist, fliegt raus. Das mussten Mesut Özil (31) und Matteo Guendouzi (21) nun am eigenen Leib erfahren. Ob das Duo sich für eine Rückkehr in den Kader empfehlen konnte, ließ Arteta auf der Pressekonferenz offen.

Im Mittelfeld werden also wohl einmal mehr Regisseur Granit Xhaka (27) und der wiedererstarkte Dani Ceballos (23) die Geschicke leiten. Die Leihgabe von Real Madrid könnte sich nach durchwachsenem Auftakt für einen festen Wechsel zu Arsenal empfehlen.

Bernd Leno, der hervorragend von Emiliano Martinez vertreten wird, Gabriel Martinelli, Pablo Mari und Calum Chambers fallen weiterhin aus. Lucas Torreira winkt nach ausgeheiltem Knöchelbruch zumindest wieder die Bank. Rekord-Neuzugang Nicolas Pépé und Senkrechtstarter Bukayo Saka wurden gegen Norwich geschont und sollten in die Startelf zurückkehren. Pierre-Emerick Aubameyang kann mit seinem 20. Treffer an die Spitze der Torjägerliste rücken.

Prognose

Trotz eines guten Laufs und guter Ansätze, fehlen Mikel Arteta noch Zeit und ein paar passende Spieler, bis der FC Arsenal nach seinen Vorstellungen justiert ist. Die Wolves sind dahingehend deutlich gefestigter und sollten zumindest nicht als Verlierer vom Platz gehen.

Mögliche Aufstellungen:

Wolverhampton: Patricio – Coady, Boly, Saiss – Doherty, Dendoncker, Neves, Moutinho, Jonny – Jota, Jimenez

Arsenal: Leno – Mustafi, Holding, Tierney – Bellerin (Soares), Ceballos, Xhaka, Saka – Pépé, Nketiah (Lacazette), Aubameyang