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Katarina Schubert·7. Juli 2023

WM-Stars im Fokus: Sorgt Sambias Ikone für die Überraschung 2023?

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Barbra Banda ist erst 23 Jahre alt, aber doch schon Sambias Fußball-Heldin. Das liegt nicht nur an ihrer Leistung auf dem Platz, sondern auch an ihrer Geschichte abseits des Spielgeschehens. Heute darf das deutsche Team beim Testspiel gegen Sambia in Fürth mit Banda Bekanntschaft machen.

Debüt mit Paukenschlag

Denn wenn es nach ihren Eltern gegangen wäre, hätte Barbra Banda gar nicht erst mit dem Fußballspielen anfangen dürfen. Doch die damals Siebenjährige setzte sich durch, ging heimlich zum Training. Und nun ist sie das Aushängeschild des sambischen Fußballs und Vorbild für viele junge Mädchen, die entgegen gesellschaftlichen Vorstellungen ebenfalls in den Sport wollen.


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Bandas Stern ging 2021 in Tokio auf, als sie sich mit dem Nationalteam Sambias erstmals für die Olympischen Spiele qualifizierte. Zwar gelang den Copper Queens kein einziger Sieg, dafür aber glänzte Banda umso mehr. Als erste Frau in der Olympia-Geschichte schoss sie zwei Hattricks in Folge. Sie wolle die beste Spielerin der Welt werden, meinte die Stürmerin nach den Spielen.

Ausgeschlossen vom Afrika Cup

Dass sie es drauf hat, hat Banda gezeigt. Doch noch spielt sie in China anstatt bei einem Top-Klub in Europa oder in den USA. Dabei ist sie alles andere als eine Eintagsfliege. Bei der Meisterschaft des südlichen Afrikas führte die ehemalige Boxerin Sambia zum Titelgewinn – auch dank ihrer zehn Tore in fünf Spielen.

Besiegt haben sie im Finale übrigens Südafrika, den amtierenden Afrika-Meister. Der Afrika Cup 2022 ist neben Bandas Torriecher allerdings auch einer der Gründe, weshalb die 23-Jährige so bekannt ist. Und weshalb angeblich ein Wechsel zu Real Madrid ins Wasser fiel.

Denn dort wurde Banda vom Wettbewerb ausgeschlossen, da laut des afrikanischen Fußballverbandes ihre Testosteronwerte zu hoch waren. Dies löste allerorts große Diskussionen aus, das ganze Land stand hinter ihr. An der Weltmeisterschaft darf sie jedoch teilnehmen, die FIFA hat weniger strenge Regeln.

Sambias Frauenfußball im Aufschwung

Es ist Sambias Premiere bei einer Weltmeisterschaft. Mittlerweile ist der Fußball der Frauen in dem südafrikanischen Land aber eh nicht mehr wegzudenken. Das liegt auch an den Bemühungen des nationalen Verbands, der nicht nur eine landesweite Liga gründete, sondern auch die Bedingungen des Frauen-Nationalteams an die der Männer anpasste.

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In Neuseeland treffen Kapitänin Banda und Co. in ihrer Gruppe nun auf die Ex-Weltmeisterinnen aus Japan, Mit-Favoritinnen Spanien sowie Costa Rica. Das Team liebäugelt mit dem Viertelfinale, dafür muss Sambias Defensive jedoch noch besser werden. Dennoch zeigten die Copper Queens mit ihrer knappen 3:2-Testspiel-Niederlage gegen Irland und dem 3:3-Untentschieden gegen die Schweiz, dass man mit ihnen rechnen muss und sie zur Überraschung der WM werden könnten. Heute müssen sie allerdings erstmal gegen Deutschland ran.