Wildes Saisonfinale in der Ligue 1: Marseille dank Last-Minute-Tor auf Platz 2, Metz und Bordeaux steigen ab | OneFootball

Wildes Saisonfinale in der Ligue 1: Marseille dank Last-Minute-Tor auf Platz 2, Metz und Bordeaux steigen ab

Logo: 90PLUS

90PLUS

Am letzten Spieltag der französischen Ligue 1 gab es noch eine Vielzahl von Entscheidungen zu treffen. Dabei gab es auch einige direkte Duelle. Schlussendlich qualifizierte sich Olympique Marseille für die Champions League, Nizza für die Conference League und Metz steigt direkt ab.

Ligue 1: Monaco kassiert den Ausgleich in der Nachspielzeit

Hinter Meister PSG kämpften die AS Monaco (68 Punkte), Olympique Marseille (68) und Stade Rennes (65) um die Königsklasse. Racing Straßburg (63), OGC Nizza (63) und der RS Lens (61) spielten die weiteren europäischen Plätze aus. Der erste Treffer fiel in Reimes, wo Nizza zu Gast war. Jedoch nicht für den Tabellensechsten, sondern die Hausherren gingen durch einen Distanzschuss von Hugo Ekitike in Führung (9.). Kurz darauf kassierte mit Rennes auch der zweite Europapokal-Aspirant ein Gegentor, Timothy Weah traf per Kopf für Lille (11.). Tabellarisch hatten beide Treffer noch keine Auswirkungen.

Nizza wirkte völlig verunsichert und kassierte schnell gar das 0:2. Erneut war es ein Distanzschuss, diesmal durch Kamory Doumbia (17.). Und die Favoriten strauchelten weiter. Monaco, das bis dahin überhaupt nicht ins Spiel fand (38% Ballbesitz, 4:14 Schüsse) kassierte in Lens das absolut verdiente Gegentor durch Przemyslaw Frankowski (30.). Nahezu zeitgleich traf Marseille durch Gerson zum 1:0 gegen Straßburg und zog somit an Monaco vorbei auf Rang 2 (32.). Das schien Monaco aufzuwecken, die Monegassen kamen schnell zurück und trafen durch Benot Badiashile zum Ausgleich (35.). In Lille rannte währenddessen Rennes an und kam durch Benjamin Bourigeaud zum verdienten Ausgleich (41.).

Den ersten Treffer im Kampf um Europa erzielte Monaco, die durch einen Kopfball von Wissam Ben Yedder nach Flanke von Kevin Volland die Partie in Lens drehen konnten und damit wieder an Marseille vorbei auf Platz 2 rückten (62.). Für Marseille Traf Cengiz Ünder zum 2:0 (73.), es fehlten jedoch noch vier Tore für das bessere Torverhältnis gegenüber Monaco. Nizza agierte in Reims deutlich verbessert und traf mit einem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten, zweimal durch Andy Delort, zum Ausgleich (75., 77.). Dadurch zog man an Straßburg vorbei auf Rang 5. Und man drehte das Spiel tatsächlich komplett. Delort traf innerhalb von sieben Minuten zum dritten Mal, man war plötzlich punktgleich mit Rennes, wenn auch mit der klar schlechteren Tordifferenz (82.).

Und dann passierte es tatsächlich, Lille traf erneut durch Weah zum 2:1 gegen Rennes (88.), Nizza sprang auf Platz 4. Die Führung hielt jedoch nur fünf Minuten. In der dritten Minute der Nachspielzeit gelang dem ehemaligen Kölner Sehrou Guirassy per Kopf der vielumjubelte Ausgleich, der Rennes wieder auf Rang 4 rutschen ließ (90+3.). Für Marseille trafen Gerson und Cedric Bakambu spät noch zum 3:0 und 4:0 (89., 90+3.). Und dann wurde es vogelwild. In der sechsten Minute der Nachspielzeit traf der ehemalige Augsburger Kevin Danso zum Ausgleich für Lens gegen Monaco (90+6.). Dadurch rückte Marseille tatsächlich noch auf Platz 2. Durch die Ergebnisse spielt Marseille Champions League, Monaco muss in die Qualifikation für die Königsklasse. Rennes auf Platz 4 spielt Europa League, Nizza als 5. Conference League.

Abstiegskampf wird zum Nervenkrimi

Und auch im Keller war noch eine Entscheidung zu treffen. Der 18. FC Metz und die AS Saint-Etienne gingen mit je 31 Punkten in den Spieltag. Der Tabellenletzte Girondins Bordeaux hatte mit 28 Punkten nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt. Doch Bordeaux ließ sich nicht hängen und traf in Brest durch Ricardo Mangas zum 1:0 (14.). Die Führung hielt jedoch nur zwei Minuten, Steve Mounie traf nach einer Flanke gewaltvoll zum Ausgleich (16.). In Nantes verwandelte Ludovic Blas einen Elfmeter gegen Saint-Etienne zum 1:0 (23.). Doch auch Metz kassierte in Paris durch einen Doppelschlag von Kylian Mbappe und einem Treffer von Neymar innerhalb von sieben Minuten drei Gegentore, die Teams waren wieder punktgleich (25., 28., 31.).

(Photo by ROMAIN PERROCHEAU/AFP via Getty Images)

In Brest überschlugen sich erneut die Ereignisse. Sekou Mara brachte Bordeaux wieder in Führung (32.), erneut dauerte es nur zwei Minuten bis zum Ausgleich, diesmal durch Youcef Belaili (34.). Kurz nach der Pause machte Mbappe sein drittes Tor, PSG führte gegen Metz nun 4:0 (50.). Spätestens jetzt mussten sich die Gäste Gedanken um das Torverhältnis machen, das nun nur noch drei Tore besser war als das von Saint-Etienne. Vor allem, da Boubacar Traore kurz darauf mit gelb-rot vom Platz flog (58.). Folgerichtig erzielte Angel di Maria in seinem Abschiedsspiel wenig später das 5:0 (67.). Bordeaux wollte es dann auch nochmal wissen und traf innerhalb von zwei Minuten durch Mara und Javairo Dilrosun zum 4:2 (73., 75.). Somit waren alle drei Abstiegskandidaten punktgleich.

Doch nicht lange, denn Saint-Etienne traf durch Romain Harmouma zum vielumjubelten Ausgleich und zog damit an Metz vorbei auf den Relegationsrang (79.). Danach passierte nichts mehr, Nantes hält tatsächlich noch die Liga, Metz und Bordeaux müssen in die Ligue 2.

Die Ergebnisse in der Übersicht:

RC Lens – AS Monaco = 2:2 (1:0 Frankowski (30.), 1:1 Badiashile (35.), 1:2 Ben Yedder (62.), 2:2 Danso (90+6.))

OSC Lille – Stade Rennes = 2:2 (1:0 Weah (11.), 1:1 Bourigeaud (41.), 2:1 Weah (88.), 2:2 Guirassy (90+3.))

Marseille – Straßburg = 4:0 (1:0 Gerson (32.), 2:0 Ünder (73.), 3:0 Gerson (89.), 4:0 Bakambu (90+3.))

Stade Reims – OGC Nizza = 2:3 (1:0 Ekitike (9.), 2:0 Doumbia (17.), 2:1 Delort (75.), 2:2 Delort (77.), 2:3 Delort (82.))

PSG – FC Metz = 5:0 (1:0 Mbappe (25.), 2:0 Mbappe (28.), 3:0 Neymar (31.), 4:0 Mbappe (50.), 5:0 di Maria (67.))

FC Nantes – AS Saint-Etienne = 1:1 (1:0 Blas (23.), 1:1 Hamouma (79.))

Stade Brest – Girondins Bordeaux = 2:4 (0:1 Mangas (14.), 1:1 Mounie (16.), 1:2 Mara (32.), 2:2 Belaili (34.), 2:3 Mara (73.), 2:4 Dilrosun (75.))

(Photo by FRED TANNEAU/AFP via Getty Images)

Impressum des Publishers ansehen