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Was macht der denn? Der König von Liverpool und ein Ex-BVB-Talent

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Erik Schmidt

In unserem neuen Format schauen wir darauf, wie sich alte Bekannte aus dem deutschen Profifußball im Ausland machen. Heute mit dabei: Der König von Liverpool und ein früheres BVB-Talent.

Joshua King (FC Watford)

Am vergangenen Wochenende gab es in der Premier League auch tatsächlich einen Norweger, der allen Grund zur Freude hatte: Joshua King. Der Ex-Gladbacher schoss die Hornets nämlich mit drei Treffern zum 5:2-Auswärtssieg beim FC Everton – und krönte sich somit zum König von Liverpool.

Schließlich war Mo Salah, der am 9. Spieltag in der höchsten englischen Spielklasse ebenfalls einen Dreierpack erzielte, auswärts mit den Reds gefordert. Im Gegensatz zum Ägypter, der von den Medien nach seinem Galaauftritt im Old Trafford eben jenen Adelstitel verpasst bekam, trägt King diesen sogar im Namen.

In Deutschland war der inzwischen 29-Jährige einst weit vom Status eines Königs entfernt. Denn Kings Leihe von Manchester United zu den Fohlen wurde bereits nach einem halben Jahr abgebrochen. So kam der Angreifer in der Saison 2011/12 lediglich auf 18 Bundesligaminuten. Im Offensivbereich der Rheinländer war damals einfach kein Vorbeikommen an Akteuren wie Marco Reus, Mike Hanke und Raúl Bobadilla.

In der Folge ging King ausschließlich in England auf Torejagd, die meisten Einsätze absolvierte er dabei für Bournemouth. Das Trikot des FC Watford trägt Erling Haalands Nationalmannschaftsback-up erst seit diesem Sommer, er kam ablösefrei von Everton – die bittersüße Rückkehr folgte am vergangenen Wochenende.

Und um den Kreis gänzlich zu schließen, soll nun auch noch Ole Gunnar Solskjær Grund zur Freude bekommen: Denn zwar ist King mit 51 Toren nun der zweite Norweger, dem mehr als 50 Treffer in der Premier League gelangen, doch der Trainer der Red Devils (91) hat immer noch einen komfortablen Vorsprung.


Josip Brekalo (FC Turin)

Der Kroate deutete in der Bundesliga sowohl beim VfL Wolfsburg als auch beim VfB Stuttgart sein Können an. Der Sprung vom Talent zum unumstrittenen Leistungsträger gelang dem 23-Jährigen dabei allerdings noch nicht. Eventuell kommt Brekalo diesem Vorhaben nun aber beim FC Turin näher, dort parken ihn die Niedersachsen schließlich noch bis zum Saisonende.

Die erste Bilanz fällt auch schon einmal positiv aus. Immerhin stand Brekalo seit Mitte September in allen sechs Ligaspielen des Tabellenzwölften der Serie A in der Startelf und erzielte dabei zwei Treffer. Erst am vergangenen Wochenende verhalf der offensive Mittelfeldspieler mit einem Tor zum wichtigen 3:2-Sieg über den CFC Genua.

Der ‚kicker‘ zitiert Ivan Jurić, Trainer der Turiner, mit Blick auf seinen Landsmann so: „Josip bringt Qualität, er hilft uns weiter.“ Brekalos Unberechenbarkeit im Spiel nach vorne würde aktuell wohl auch Wolfsburg gut tun. Der Vertrag des 29-fachen kroatischen Nationalspielers beim VfL läuft noch bis 2023, möglicherweise gibt es bis dahin ja doch noch ein Happy End.


Koray Günter (Hellas Verona)

Wie schnell im Fußball auf einen kräftigen Regenguss die Sonne folgen kann, erfuhr der frühere deutsche U-Nationalspieler am zurückliegenden Sonntag. Da nämlich feierten Hellas Verona und Günter einen fulminanten 4:1-Erfolg über Lazio Rom. Der Innenverteidiger entschied demnach auch das Duell zweier Ex-Dortmunder mit Ciro Immobile für sich.

Nur eine Woche zuvor musste Günter noch eine ganz bittere Pille schlucken. Das Auswärtsspiel beim AC Mailand hatte Verona immerhin auch deshalb mit 2:3 verloren, weil ihm in der Schlussphase ein äußerst unglückliches Eigentor unterlaufen war.

Ansonsten ist der 27-Jährige nun aber schon in der dritten Saison hintereinander bei Hellas gesetzt. Vom BVB, für den er unter Jürgen Klopp einmal in der Bundesliga zum Einsatz kam, war Günter im Januar 2014 zu Galatasaray gewechselt. In Istanbul blieb das Talent jedoch hinter den Erwartungen zurück.

Besser lief es dann in Italien, wo Günter zunächst beim CFC Genua unter Vertrag stand. Mittlerweile hat er 82 Begegnungen in der höchsten italienischen Spielklasse bestritten. Es wäre nur nachvollziehbar, wenn sich der eine oder andere Bundesligist künftig um eine Rückkehr des gebürtigen Höxters bemühen würde.