Vorbild Freiburg: Deshalb steht Matarazzo beim VfB nicht zur Diskussion | OneFootball

Vorbild Freiburg: Deshalb steht Matarazzo beim VfB nicht zur Diskussion

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Bereits Ende Juli verkündete Sven Mislintat, der VfB Stuttgart werde auch im Abstiegsfall an Pellegrino Matarazzo festhalten. Dieses Bekenntnis gilt trotz des 17. Tabellenplatzes auch im Januar 2022. Als Vorbild dient dem Sportdirektor der SC Freiburg.

In der jüngeren Vergangenheit war das zweite Bundesliga-Jahr für einen Aufsteiger das schwierigere. So ergeht es auch dem VfB Stuttgart, der 2020 in die höchste deutsche Spielklasse zurückgekehrt ist und im Mai 2021 den neunten Tabellenplatz feierte. In der laufenden Saison belegt die Elf von Pellegrino Matarazzo allerdings nach 20 Spieltagen Rang 17 und wartet vergeblich auf die Wende. Vier der letzten fünf Bundesligaspiele wurden verloren, in keiner dieser Partien gelang den Schwaben ein Torerfolg.

Mislintat: "Wir sind klar, wer wir sind und was wir können"

"Jeder kann die Situation an der Tabelle ablesen. Es ist eine ernste Situation", weiß Sportdirektor Sven Mislintat. Dennoch sind die Verantwortlichen vom Kader und vom Trainer überzeugt, wie der 49-Jährige am Sonntag im Sport1-Doppelpass betonte: "Die Gründe für unseren Tabellenstand liegen in unserer Leistung. Die Hoffnung speist sich daraus, dass wir klar sind, wer wir sind und was wir können."

Freiburg dient als Vorbild

Auch deshalb vermeidet der VfB eine Trainerdiskussion - denn es war Matarazzo, der den Verein zurück in die Bundesliga und anschließend auf Platz neun führte. Darüber hinaus arbeitet Mislintat akribisch daran, Kontinuität zu einer Grundtugend zu machen; so wie der SC Freiburg, der sich im direkten Duell am Samstagnachmittag mit 2:0 durchgesetzt hat. "Wenn man sich die letzten zehn Jahre mit Christian Streich anschaut, dann ist es doch maximal günstig, wenn man sich eine Taktik zurechtlegt und die dann umsetzt. Freiburg ist mit Streich abgestiegen, dann aufgestiegen. Man ist immer cool geblieben, hat Werte generiert, Spieler entwickelt", benannte Mislintat die Stärken der Schwarzwälder.

Bei Abstieg "15 Millionen weniger Gehalt"

"Vieles davon ist der Weg, den wir vor zweieinhalb Jahren zu beschreiten begonnen haben", so der Sportdirektor, der jedoch gegen die Vergangenheit kämpft: "Wir haben Altlasten, die nie mehr gesund waren, die wir nicht mehr refinanzieren konnten. Das haben wir in den vergangenen Sommerperioden bereinigt. Wenn wir jetzt absteigen würden, hätten wir 15 Millionen weniger Gehalt zu stemmen als beim letzten Abstieg. Und daran arbeiten wir: den Verein grundzufinanzieren." Darüber hinaus werde es aufgrund ehemaliger Ansprüche "immer eine Diskrepanz geben zwischen der Wahrnehmung und dem, was wir tatsächlich zu leisten imstande sind", erläuterte Mislintat. In einigen Jahren soll aber ein realistischeres und bodenständigeres Bild im Schwabenland herrschen; zeitgleich soll der VfB weiterhin in der Bundesliga spielen.

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