VfB übt sich in Geduld: "Wenn das Geld aus der Premier League kommt..." | OneFootball

VfB übt sich in Geduld: "Wenn das Geld aus der Premier League kommt..."

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Auch der Transfersommer 2022 droht für viele Vereine zäh zu verlaufen. Sven Mislintat hofft auf einen Dominoeffekt durch die Premier League.

Der finanzielle Vorsprung der Premier League durch die Vielzahl der Investoren und den hoch dotierten TV-Verträgen ist durch die Corona-Krise noch einmal gewachsen. In den Spielzeiten 2020/21 und 2021/22 haben die Klubs der höchsten englischen Spielklasse laut dem Portal Transfermarkt 3,21 Milliarden Euro auf dem Transfermarkt investiert und lediglich 1,25 Milliarden Euro eingenommen, was einem Minus von etwa 1,96 Milliarden Euro entspricht. Mit Ausgaben von 1,75 Milliarden Euro und einem Minus von 270,93 Millionen Euro belegt die Serie A im gleichen Zeitraum den zweiten Platz, darauf folgen die Ligue 1 (Ausgaben über 926,53 Millionen Euro, Minus von 33,73 Millionen Euro) und die Bundesliga (Ausgaben über 859,4 Millionen Euro, Minus von 25,5 Millionen Euro).

Der Transfermarkt wird zur Geduldsprobe

Bereits in der Vergangenheit waren die meisten Vereine außerhalb der (inter-)nationalen Top-Riege auf Spielerverkäufe angewiesen, um auf dem Transfermarkt tätig zu werden und das eigene Wachstum zu fördern. Die großen Verluste durch die Corona-Pandemie haben auch diesen Effekt verstärkt, weshalb zahlreichen Bundesligisten wie Schalke 04, Borussia Mönchengladbach, dem 1. FC Köln oder VfB Stuttgart die Hände gebunden sind, solange für ihre Top-Spieler keine Abnehmer gefunden werden.

Mislintat: "Allgemein ist auf dem Markt noch kaum Bewegung"

Entsprechend nüchtern äußerte sich VfB-Sportdirektor Sven Mislintat laut der Bild-Zeitung zu den Transferaktivitäten der Schwaben: "Nicht nur bei uns ist es noch sehr ruhig, allgemein ist auf dem Markt noch kaum Bewegung. Wenn das Geld aus der Premier League in den Markt kommt, werden die Anschluss-Aktionen folgen." Der Klub sei "leider in der Position, eher reaktiv arbeiten zu müssen. Das liegt auch an unserem Budget", betonte Mislintat und ergänzte: "Wir verpflichten erst, wenn wir verkauft haben." Wird das Tafelsilber aber nicht verkauft, werden sich die Mannschaften kaum verändern.

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