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·31. August 2025

Verwunderung beim VfB: Woltemade hat sich nicht von Mitspielern verabschiedet

Artikelbild:Verwunderung beim VfB: Woltemade hat sich nicht von Mitspielern verabschiedet

Nach wochenlanger Ungewissheit schien ein Verbleib von Nick Woltemade beim VfB Stuttgart sicher – bis Newcastle United mit einem wahnwitzigen Angebot an die Schwaben herantrat und den Stürmer von einem Wechsel auf die Insel überzeugte. Dieser ging offenbar vonstatten, ohne dass sich der Spieler bei den eigenen Teamkollegen verabschiedete.

Plötzlich ging alles ganz schnell. Am Donnerstagabend sickerte durch, dass sich Newcastle United mit Nick Woltemade und auch dem VfB Stuttgart über einen sofortigen Wechsel des Stürmers geeinigt habe. Da befand sich der 23-Jährige bereits in England, wo er anschließend auch die nächsten Tage verbrachte und gestern das torlose Auswärtsspiel seiner neuen Teamkollegen in Leeds verfolgte. Von seinen alten Teamkollegen hat sich der ehemalige Angreifer von Elversberg und Bremen anscheinend noch nicht verabschiedet. „Er hat sich aktuell noch nicht gemeldet. Ich habe noch nichts von ihm gehört“, sagte Maximilian Mittelstädt nach dem 1:0-Heimsieg der Stuttgarter gegen Borussia Mönchengladbach am Samstagnachmittag.


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Woltemade-Wechsel „kam sehr überraschend“

Ursprünglich wollte Woltemade zum FC Bayern wechseln – und die Münchner wollten ihn. Allerdings kamen sämtliche Annäherungsversuche des Rekordmeisters nicht an die finanziellen Konditionen heran, die sich der VfB vorstellte. Im Rahmen des Supercups vor zwei Wochen machte VfB-Boss Alexander Wehrle die Tür für einen Wechsel sogar zu, sagte: „Die Akte ist geschlossen.“

Doch da wussten die Schwaben noch nicht, dass wenige Tage vor dem Deadline Day Newcastle United um die Ecke kommen und ein unmoralisches Angebot für Woltemade abgeben sollte. 85 Millionen Euro plus fünf Millionen Euro an möglichen Boni – ein zu gutes Angebot, als dass die VfB-Verantwortlichen es hätten ablehnen können. Auch der Spieler selbst schien schnell überzeugt von einem Wechsel in die Premier League, am gestrigen Samstagnachmittag wurde der Deal offiziell gemacht.

„Das kam sehr überraschend“, sagte Mittelstädt über die plötzliche Kehrtwende. „Generell war es überraschend, dass er den Verein noch verlassen hat. Das war auch in der Mannschaft nicht abzusehen, so wie ich das in der Kabine vernommen habe. Da war keiner vorher informiert, das kam für alle überraschend.“

Der Stuttgarter Linksverteidiger führte aus: „Für ihn persönlich ist das sicherlich ein Schritt, den er machen kann und wollte. Da wünschen wir ihm nur das Beste. Ich hoffe, dass wir seinen Abgang sportlich und menschlich kompensieren können.“

Trainer Sebastian Hoeneß war alles andere als glücklich über den plötzlichen Abgang, machte daraus auch öffentlich keinen Hehl. Die Suche nach einem Ersatz für den talentierten Angreifer läuft bereits auf Hochtouren. Der 20-jährige Badredine Bouanani vom OGC Nizza ist wohl ein heißer Kandidat in Stuttgart. Anders als Brajan Gruda, den Brighton & Hove Albion wohl nicht bereit ist abzugeben. Spätestens der Deadline Day am morgigen Montag wird Gewissheit bringen, wie es künftig um die Stuttgarter Personaldecke im Sturm bestellt ist.

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