Vertauschte Rollen beim VfB: Das Stürmertore-Ranking der Bundesliga | OneFootball

Vertauschte Rollen beim VfB: Das Stürmertore-Ranking der Bundesliga

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Der VfB Stuttgart hat am Samstagabend trotz großer Personalsorgen einen Punkt bei Borussia Mönchengladbach ergattert. Dabei erzielte Konstantinos Mavropanos bereits sein drittes Saisontor. Im internen Ranking der Schwaben liegt er nun gleichauf mit Marc Oliver Kempf vorne.

Sechs Treffer durch zwei Innenverteidiger nach acht Spieltagen, diese Bilanz kann sich mehr als sehen lassen. Sie ist auch ganz entscheidend dafür, dass der VfB aktuell im halbwegs gesicherten Tabellen-Mittelfeld steht. Bei den eigentlich für Tore zuständigen Angreifern im Team von Pellegrino Matarazzo herrscht schließlich ohne Sasa Kalajdzic eine gewisse Flaute. Die beiden Treffer von Hamadi Al Ghaddioui stammen aus dem August, Omar Marmoush traf nur bei seinem Stuttgart-Debüt gegen Eintracht Frankfurt im September.

Nur drei Klubs unter 50 Prozent

Während sechs Treffer durch Abwehrspieler Bundesliga-Spitzenwert sind, verweisen drei Stürmertore nach acht Spieltagen den VfB ans Ende des Liga-Rankings. Der FC Augsburg, Arminia Bielefeld und FSV Mainz 05 haben ebenfalls erst drei Tore durch Angreifer erzielt, der Anteil an der geringeren Zahl der Treffer insgesamt fällt aber deutlich höher aus als beim VfB. Dabei lohnt auch der Blick auf den Rest der Bundesliga: Mit dem FSV Mainz 05 und Borussia Dortmund haben nur zwei andere Klubs eine Quote von unter 50 Prozent, was Treffer durch nominelle Stürmer anbelangt.

Deutliche Mehrheit bei den meisten Klubs

Mehr noch: zehn der 18 Bundesliga-Klubs haben einen Anteil der Stürmertore an der Gesamtzahl der Treffer von mehr als zwei Dritteln. Der VfB, Mainz und Dortmund tanzen also merklich aus der Reihe. Dabei ist freilich festzuhalten, dass die definitorischen Grenzen schwimmend sind. Nur weil ein Spieler per Definition der DFL als Angreifer in den Statistiken auftaucht, heißt es nicht, dass er von einer derartigen Position aus auch seinen Torerfolg erzielt hat. Für den VfB Stuttgart aber bleibt die Erkenntnis: Die Abwehrspieler sind aktuell die deutlich besseren Torjäger als die Stürmer.

Die Anteile der Stürmertore an allen Saisontreffern

18. VfB Stuttgart, 3 Stürmertore von insgesamt 13 Treffern, Anteil von 23 Prozent

17. FSV Mainz 05, 3 von 8, 37,5 Prozent

16. Borussia Dortmund, 10 von 22, 45 Prozent

14. Hertha BSC, 5 von 10, 50 Prozent

= 14. RB Leipzig, 8 von 16, 50 Prozent

13. Bayer Leverkusen, 11 von 21, 52 Prozent

12. TSG Hoffenheim, 9 von 17, 53 Prozent

11. Eintracht Frankfurt, 5 von 9, 55 Prozent

10. 1.FC Köln, 9 von 13, 69 Prozent

9. Borussia Mönchengladbach, 7 von 10, 70 Prozent

8. FC Bayern, 21 von 29, 72 Prozent

7. FC Augsburg, 3 von 4, 75 Prozent

= 7. Arminia Bielefeld, 3 von 4, 75 Prozent

= 7. SC Freiburg, 9 von 12, 75 Prozent

4. SpVgg Greuther Fürth, 4 von 5, 80 Prozent

= 4. VfL Bochum, 4 von 5, 80 Prozent

2. Union Berlin, 10 von 12, 83 Prozent

1. VfL Wolfsburg, 8 von 9, 89 Prozent

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