UEFA-Studie: Weniger Länderspielpausen würden bis zu drei Milliarden Euro kosten | OneFootball

UEFA-Studie: Weniger Länderspielpausen würden bis zu drei Milliarden Euro kosten

Logo: 90PLUS

90PLUS

News | Die FIFA will den Spielkalender ab 2024 grundlegend verändern. Die Weltmeisterschaft soll alle zwei Jahre stattfinden, wodurch sich die Anzahl der Länderspielpausen verringern würde. Laut der UEFA würde ihren Mitgliedsverbänden Milliardenbeträge verloren gehen.

UEFA spricht über Auswirkungen einer WM im Zwei-Jahres-Rhythmus

Die UEFA geht mit allen Mitteln gegen die FIFA-Pläne an, die Weltmeisterschaft alle zwei Jahre auszutragen. Am gestrigen Dienstag kam es zu einem Zusammentreffen aller Mitgliedsverbände. Wie die L’Équipe (via GFNF) berichtete, stellte der europäische Fußballverband dort eine von einem „unabhängigem Kabinett“ durchgeführte Studie vor, die die möglichen Auswirkungen dieser Reform untersuchte.

Bekanntlich würde sich die Anzahl der Länderspielpausen deutlich verringern. Die UEFA-Mitgliedsverbände würden in vier Jahren drei Milliarden Euro verlieren, wenn die Qualifikationsspiele in einer Pause angesetzt würden.

Selbst bei Qualifikationsspielen binnen zweier Unterbrechungen würden der Verlust noch rund 2,5 Milliarden Euro betragen. Denn die Stadien seien bei kurzen Abständen zwischen den Partien nur schwer zu füllen. Zudem sei mit einem Rückgang der Einnahmen aus den Übertragungsrechten zu rechnen. Die Anzahl der Sponsorenverträge – die tendenziell Mannschaften begünstigen, deren Spiele über das Jahr verteilt sind – würden zurückgehen.

Der Faktor Geld wird logischerweise bei den europäischen Mitgliedsverbänden auch eine prägende Rolle spielen, wenn es zur Abstimmung bei der FIFA kommt. Ihre Ablehnung machten sie schon vorher deutlich. Rund ein Dutzend würde im Notfall sogar aus dem Weltverband austreten.

(Gary M. Prior/Allsport UK)

In diesem Artikel erwähnt
Impressum des Publishers ansehen