Trainer erklärt: Warum Brandt ideal zu Favre passt – und Götze nicht

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Borussia Dortmund ist nach der Corona-Unterbrechung der Bundesliga hervorragend aus den Startblöcken gekommen. Beim 4:0 im Revierderby über den FC Schalke 04 schlug eine große Stunde von Julian Brandt. Der Mittelfeldmann war an allen Treffern direkt oder indirekt beteiligt und erntet seltenes Lob von Lucien Favre.

Der Schweizer Cheftrainer ist nicht dafür bekannt, seine Profis mit sonderlich überschwänglichen Lobesreden zu überhäufen. Es braucht schon besondere Fähigkeiten und Leistungen, um den 62-Jährigen in diese Richtung zu bewegen. Mit seinen Darbietung im Derby hat Brandt das Kunststück vollbracht. „Er kann mehrere Positionen in mehreren Systemen spielen. Das ist schon eine große Qualität. Es ist nicht das gleiche, im 4-3-3 oder im 3-4-3 zu spielen“,  so Favre in der Spieltagspressekonferenz des BVB vor dem Gastspiel beim VfL Wolfsburg.

„Brandtstarker“ Neuzugang

Brandt hat bei ihm schon auf der Sechs gespielt, auf der Außenbahn, in den Zwischenräumen und sogar in der Spitze, beim Champions-League-Auftritt bei Slavia Prag. „Das habe ich sehr gern. Es gibt Lösungen für die Trainer. Er macht das sehr gut“, lobt Favre. Der Schweizer setzt dabei sogar einen passenden Neologismus in die Welt, nennt seinen Sommer-Neuzugang ‚brandtstark“. Michael Zorc begibt sich hingegen in die Rolle des Mahners. Vom Label des ‚Königstransfers‘ will der Sportdirektor nichts wissen.

Zorc: „Er kann noch besser werden“

„Julian ist ein ganz toller Spieler, deshalb haben wir uns so um ihn bemüht. Ich habe selten einen Spieler gesehen, der so viel Potenzial mitbringt. Aber auch ganz klar gesagt: Er kann noch besser werden“, so Zorc. Schon jetzt hat Brandt immerhin einem Weltmeister klar den Rang abgelaufen. Auch nach der Corona-Pause trudelt die BVB-Karriere von Mario Götze einem tristen Ende entgegen. Der einstige Himmelsstürmer des deutschen Fußballs kam für einen dreiminütigen Kurzeinsatz gegen Schalke von der Bank.

Teilzeitkraft Götze – „Man muss die Wahrheit sagen“

„Wir spielen momentan 3-4-3. Ich habe mit ihm gesprochen. Es ist nicht das ideale System für ihn. Man muss die Wahrheit sagen“, macht Favre dem 27-Jährigen wenig Mut auf Besserung. Zwar versichert der Chefcoach, ob der vielen Spiele in enger Taktung bis Saisonende komme es auf jeden Profi an. Doch eine große Rolle spielt Götze unter ihm nicht mehr. Deutlich wurde dies schon vor Spielbeginn gegen Schalke. Der 17-jährige Gio Reyna sollte in der Startelf stehen, nach dessen Verletzung im Aufwärmprogramm ging der Platz an Thorgan Hazard. In der Hackordnung steht Götze ziemlich weit unten.