Super League | Klubs knickten nach Bann-Androhungen der FA ein

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News | Mittlerweile habe sämtliche englische Vereine ihren Rückzug von der Super League offiziell bekanntgegeben. Es ist das Resultat der harten Linie, die der englische Fußballverband FA gefahren hatte.

FA drohte: Wenn Super League, dann Ausschluss aus nationalem Wettbewerb

Und damit ist die Super League – zumindest für die englischen Klubs – bereits wieder Geschichte. Nach immensem Protest von Trainern, Spielern und Fans haben sich die „Big Six“ gegen eine Teilnahme an dem neuen Wettbewerb entschieden. Vor allem aber die deutliche Gegenreaktion des englischen Fußballverbandes FA wird die Vereine zu einem Umdenken motiviert haben. Aus einem Bericht des Guardian geht hervor, wie deutlich die FA gegen die Super-League-Klubs vorgegangen wäre.

Der Vorstandsvorsitzende der FA, Mark Bullingham, hatte bereits am Dienstag gewarnt, dass jeder beteiligte Verein aus der Premier League und allen nationalen Wettbewerben verbannt werden würde. Keine leere Drohung, wie nun klar ist. Demnach hatte Bullingham bereits das Versprechen der britischen Regierung, ihn auf diesem Weg zu unterstützen. Die FA ist befugt, den Vereinen Lizenzen zu erteilen – oder auch nicht. Bullingham hatte ein Telefonat mit Premierminister Boris Johnson geführt, der ihm versicherte, dass die Regierung sie unterstützen würde, falls es zu Problemen mit dem Wettbewerbsrecht kommen sollte. Vereinfacht ausgedrückt: Die Regierung hätte neue Gesetze einführt, falls nötig.

Darüber hinaus hätte die FA veranlasst, dass Super-League-Klubs keine Spieler mehr aus dem Ausland hätten verpflichten dürfen. Diesen Profis wäre keine Arbeitserlaubnis erteilt worden. Gestützt wurden diese Drohungen von den 14 anderen Klubs der Premier League, die sich deutlich gegen die Super-League-Pläne stemmen. Der Unmut basiert auf der Tatsache, dass sich die Führungskräfte der 14 Klubs in letzter Zeit Besprechungsräume mit ihren Pendants bei den großen Sechs geteilt haben. Und doch haben die Sechs die ganze Zeit über offensichtlich geplant, sich abzuspalten. Die 14 sind nun entschlossen, einen Mechanismus einzurichten, damit sich ein solches Verhalten nicht wiederholen kann.

Foto: xYuixMokx/IMAGO