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Annika Becker·28. August 2021

So lief die Vorbereitung von Wolfsburg, Essen, Köln und Leverkusen

Artikelbild:So lief die Vorbereitung von Wolfsburg, Essen, Köln und Leverkusen

Am 27. August startet die Flyeralarm Frauen-Bundesliga in ihre 32. Saison. In unserer Saisonvorschau erfährst du, wie die Vorbereitung der Klubs lief und mit welchen Zielen diese in die neue Saison gehen. Heute der dritte Teil mit: Köln, Essen, Leverkusen und Wolfsburg.



1. FC Köln

Braucht der 1. FC Köln nach dem vierten Aufstieg in die erste Liga wieder den Fahrstuhl? Die letzten Male ging es jeweils nach nur einer Saison direkt wieder runter. Damit es dieses Mal anders wird, gab es ambitionierte und größtenteils Bundesliga-erfahrene Transfers. So kamen von der SGS Essen Ioannidu und Wilde, Moorees vom SC Sand oder Beuschlein aus Hoffenheim.

Das Team von Trainer Sascha Glass erledigte seine Aufgabe im DFB-Pokal im ersten Pflichtspiel der Saison souverän und gewann gegen die TSG Lütter mit 0:7. Auch der Verlauf der Vorbereitung sollte Fans Anlass zur Hoffnung geben, gegen die niederländischen Meisterinnen von Twente Enschede erreichte der FC immerhin ein 3:3.

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Der Saisonauftakt hat es aber in sich, denn es gibt gleich ein Derby gegen Essen und danach schwere Spiele gegen Hoffenheim, Frankfurt, Bayern und Wolfsburg.


SGS Essen

Schon letzten Sommer musste die SGS reihenweise Spielerinnen ziehen lassen, allen voran Lena Oberdorf. Auch in diesem Jahr gilt es für die Essenerinnen acht Abgänge zu kompensieren. Dazu kommt das vorzeitige Karriereende von Torfrau Klostermann (22) aufgrund eines anhaltenden Kreuzbandrisses.

Aufseiten der Zugänge stehen auch in diesem Jahr neben Berentzen, Endemann (beide SV Meppen) und Debitzki (MSV Duisburg) vor allem Spielerinnen aus verschiedenen Juniorinnenteams, die erst langsam an die Liga herangeführt werden müssen. Die eigentlichen Neuzugänge sind daher die noch immer sehr jungen Transfers vergangener Sommer, die nun mehr Verantwortung übernehmen müssen, zum Beispiel in Person von Estelle Laurier.

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So oder so stellt Essen mit einem Altersdurchschnitt von nur 20,9 (!) das mit Abstand jüngste Team der Liga. Schon letztes Jahr machte sich der Substanzverlust im Kader bemerkbar, dieses Mal dürfte es für Trainer Högner und sein Team in erster Linie gegen den Abstieg gehen.


Bayer 04 Leverkusen

Die Leverkusenerinnen haben sich erfolgreich im Mittelfeld der Liga etabliert und schielen gemeinsam mit der direkten Konkurrenz aus Frankfurt und Potsdam vorsichtig in Richtung der Champions League Plätze.

Dafür wird es schmerzen, dass Henrietta Csiszár nicht gehalten werden konnte. Ersatz kommt in Person von Amira Arfaoui, die mit dazu beigetragen hat, dass Servette FC Chênois europäisch vertreten ist. Fürs Tor kam Friederike Abt aus Wolfsburg, Irina Pando soll den Sturm verstärken.

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Die ganze Liga ist sehr ausgeglichen, das macht den Wettbewerb so spannend! Das macht es aber auch schwierig das Abschneiden einiger Verfolgerteams einzuschätzen. Gut möglich, dass Leverkusen sich am Ende wieder mit Platz fünf begnügen muss.


VfL Wolfsburg

Mit Tommy Stroot ein neuer Trainer, dazu ein neu formiertes Team: Beim VfL gab es diesen Sommer einen Umbruch. Neu mit dabei sind die beiden niederländischen Nationalspielerinnen Roord und Smits. Zu ihnen gesellen sich u.a. Tabea Waßmuth, Lena Lattwein, Turid Knaak und – nach Almuth Schults Verletzung – Torhüterin Weiß. Wolfsburg wird diese Zugänge brauchen, denn mit Engen und Rolfö wechselten zwei wichtige Spielerinnen zu den Champions League Siegerinnen aus Barcelona.

In der Vorbereitung zeigten sich die Wölfinnen spielfreudig, so wurde beispielsweise der letzte Test gegen Leverkusen mit 5:1 gewonnen. Stroot legte den Fokus im Trainingslager auf Spielkontrolle – etwas, das dem VfL in der vergangenen Saison gegen Gegnerinnen auf Augenhöhe mitunter schwerfiel – und war mit den ersten Ergebnissen zufrieden.

Der Titelkampf jedenfalls dürfte auch dieses Jahr wieder eng werden, die Konkurrenz aus München hatte ein starkes Transferfenster. Die Frage wird sein, wie schnell die neuen Teile im Wolfsburger Puzzle ineinandergreifen.