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#SGEDSC – So wird das nichts. Gar nichts.

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Zweites Heimspiel 2022. Zweite Niederlage 2022. Und so unfassbar unnötig. Nach der ungeschickten Niederlage in letzter Minute zum Auftakt gegen den BVB, dem vollkommen überflüssigen Punktverlust gegen die biederen Augsburger, nun also diese peinliche Pleite gegen elf Bielefelder, deren einziges Ziel der Klassenerhalt ist. Und die SGE will nach Europa? So nicht. So ganz sicher nicht. In der derzeitigen Form könnten die Akteure mit dem Adler auf der Brust froh sein, wenn sie diese Saison sichert zwischen Platz 10 und 14 beenden würden. Stand heute.

Und wenn man dann einen mehr oder minder gezielten Blick auf die statistischen Werte wirft, hat man leider ein deutliches Déjà-vu zum Spiel gegen den FC Augsburg. Die spielerischen Werte wie Ballbesitz (65% zu 35%), Pässe (634 zu 290), Passquote (81% zu 63%) und Torschüsse (17 zu 8) hat die SGE für sich entschieden. So lange man aber bei der Laufleistung deutlich (128 zu 122 km), bei den Zweikämpfen marginal (114 zu 111) und bei den Sprints wieder deutlich (243 zu 221) unterlegen ist, wird man auch gegen Bielefeld kein Spiel gewinnen.

Für mich wirkt das ganze derzeit, als ob die Mannschaft glaubt, alles spielerisch lösen zu können und dabei die Grundtugenden eines Fußballspiels vernachlässigt. Klar, wenn alleine Jesper Lindström seine drei, vier Großchancen in den letzten beiden Spielen gemacht hätte, wir würden nicht über so etwas reden. Hat er aber leider nicht und daher müssen wir eben über die Grundlagen reden.

Über Grundlagen wie das Abwehrverhalten, und hier leider exemplarisch über Martin Hinteregger. Er wirkte bei beiden Gegentoren, als sei seine Funktion der gepflegte Begleitschutz. Ich habe mich kolossal darüber geärgert, dass er offensichtlich – aus welchen Gründen auch immer – vollkommen neben den Schuhen steht und Oliver Glasner ihn trotzdem in die Startelf beordert hatte. In seiner derzeitigen Form ist er für jede Mannschaft im Abwehrzentrum eine Gefahr.

Aber Hinteregger hat dieses Spiel natürlich nicht alleine verloren. Sei es Timmy Chandler, der (dieses Mal) auf rechts zeigen durfte, warum er maximal ein Ergänzungsspieler ist, sei es Filip Kostic, der nach seiner Erkrankung wohl noch nicht wieder bei 100% war und außerdem auf eine richtig gute rechte Seite der Bielefelder traf, sei es Kamada, der sich zwar bemühte, aber doch auch eher glücklos agierte.

Um es nochmal auf den Punkt zu bringen, so langt es hinten und vorne nicht. So steht dann eben statt gut möglicher sieben bis neun Punkte nur ein Punkt auf der Habenseite 2022 und Besserung ist ehrlich gesagt derzeit nur am Horizont zu erahnen. Man muss halt hoffe, dass Oliver Glasner die nahezu zwei Wochen bis zum Spiel gegen den VfB Stuttgart nutzt, um einen Neustart zu initiieren. Damit dann aus den nächsten vier Spielen im Februar eine möglichst optimale Ausbeute gezogen werden kann.

Titelbild: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

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