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·30. August 2025

Sechs Tore in Karlsruhe: Bayern-Frauen holen erneut Supercup

Artikelbild: Sechs Tore in Karlsruhe: Bayern-Frauen holen erneut Supercup

Der erste Titel des Jahres im deutschen Frauenfußball geht an den FC Bayern München. Die Meisterinnen und Pokalsiegerinnen besiegten im Google Pixel Supercup der Frauen in Karlsruhe in einer Neuauflage der vergangenen Spielzeit den Vizemeister VfL Wolfsburg mit 4:2 (2:0). Bereits in der ersten Auflage nach Wiedereinführung des Wettbewerbs hatten sich die Bayern in Dresden gegen Wolfsburg durchgesetzt (1:0).

Am Wochenende vor dem Saisonstart in der auf 14 Teams aufgestockten Google Pixel Frauen-Bundesliga legten Magdalena Eriksson (18.) und Jovana Damnjanovic (25.) schon im ersten Durchgang den Grundstein für den erneuten Gewinn der noch recht jungen Trophäe. Wolfsburg gelang durch Vivien Endemann in der zweiten Halbzeit zwischenzeitlich der Anschlusstreffer (57.), doch Lea Schüller (72.) und Georgia Stanway per Foulelfmeter (78.) sorgten für klare Verhältnisse. Den Schlusspunkt setzte aber Janina Minge für den VfL - wieder per Foulelfmeter (88.). Wolfsburgs Justine Kielland sah zudem die Gelb-Rote Karte (76.).


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Eriksson und Damnjanovic jubeln

Schon in den ersten Minuten wurde deutlich, wie sehr beide Mannschaften auf den Pflichtspielstart hingefiebert haben mussten. Denn beide Teams begannen temporeich mit intensiven Laufduellen und rassigen Zweikämpfen. Gute Torgelegenheiten ließen vor 16.933 Zuschauenden in Karlsruhe aber bis zur neunten Minute auf sich warten. Erst scheiterte Münchens Europameisterin Georgia Stanway aus kurzer Distanz an der herauseilenden VfL-Torhüterin Stina Johannes, im direkten Gegenzug war ein Schuss von Lena Lattwein von der Strafraumgrenze nur eine mittelschwere Prüfung für Bayerns Torfrau Ena Mahmutovic (10.).

Die Doublegewinnerinnen aus Süddeutschland erspielten sich nach etwa 15 Minuten ein spielerisches Übergewicht - und das spiegelte sich nach einem platzierten Schuss von Abwehrspielerin Eriksson aus 18 Metern dann auch schnell im Spielstand wider (18.). Per Freistoß durch Carolin Simon, deren strammen Versuch Johannes nach vorne abprallen ließ, wären die Münchnerinnen nur fünf Minuten später beinahe zum erneuten Torerfolg gekommen (23.). Dies holte Damnjanovic nach einer sehenswerten Einzelaktion mit einem Dribbling über den halben Platz und einem Abschluss auf den kurzen Pfosten fast postwendend nach (25.).

Die Wolfsburgerinnen, in der Vorsaison erstmals seit 13 Jahren ohne Titel geblieben, kamen nur noch selten gefällig aus der eigenen Hälfte, aber wenn doch, dann wurde es richtig gefährlich: Nach einer starken Flanke von Ella Peddemors köpfte die 1,62 Meter kleine Angreiferin Lineth Beerensteyn den Ball aus etwa sieben Metern an die Latte (35.). Erst in Richtung Halbzeitpause wurden die "Wölfinnen" wieder etwas stärker, München hatte die Partie aber weitestgehend unter Kontrolle.

Endemann macht es spannend - aber nur kurz

Dies änderte sich auch nach dem Tausch der Seiten nicht. Wolfsburg kam dennoch immer wieder vor das Bayern-Tor. Nach einer missglückten Klärungsaktion von Eriksson, die für Gefahr vor ihrem eigenen Tor sorgte (56.), bekamen die Münchnerinnen nach der darauffolgenden Ecke den Ball nicht geklärt. Endemann nutzte die Konfusion für den Anschlusstreffer (57.).

Vom Karlsruher Publikum lautstark begleitet feierte Lena Oberdorf in der 62. Minute nach ihrer Kreuzbandverletzung nach über einem Jahr Pause ihr Pflichtspielcomeback und ihren ersten Einsatz für die Bayern. Beim dritten Münchner Treffer waren aber andere Spielerinnen beteiligt: Nach einer schnellen Balleroberung tief in der Wolfsburger Hälfte bediente Stanway dann Lea Schüller, die den Ball sehenswert mit dem Rücken zum Tor per Direktabnahme im Torknick unterbrachte (72.).

Foulelfmeter auf beiden Seiten

Nur vier Minuten später zeigte Referee Dr. Riem Hussein, die vor dem Spiel zum fünften Mal als Schiedsrichterin des Jahres ausgezeichnet worden war, wegen Haltens im Strafraum der Münchnerinnen noch auf den Punkt. Justine Kielland handelte sich binnen weniger Minuten nach ihrer Einwechslung ihre zweite Gelbe Karte ein und musste mit Gelb-Rot vorzeitig wieder vom Platz (76.). Nach kurzem Videocheck verwandelte Georgia Stanway sicher zum 4:1 (78.).

Auch Wolfsburg bekam noch einen Elfmeter nach einem Foulspiel von Oberdorf an Beerensteyn (86.). Der folgende Treffer von Janina Minge hatte aber keinen größeren Einfluss auf das Spiel mehr (88.).

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