Salcedo vor Wechsel in die Heimat: Das spricht dafür | OneFootball

Salcedo vor Wechsel in die Heimat: Das spricht dafür

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Carlos Salcedo wird Eintracht Frankfurt offenbar verlassen und in seine Heimat wechseln. Es gibt Gründe, die für diesen Abgang sprechen.

Carlos Salcedo hat laut diverser mexikanischer Medien und ESPN einem Wechsel zu seinem früheren Jugendklub Tigres zugestimmt. Die mexikanische Liga MX startete kurz nach dem Jahreswechsel in die neue Saison, Erstligist Tigres belegt nach zwei Spieltagen mit vier Zählern den fünften Rang. Wie das Portal cancha.com berichtet, soll der Innenverteidiger einem Vier-Jahres-Vertrag bereits zugestimmt haben. Neben Tigres soll allerdings noch ein anderer Klub, möglicherweise Deportivo Guadalajara, Interesse signalisieren. Summen werden noch nicht genannt, doch der vergangenen Sommer für rund fünf Millionen Euro von Eintracht Frankfurt fest verpflichtete und mit einem Vertrag bis 2022 ausgestattete Nationalspieler wird kein Schnäppchen und sollte mindestens die gezahlte Ablöse wieder einbringen.

Abgang tatsächlich ein Thema in Frankfurt

Salcedo äußerte sich zuletzt gegenüber der spanischen Zeitung Marca: „Dieses Spekulationen erscheinen immer, wenn ein Markt öffnet. Wir kennen das. Mein Berater ist dafür verantwortlich. Ich versuche immer, mich auf den Sport zu konzentrieren und alles auf dem Feld zu geben. Aber es ist wahr, dass es ein Interesse von mehreren Teams aus Mexiko gab.“ Nach Informationen von fussball.news ist an den Gerüchten um einen Abgang von Salcedo, der sich bereits in Mexiko aufhalten soll, etwas dran. Der Innenverteidiger kämpfte in dieser Saison nicht nur mit Verletzungspech, sondern auch mit privaten Verpflichtungen. Im Sommer verließ der Abwehrmann das Trainingslager in Südtirol kurz nach der Ankunft, im November folgte der zweite Termin vor der 3. Kammer des Familiengerichts im Ballungsraum von Guadalajara. Wie Bild berichtete, ging es um den Streit mit Ex-Freundin Ivanna Siguenzia Minoux, die ihn auf Unterhalt ihrer Tochter Ivanka verklagte.

Viele private Termine in der Heimat

Laut mexikanischer Medien hatte der Richter nach zweifachem positiven Vaterschafts-Test jetzt entschieden, dass Salcedo in den nächsten drei Jahren zahlen muss und dass die Kleine seinen Nachnamen tragen darf. Der Nationalspieler akzeptierte das Urteil. Ob er deshalb auch im Wintertrainingslager in den USA drei Tage verspätet aufgetaucht ist, bleibt bislang im Unklaren. Der Mittelamerikaner selbst wollte sich in einer Presserunde dazu nicht äußern.

Sportlich verkraftbar für die Eintracht

Offenbar kann sich Salcedo aktuell nicht wie selbst – und vom Verein – erhofft, auf den Sport konzentrieren. Der 25-Jährige kam zwar nach seinem am zweiten Spieltag gegen Werder Bremen (1:2) erlittenem Syndesmosebandriss wieder auf die Beine und wirkte überraschend noch in vier Partien vor der Winterpause mit. Dennoch wäre sein Abgang kompensierbar, mit Makoto Hasebe, David Abraham, Evan N’Dicka, Simon Falette, Marco Russ und – sollte er bleiben – Noel Knothe stünden mindestens fünf weitere Innenverteidiger zur Verfügung.

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