Roundup: FCN verspielt nächste Führung, Jahn springt auf Platz drei

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Zum Auftakt in den fünften Spieltag der zweiten Bundesliga hat Jahn Regensburg gegen Eintracht Braunschweig 3:0 gewonnen. Gleichzeitig holte der 1.FC Nürnberg gegen den Karlsruher SC ein 1:1.

Im fränkischen Dauerregen boten sich beide Teams zur ersten Halbzeit ein weitgehend ausgeglichenes Spiel ohne große Höhepunkte. Einer ersten Annäherung von Tim Handwerker (5.) folgte viel Leerlauf, ehe ein Zufallsprodukt den Führungstreffer ergab. Felix Lohkemper nahm sich aus rund 25 Metern Distanz ein Herz, sein Schuss wirkte jedoch nicht eben brandgefährlich Allerdings hielt Christoph Kobald sein Bein rein und fälschte das Kunstleder über Torhüter Marius Gersbeck hinweg in den eigenen Kasten ab (15.). Club-Fans wissen, dass eigene Führungen schon seit Monaten sehr gefährlich sind, doch der KSC verpasste es, die FCN-Defensive einem neuerlichen Stresstest zu unterziehen, ehe die Spieler für 15 Minuten ins Trockene durften.

Zu Wiederbeginn der Partie wechselte Christian Eichner beim KSC Marvin Wanitzek ein und sollte mit dieser Maßnahme goldrichtig liegen. Der Joker köpfte eine Flanke von Marco Thiede ein, bei der sich die Nürnberger Defensivabteilung wohl zu sehr auf Torjäger Philipp Hofmann konzentrierte und den Torschützen so komplett aus den Augen verlor (53.). Karlsruhe gab der Ausgleich Oberwasser, die Badener setzten sich nun streckenweise vorne fest. Nürnberg gelang hingegen weiter wenig, auch ein Dreifach-Wechsel von Robert Klauß entlockte dem Team kaum mehr Esprit. Hilfestellung gab es vom KSC in Person von Dominik Kother, der binnen fünf Minuten für zwei Foulspiele Gelbe Karten sah und so vorzeitig duschen ging (75.). Sogleich kam der FCN über Fabian Schleusener zu seiner ersten Großchance des gesamten Spiels, der eingewechselte Angreifer scheiterte jedoch an Gersbeck (77.). In der Schlussphase kam der KSC durch einen Kopfball von Jerome Gondorf bei einem Entlastungsangriff einem zweiten Treffer näher, als es dem FCN in dieser Zeit gelang (87.). In der Nachspielzeit ließ dann Nikola Dovedan völlig frei eine Kopfballchance aus und besiegelte so den nächsten Punktverlust des 1.FC Nürnberg nach eigener Führung.

Jahn springt auf drei

In Regensburg zeigten sich derweil die Hausherren wie schon in der Vorwoche zu Spielbeginn hellwach. Diesmal dauerte es zwar nicht nur 24 Sekunden, aber auch nur fünf Minuten zur Führung. Albion Vrenezi zog von rechts nach innen, Gegenspieler Nico Klaß rutschte dabei weg. Der Regensburger hatte so Zeit und Raum, den Ball auf seinen rechten Fuß zu legen und ebenso überlegt wie kraftvoll abzuschließen. Der Aufsteiger aus Braunschweig schüttelte sich und kam über Yassin Ben-Balla zur Ausgleichschance, er jedoch fand im starken Alexander Meyer seinen Meister (23.). Der SSV Jahn übte ansonsten weitgehend Kontrolle aus und ging vor der Pause auch numerisch in Führung: Klaß machte seinem Ruf als Unglücksrabe des Abends alle Ehre, in dem er die Gelb-Rote Karte sah. Zunächst hatte er nach zehn Minuten eine ziemlich plumpe Grätsche ausgepackt, die zweite Verwarnung entsprang eher einer ungelenken Defensivaktion (40.). 

Selbst der Himmel weinte über die Unterzahl der Eintracht, jedenfalls begann es auch in Regensburg im zweiten Durchgang heftig zu regnen. Die Gäste kamen dennoch mit Verve aus der Kabine, zerschellten jedoch mit ihren Angriffen immer wieder an Regensburg. Beinahe folgerichtig, dass die Hausherren selbst zuschlagen konnten. Vrenezi steckte im Strafraum sehenswert zu Max Besuschkow durch, der aus der Drehung problemlos vollendete (62.). Jeglicher Widerstand von Braunschweig schien nun gebrochen, der Jahn hatte dadurch die Möglichkeit, an seinem Torverhältnis zu arbeiten. So schnürte Vrenezi seinen Doppelpack: Nachdem er sich im Zweikampf gegen Robin Ziegele durchgesetzt hatte, blieb der beste Mann auf dem Platz vor Jasmin Fejzic cool (79.). Dabei ließ es Jahn Regensburg belassen, durch den verdienten 3:0-Sieg klettert das Team wenigstens für eine Nacht auf den Relegationsplatz.