Reus hadert mit Abgängen: "Würden einiges rasieren in Europa" | OneFootball

Reus hadert mit Abgängen: "Würden einiges rasieren in Europa"

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Marco Reus ist bei Borussia Dortmund der mit Abstand dienstälteste Profi, Spielführer und so etwas wie die große Konstante der letzten Jahre. Der 33-Jährige hat seit 2012 große Erfolge und sehr schmerzhafte Momente miterlebt. Und einige ganz große Namen kommen und gehen sehen. Bisweilen hadert der Nationalspieler damit, dass die Nebenleute Dortmund als Durchgangsstation sehen.

"Es ist immer brutal schade zu sehen, dass wir unheimlich gute junge Spieler verpflichten, die dann aber leider den Traum haben, sich nach zwei oder drei Jahren nochmal woanders weiterzuentwickeln", erklärt Reus im OMR Podcast. Wann immer in Dortmund das Gefühl entstanden ist, dass eine Mannschaft aufgebaut werden könnte, haben in den vergangenen Jahren Abschiede dieser Idee einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ousmane Dembele, Christian Pulisic, Jadon Sancho oder Erling Haaland sind da nur einige Beispiele. "Wenn wir die Spieler, die wir hatten, behalten hätten, würden wir einiges rasieren in Europa", steht für Reus fest.

Absolute Dominanz der Bayern

Tatsächlich ist der Rückstand des BVB auf die absolute Elite des Kontinents aber immer weiter angewachsen, weil die finanzielle Schere immer weiter aufgeht. Und so muss sich Dortmund vor allem auf nationale Erfolge konzentrieren. Dumm nur, dass mit dem FC Bayern ein schier übermächtiger Gegner im Weg steht. Die absolute Dominanz des Rekordmeisters verleitet immer wieder zu Gedankenspielen, wie mehr Spannung an der Bundesliga-Spitze herzustellen sei. Playoffs hält Reus nicht für ein geeignetes Mittel.

Kein Fan von Playoffs

"Ich bin eigentlich Fan davon, dass es so bleiben soll, wie es ist. Wenn die Mannschaft nach 34 Spieltagen oben steht, hat sie es auch verdient, Meister zu werden", sagt Reus. Grundsätzlich sei dem BVB-Kapitän wichtig, dass etwaige Änderungen auch mit denjenigen besprochen werden, die es am Ende auf den Spielfeldern der Republik in die Tat umsetzen müssen. "Man sollte Spieler und Vereine mit einbeziehen in die Entscheidungen", steht für den Routinier fest.

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