Reif bremst nach BVB-Gala: "Hinreißend, aber nix neues"

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Borussia Dortmund hat nach einer furiosen zweiten Halbzeit am Samstagabend bei Hertha BSC gewonnen und so die Patzer der Konkurrenz genutzt. Durch die Vier-Tore-Show von Erling Haaland rückte der BVB bis auf einen Zähler an den FC Bayern heran und an RB Leipzig vorbei. Marcel Reif traut dem Braten allerdings noch nicht.

"Das war hinreißend, aber nix neues", so die Reporter-Legende im Sport1-'Doppelpass'. "Wenn sie gut spielen und es gut läuft, spielen sie den sexiesten Fußball in der Liga. Aber es gibt zuweilen auch Gegner, die es anders beantworten. Da müssen sie mir erstmal zeigen, dass sie das auch hinkriegen", sagt Reif. Es gebe wenig Schöneres, als dem BVB gegen Gegner wie Hertha zuzuschauen. Doch in den richtig wichtigen Spielen sei die Mannschaft von Lucien Favre bisweilen noch nicht weit genug.

"Wenn die fünf, sechs Jahre zusammen blieben ..."

"Da sind die Bayern den entscheidenden Schritt besser. Wenn wir uns das 3:2 anschauen, da haben die jungen Spieler vom BVB auch ein bisschen gestaunt", erklärt Reif. Vor der Länderspielpause hatte Dortmund trotz guter Leistung einmal mehr gegen den Branchenprimus den Kürzeren gezogen. Reif glaubt nicht daran, dass sich der Status Quo schnell ändern lässt. "Wenn die fünf, sechs Jahre zusammen blieben, würde ich sagen, 'da reift was ran, da werden wir es in vier, fünf Jahren mal sehen'."

"Haaland wird gehen"

Jedoch hält der TV-Experte ein solches Szenario für den BVB nicht für darstellbar. "Sie wissen, das Modell ist alternativlos. Haaland wird gehen, Jadon Sancho wird hoffentlich nicht schon im Winter gehen." Auch bei Gio Reyna, der gerade erst bis 2025 verlängert hat, sei geradezu naiv, deshalb von einem so langen Verbleib auszugehen. Auf den Punkt bringt es in der Talkrunde Mario Basler. "Die Mannschaft wird keine fünf, sechs Jahre zusammenspielen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche."