Ranking: Die Start-Bilanz der neuen Trainer in den Top-Ligen

Logo: fussball.news

fussball.news

Vor dem Start der neuen Bundesliga-Saison schrieben die zahlreichen Trainerwechsel gerade unter den Top-Klubs die größten Schlagzeilen. Gleich sieben der Mannschaften aus der oberen Hälfte der letztjährigen Abschlusstabelle in Deutschland haben einen neuen Übungsleiter.

Damit bewegt sich die Bundesliga durchaus in einem Trend, der auch anderswo zu beobachten ist. In den vier größten Ligen Europas, also inklusive der Premier League, LaLiga und Serie A, hat mehr als jeder dritte Verein einen Wechsel auf der Trainerbank vollzogen. 28 neue Übungsleiter haben in den vier Ligen die Spielzeit mit großen Erwartungen begonnen. Den ersten hat es nun bereits 'dahingerafft': Eusebio Di Francesco musste bei Hellas Verona bereits nach drei Spieltagen (und drei Niederlagen) seinen Hut nehmen.

Mit Mourinho: Drei Trainer schaffen Maximalausbeute

An vielen Orten herrscht aber auch nach dem Start in die neue Spielzeit noch Zufriedenheit mit der Auswahl des neuen Chefcoachs. Gleich drei Trainer haben dabei sogar alle ihre Ligaspiele mit dem neuen Team gewinnen können: Mark van Bommel mit dem VfL Wolfsburg, Luciano Spalletti mit der SSC Neapel und Jose Mourinho mit der AS Rom. Neben den Rückkehrern Carlo Ancelotti bei Real Madrid und Massimiliano Allegri bei Juventus stellt der Portugiese die wohl klangvollste neue Personalie an der Seitenlinie dar. fussball.news hat untersucht, wie die neuen Besen in den vier größten Ligen Europas kehren und ein Ranking der 28 neuen Coachs erstellt.

Die Fehlstarter

= 27. Eusebio Di Francesco, Hellas Verona, 0 Punkte pro Spiel (PPS), bereits entlassen

27. Michel, FC Getafe, 0 PPS

= 25. Massimiliano Allegri, Juventus, 0,33 PPS

25. Thiago Motta, Spezia Calcio, 0,33 PPS

24. Roberto Moreno, FC Granada, 0,5 PPS

23. Roberto d'Aversa, Sampdoria, 0,67 PPS

= 20. Oliver Glasner, Eintracht Frankfurt, 0,75 PPS

= 20. Bruno Lage, Wolverhampton Wanderers, 0,75 PPS

20. Jesse Marsch, RB Leipzig, 0,75 PPS

Mit Allegri findet sich einer der anerkanntesten Top-Trainer des Kontinents in ungewohnten Gefilden wieder. Juventus hat nach dem Abschied von Cristiano Ronaldo einen enttäuschenden Start in die Serie A hingelegt, könnte vor der Partie am Sonntag gegen die AC Mailand sogar auf einen Abstiegsplatz abrutschen. Die Bundesliga ist durch Glasner und Marsch unter den Fehlstartern vertreten. Die Eintracht und Leipzig haben ihre Qualitäten aber durchaus schon angedeutet.

Rheinische Nachbarn

= 17. Aurelio Andreazzoli, FC Empoli, 1 PPS

= 17. Adi Hütter, Borussia Mönchengladbach, 1 PPS

17. Ivan Juric, FC Turin, 1 PPS

16. Patrick Vieira, Crystal Palace, 1,25 PPS

15. Alessio Dionisi, US Sassuolo, 1,33 PPS 

= 13. Steffen Baumgart, 1.FC Köln, 1,75 PPS

13. Gerardo Seoane, Bayer Leverkusen, 1,75 PPS

Der 1.FC Köln und Bayer Leverkusen sind nicht nur rheinische Nachbarn, sondern haben auch einen ähnlichen Saisonstart in die Bundesliga hingelegt. Mit sieben Punkten sind die Geißböcke mehr als zufrieden, bei der Werkself herrscht sicher noch Hadern über die Pleite gegen Borussia Dortmund vor. Immerhin hat Bayer04 den dritten rheinischen Klub, Borussia Mönchengladbach, für den Augenblick hinter sich gelassen.

Schweres Erbe

= 11. Vincenzo Italiano, AC Florenz, 2 PPS

11. Maurizio Sarri, Lazio, 2 PPS

= 9. Nuno Espirito Santo, Tottenham Hotspur, 2,25 PPS

9. Marco Rose, Borussia Dortmund, 2,25 PPS

8. Simone Inzaghi, Inter Mailand, 2,33 PPS

Inzaghi ist bei Inter auf Antonio Conte gefolgt, der den Klub aufgrund wirtschaftlicher Probleme verlassen hat. Wie selten zuvor hatte Conte eine Meister-Mannschaft als Cheftrainer geprägt, galt neben Romelu Lukaku als ihr größter Star. Ex-Profi Inzaghi hat aber schon seine eigenen Spuren hinterlassen. Beim BVB wurde das Erbe von Edin Terzic zum Saisonende auch immer schwerer, letztlich übernahm Rose einen Champions-League-Teilnehmer und den amtierenden DFB-Pokalsieger. Noch ist nicht alles Gold, was bei den Schwarzgelben so glänzt, nach Terzic ruft aktuell aber niemand.

Die Top-Starter

= 4. Carlo Ancelotti, Real Madrid, 2,5 PPS

= 4. Rafael Benitez, FC Everton, 2,5 PPS

= 4. Pepe Bordalas, FC Valencia, 2,5 PPS

4. Julian Nagelsmann, FC Bayern, 2,5 PPS

= 1.Jose Mourinho, AS Rom, 3 PPS

= 1.Luciano Spalletti, SSC Neapel, 3 PPS

1. Mark van Bommel, VfL Wolfsburg, 3 PPS

Neben den drei erwähnten Trainern mit der Maximalausbeute können auch Ancelotti, Benitez und Nagelsmann mit ihrem Start in die neuen Aufgaben sehr zufrieden sein. Nicht von ungefähr gehört das Trio zu den Coaches, die gemeinhin unter den besten in Europa geführt werden. Bordalas hingegen ist über die Grenzen Spaniens hinaus eher unbekannt, schickt sich aber an, den einst so stolzen FC Valencia nach zwei enttäuschenden Spielzeiten wieder zu einer Größe zu entwickeln. 

Impressum des Publishers ansehen