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Premier League | Mehrheit von Championship-Vereinen für geplante Reform

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News | Die angestrengte Premier-League-Reform soll auch bei den Klubs aus der Championship und aus den niederen Ligen entsprechend Zulauf finden – aus den richtigen Gründen?

Premier-League-Reform würde finanzielle Soforthilfe für Championship und weitere Ligen garantieren

Wie die Journalisten Paul MacInnes und Ben Fisher für den “Guardian” berichten, findet der Vorschlag zur Premier-League-Reform (“Project Big Picture”) bei den Vereinen der Championship Anklang. Zwar bestünden durchaus Zweifel, da sich durch eine solche Maßnahme die Machtverhältnisse noch mehr zugunsten der Topvereine ausweiten würden. Für die großflächige Reform der Premier League wurden laut dem Telegraph einige Vorschläge ausgearbeitet, um die finanziellen Strukturen des englischen Fußballs zu überarbeiten (alle Punkte des Manifests im verlinkten Artikel zu finden).

Die Vereine außerhalb der Premier League scheinen in dieser Hinblick vor allem durch die finanziellen Zuschüsse angetan zu sein. Durch die Auswirkungen der Corona-Krise haben gerade die Klubs aus den unteren Ligen zu leiden. Vor allem das aktuelle Zuschauerverbot belastet die Kassen dieser Vereine sehr. Bei der Reform ist ein finanzielles Paket von mehreren hundert Millionen Euro für die betroffenen Vereine aus der Championship sowie der Football League One und Two vorgesehen. Daneben würden sich Zuschüsse aus den ausgeschütteten TV-Gelder signifikant erhöhen. Zudem bestünde bei den involvierten Vereinen die Annahme, dass die finanzielle Lücke zwischen der Championship und der Football League One dadurch verkleinert werden könnte.

Die finanzielle Komponente hat angesichts dieses schwierigen Geschäftsjahres sicherlich ihren Reiz. Allerdings könnte der ausschließliche Blick darauf die langfristigen Auswirkungen dieser Reform durchaus vernebeln. Ganz treffend passen dazu die zitierten Aussagen von Peter Risdale (68), strategischer Berater von Preston North End. Er traue den Topvereinen der Premier League eigentlich nicht, aber man müsse nun über dieses Angebot nachdenken, dass vor kurzem “noch gar nicht auf dem Tisch war.”

(Photo by Catherine Ivill/Getty Images)