PK mit Klopp: Lob für Burnley, Kritik am VAR

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Liverpool-Trainer Jürgen Klopp sprach in der Pressekonferenz vor dem morgigen Spiel gegen Burnley über Sean Dyche und fragwürdige VAR-Entscheidungen.

Am Samstagnachmittag empfängt Premier League-Champion Liverpool den Burnley FC an der Anfield Road. Der Underdog aus Lancashire hat sich schon seit Längerem vor dem Abstieg gerettet und könnte mit einem guten Schlussspurt sich noch Hoffnungen auf einen Europa League-Startplatz machen.

Jürgen Klopp freut sich sehr auf das Wiedersehen mit seinem Trainerkollegen Sean Dyche, für welchen er großen Respekt übrig hat. „Burnley war bisher außergewöhnlich“, lobte Klopp den Gegner.  „Sie haben auch einige Vertragsprobleme, weswegen sie einen kleinen Kader haben und dazu spielen sie noch alle drei Tage. Ich habe so viel Respekt vor den Ergebnissen, die sie erzielt haben. Wir spielen gegen eine Mannschaft mit einer brillanten Einstellung, guten Verteidigung und die um die zweiten Bälle kämpft.“

„Sie werden wie ein Sean Dyche-Team kämpfen und wir müssen darauf vorbereitet sein. Ich bin in dieses Land gekommen und dann gehst du an einen Ort wie Burnley und sehe, sie kämpfen um alles, was sie haben. Es ist emotional an der Seitenlinie. Wir haben keine besondere Beziehung zueinander, da wir uns nur ein paar Mal treffen. Je mehr ich von dieser Liga lerne, desto mehr respektiere ich, was er macht. Mit den Verletzungen und Rückschlägen ist es schwierig und Dyche macht einen unglaublichen Job. Er scheint ein guter Kerl zu sein.“

Klopp teilt VAR-Frust der Trainerkollegen

Während es auf der einen Seite Lob für Sean Dyche und den Burnley FC gab, kritisierte Jürgen Klopp die Rolle des Video Assistant Referees in den vergangenen Spieltagen. Neuester Zwischenfall war ein zu Unrecht gegebener Elfmeter für Manchester United am Donnerstagabend gegen Aston Villa. Der VAR intervenierte nach der klaren Fehlentscheidung des Schiedsrichters Jonathan Moss nicht. Auch in den anderen beiden Donnerstagspartien gab es klare Fehlentscheidungen seitens des Schiedsrichterteams.

„Vor einer Woche sagte Jose Mourinho nach dem Spiel, dass die Entscheidung von einem Mann in einem Studio getroffen wurde. Jetzt haben wir ein Match, in dem drei Entscheidungen hätten anders sein müssen. Ich kann verstehen, dass Dean Smith sich schwer damit tut, [den Elfmeter] zu akzeptieren. Es sollte einfach die richtige Entscheidung getroffen werden“, sagte Klopp zu dem Zwischenfall.

Ich dachte, es waren alles offensichtliche Fehler, aber man muss die Schiedsrichter fragen, warum sie immer noch an ihren Entscheidungen aus dem Spiel festhalten. Es ist offensichtlich schwierig, aber es war letzte Nacht nicht zu schwierig und immer noch nicht richtig. Das ist nicht gut.“

Anschließend verwies Klopp auf einige Fehlentscheidungen beim 2:0-Sieg im letzten Heimspiel gegen Aston Villa, wo ein Elfmeter für Liverpool nicht gegeben wurde. „Wir hatten Situationen im Villa-Spiel, klare Elfmeter, aber niemand spricht darüber“, sagte Klopp. „Es sind nicht um uns, sondern um die allgemeine Entscheidung, und ich denke, wenn drei Leute sich die Situation ansehen, sollten sie am Ende die richtige Entscheidung finden.“

Klopp: Keine Spannungen zwischen Mané und Salah

Klopp wurde ebenfalls auf den Zwischenfall zwischen den Stürmern Sadio Mané und Mohamed Salah aus dem Hinspiel angesprochen. Beim 3:0-Sieg Ende August war der Senegalese nach seiner Auswechslung stinksauer auf seinem Sturmpartner, da dieser ihn in aussichtsreicher Position nicht anspielte. Beide Stürmer kämpfen noch um den Titel des Torschützenkönigs, wobei Mané mit 16 Treffern und Salah mit 19 noch etwas auf Spitzenreiter Jamie Vardy mit 22 Toren aufholen müssen.

Ich bin nicht sicher, ob es ein Wettbewerb untereinander gibt, aber er ist immer gesund“, sagte Klopp zu seinem Angriffsduo. „Wenn du ein Stürmer bist, schießt und kein Tor erzielst, besteht eine 98-prozentige Chance zu passen, was häufig vorkommt. Dann machen die Leute etwas daraus. Die Beziehung zwischen den Beiden war nie schlecht. In meinen 20 Jahren als Trainer hatte ich nie mehr als zwei Gespräche darüber, dass ein Stürmer zu egoistisch ist. Ich habe nie eine Situation erlebt, in der ich dachte, ein Spieler sei zu egoistisch. Es ist alles gut.“

Klopp hofft in den letzten vier Spielen, dass sein Team nicht extra Salah den Ball zuspielt, damit er noch den Goldenen Schuh für den besten Torschützen gewinnen kann. Der Trainer möchte, dass sich jeder am Toreschießen beteiligt:

Ich hoffe, die Jungs passen nicht nur deswegen zu ihm. Ich habe ein paar Wiederholungen gesehen und Bobby war nicht in der besten Position für einen Schuss und Mo war an einem besseren Ort. Ich glaube nicht, dass er es für den Goldenen Schuh getan hat. Diese Einstellung dürfen sie nicht haben. Wir helfen alle mit. Sie alle wollen Tore schießen, und genau diese Einstellung braucht man als Stürmer.“