"Pep will keine Anführer": Guardiola kassiert verbale Abreibung | OneFootball

"Pep will keine Anführer": Guardiola kassiert verbale Abreibung

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Manchester City ist wieder einmal beim Versuch gescheitert, den Titel in der Champions League zu holen. Das Problem der Sky Blues könnte hausgemacht und in Trainer Pep Guardiola begründet sein. Das vermutet zumindest Patrice Evra.

Patrice Evra, langjähriger Linksverteidiger von Manchester United, hat die Arbeitsweise von Pep Guardiola (51) kritisiert. "Manchester City braucht Anführer, aber Guardiola will keine Anführer", sagte der Franzose laut der Sporttageszeitung Marca gegenüber Prime Video.

Manchester City war mit einem 4:3-Sieg im Gepäck zum Halbfinal-Rückspiel der Champions League nach Madrid gereist. Nach dem Führungstor durch Riyad Mahrez in der 73. Spielminute sah alles nach einem Finaleinzug Manchesters aus. Doch zwei späte Jokertore von Rodrygo hievten Real in die Verlängerung, in der Karim Benzema per Elfmetertreffer die Königlichen ins Finale schoss.

Laut Evra bekommt Manchesters Mannschaft Probleme, wenn sie unter Druck gerät. "Guardiola will keine Persönlichkeit. Er ist der Anführer. Deshalb mögen sie es nicht, wenn sie in Schwierigkeiten sind", so der ehemalige französische Nationalspieler. "Sie haben niemanden auf dem Platz, der helfen kann."

Guardiola wartet seit 11 Jahren auf den Champions-League-Titel

Pep Guardiola revolutionierte mit Barcelona zwischen 2008 und 2012 den Fußball. Mit großer Dominanz gewannen die Katalanen unter Guardiolas Anleitung die Champions League-Ausgaben 2009 und 2011. Weder bei Bayern München (2013 bis 2016) noch bei Manchester City (seit 2016) konnte der ehemalige Mittelfeldspieler bisher an diese internationalen Erfolge anknüpfen.

"Er wählt seine Mannschaften so aus, er kann keine Leute mit Persönlichkeit trainieren", wettert Evra gegen den 51 Jahre alten Übungsleiter. "Er hat es bei Barcelona getan, aber er baut seine Mannschaft auf, um alles zu kontrollieren. Er entscheidet immer, wenn etwas schiefläuft."

Gary Lineker widerspricht Evra

Evras Expertenkollege Gary Lineker sieht die Sache anders. "Absoluter Quatsch", twitterte der ehemalige englische Nationalspieler unter Auszüge von Evras Aussagen über Guardiola.

Auch Jürgen Klopp (54) dürfte Evra wohl eher nicht zustimmen. Vor dem Duell zwischen Liverpool und Manchester City im April erklärte der Deutsche: "Pep Guardiola ist der beste Trainer der Welt."

Guardiolas Trophäenschrank ist prall gefüllt

Die nackten Zahlen sprechen ebenfalls für Guardiola. Der zweimalige Welttrainer des Jahres holte mit Barça 14 Titel, Bayern München gewann während Guardiolas dreijähriger Amtszeit drei Meisterschaften, zwei DFB-Pokale, den UEFA-Supercup sowie die Klubweltmeisterschaft. Mit ManCity wurde der Spanier dreimal Meister, viermal Ligapokalsieger, zweimal Superpokalsieger und einmal FA Cup-Gewinner.

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