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·31. August 2025

Opfer des Abwehr-Upgrades – doch Alaba und Asencio dürfen hoffen

Artikelbild:Opfer des Abwehr-Upgrades – doch Alaba und Asencio dürfen hoffen

Asencio und Alaba haben es bei Real Madrid schwer – Foto: Angel Martinez/Getty Images

Real Madrid: Selbst Rüdiger nicht mehr sattelfest

MADRID. 2:1 gegen den RCD Mallorca am 14. Mai, 2:1 gegen den RCD Mallorca am 30. August – vor allem eines war bei Real Madrid mit Blick auf diese beiden Auftritte im Estadio Santiago Bernabéu dann aber doch grundverschieden: die Besetzung der Innenverteidigung. Hatten im vorletzten Heimspiel der Saison 2024/25 noch Raúl Asencio und Jacobo Ramón das Abwehrzentrum gebildet, waren es im zweiten Heimspiel der Saison 2025/26 wiederum der genesene Éder Militão und 60-Millionen-Euro-Neuzugang Dean Huijsen.


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Die beiden defensiven Positionen vor Torwart Thibaut Courtois haben im Sommer ein derartiges Upgrade erhalten, dass diesmal sogar ein einsatzfähiger Antonio Rüdiger auf der Ersatzbank Platz nehmen musste. Der deutsche Nationalspieler hatte sich unter Carlo Ancelotti nach den Kreuzbandrissen von Militão und David Alaba ja noch zum Abwehrchef entwickelt. Jetzt scheint selbst er ernsthaft kämpfen zu müssen und sich einer Startelf-Berufung nicht sicher sein zu können, stünde gerade ein Finale der Champions League bevor.

Von Alaba und Asencio ganz zu schweigen. Aufgefallen sind der 33-jährige Österreicher und der 22-jährige Spanier in der bisherigen Pflichtspiel-Saison nur dann, wenn die Reservisten im Fernsehbild eingeblendet wurden. Von den fitten Feldspielern wurden momentan nur sie sowie Fran García nicht eingesetzt – null Minuten gegen den CA Osasuna, null Minuten gegen Real Oviedo, null Minuten gegen Mallorca.

„Jetzt haben wir Spiele unter der Woche“

Xabi Alonso fühlt mit den betroffenen Akteuren mit. Doch weil bislang nur Aufgaben in LaLiga bewältigt werden mussten und sich die Belastung daher im Rahmen hält, sah sich der Neu-Coach noch nicht zu einer allumfassenden Rotation gezwungen. Nach dem Erfolgserlebnis gegen die Mallorquiner hat er ihnen Hoffnung gemacht und eine Besserung der Situation in Aussicht gestellt.

„Wir beginnen jetzt die nächste Phase, in der wir Spiele unter der Woche haben – praktisch bis Dezember. Das wissen alle, sowohl Fran als auch Raúl als auch David“, so der 43-Jährige, der bis dato nur rechts (mal Trent Alexander-Arnold, mal Daniel Carvajal) und rechts innen (mal Militão, mal Rüdiger) personelle Änderungen vornahm. Hinten links verteidigte dreimal Álvaro Carreras, innen daneben Huijsen.

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Nach den ersten drei Saisonspielen wird der Klubfußball nun erst einmal von den Nationalmannschaften unterbrochen. Wenn es Mitte September in LaLiga weitergeht, rollt der Ball kurz danach auch in der Champions League. Die englischen Wochen ziehen sich, wie von Alonso erwähnt, bis zum Ende des Jahres und noch länger nahezu durch, im Oktober und November lediglich unterbrochen durch weitere Länderspiele.

Alaba und Asencio nur die Optionen vier und fünf

García konnte die Abwesenheit des weiterhin verletzten Ferland Mendy und des damals noch nicht verpflichteten Carreras bei der Klub-Weltmeisterschaft in den USA durchaus nutzen, wird sich vom Start in die neue Spielzeit sicherlich mehr versprochen haben. Alaba und Asencio sind in der Innenverteidigung derweil nur die Optionen vier und fünf, als solche werden ihnen englische Wochen allein für regelmäßige Einsätze vermutlich nicht reichen – auch wenn Alaba für Alonso inzwischen eine Alternative im zentralen Mittelfeld ist. Bedeutende Rolle nehmen sie über einen längeren Zeitraum wohl nur dann wieder ein, sollten sich mindestens zwei Konkurrenten verletzen, wobei beispielsweise eben ein Alaba selbst zu verletzungsanfällig geworden ist.

Real hat defensiv aufgerüstet, um eine akute Notlage wie in der vergangenen Saison nicht noch einmal zu erleben. Auch deshalb gilt die Trennung von dem gebürtigen Wiener zu dessen Vertragsende Mitte 2026 als sicher. Real hätte diese gerne schon diesen Sommer vorgenommen. Asencio, der nach einer vorzeigbaren regulären Saison eine Klub-WM zum Vergessen hinlegte, hat seinen Kontrakt derweil erst verlängert, die Unterschrift war gleichbedeutend mit der Beförderung in den Profi-Kader auch im offiziellen Sinne. Allein anspringen will er noch nicht so recht, sein Profi-Motor. Die Zeiten in Reals Abwehr haben sich verändert.

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