Nach dem 1:1 gegen Stuttgart II: So schaut`s aus, Sechzig! | OneFootball

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·31. August 2025

Nach dem 1:1 gegen Stuttgart II: So schaut`s aus, Sechzig!

Artikelbild:Nach dem 1:1 gegen Stuttgart II: So schaut`s aus, Sechzig!

TSV 1860 MÜNCHEN – VFB STUTTGART II 1:1.

So brüllte der Löwe: Dähne (db24-Note 3) – Dulic (3,5), Verlaat (3,0), Voet (4,0/87. Haugen 2,0) – Danhof (4), Jacobsen (4,0/70. Hobsch 4,0), Deniz (4,5/46. Christiansen 3,0), Wolfram (4,0) – Volland (4,0) – Philipp (4,0/89. Schifferl 3,5), Niederlechner (4,0).


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So spielte der VfB II: Hellstern – Olivier (56. Glück), Groiß, Nothnagel, Meyer – Catovic, Di Benedetto (46. Bujupi), Korkut (78. Herwerth), Sessa – Majchrzak (67. Lüers), Sankoh (56. Ouro-Tagba).

Gelbe Karten: Jacobsen, Niederlechner, Volland, Deniz, Verlaat – di Benedetto, Nothnagel.

Zuschauer/Löwenanteil: 15.000/14.700.

Schiedsrichter: Cengiz Kabalakli (db24-Note 5,5). Der Drittliga-Debütant war der Partie zu keiner Zeit gewachsen. Mit seiner kuriosen Linie brachte er nicht nur die Spieler beider Mannschaften, sondern auch die Zuschauer auf. Lieber DFB, Ausbildung ist gut – aber bitte nicht auf diesem Niveau. Dafür steht viel zu viel Geld auf dem Spiel.

Die db24-Spielbewertung: Note 4,5. Die Löwen hatten Qualität und Erfahrung auf dem Platz – doch davon war am Samstagnachmittag lange nichts zu sehen. Natürlich hatte auch die Katastrophen-Leistung des überforderten Referees Einfluß auf die Begegnung, dennoch muss gesagt werden, dass kein Matchplan und kein geordneter Spielfluss zu erkennen war. Die Löwen konnten den flinken Stuttgartern in den ersten 45 Minuten überhaupt nichts entgegen setzen. Folgerichtig führte der Gast durch das Kopfball-Tor von Catovic mit 1:0 (25.). Und hätte Stuttgarts Angreifer Sankoh vor der Pause zweimal geschickter agiert, wäre 1860 schon in der ersten Hälfte k.o. gewesen. Nach dem Seitenwechsel wurden die Löwen williger. Und als David Philipp am gegnerischen Strafraum gestoppt wurde, konterte der VfB mit einer 3:1-Situation, brachte den Ball aber im Tor nicht unter. Und so wurden die Gäste bestraft: Nachdem Verlaat mit der Hacke auf Haugen ablegte, schoß der Ex-Rostocker den Ball zunächst ans Hinterteil von Patrick Hobsch. Das abprallende Leder jagte Haugen dann schließlich in der 90.+7 in die Maschen.

Die db24-Kurvenanalyse: Note 1,0. Nur kurz war Politik Trumpf („Wir scheißen auf den Investor!“), dann aber widmete sich die Westkurve der Mannschaft. Emotional und leidenschaftlich. Ganz großer Sport war die Scheck-Überreichung der Ultras in Höhe von 5.000 Euro an die Familie Lorant. Nach db24-Informationen wird mit diesem Geld der Grabstein des im Frühjahr verstorbenen Kult-Trainers Werner Lorant finanziert. Danke, Ultras!

Zum Lachen: Die „Giesinger Spätis“ haben wieder zugeschlagen. Wie schon beim 2:0 in Aachen rappelte es wiederholt in den letzten Minuten im Tor des Gegners. Aber zu oft sollte man sich nicht auf diese Qualität verlassen, will man oben mitspielen.

Zum Weinen: Weil Stadionsprecher Basti Schäch im Urlaub ist, wurde er von den beiden Kabarettisten Claudia Pichler und Simon Pearce vertreten. Eine große Zuschauermenge zu bändigen, ist große Kunst und kann eben nicht jeder.

Der Trainer-Check: db24-Note 4 für Patrick Glöckner. Der Löwen-Dompteur braucht Lösungen – und zwar schnelle. Natürlich, der VfB II gehört zu den unangenehmeren Teams in der Dritten Liga. Doch sollte es der Anspruch von Sechzig sein, die Talente aus dem Schwabenland anders zu bekämpfen, wenn`s fußballerisch nicht läuft. Genau diesen Beweis blieben die Löwen an diesem Nachmittag schuldig. Der Trainer muss sich auch hinterfragen, warum das Aufbauspiel aus der Dreierkette überhaupt nicht funktioniert – und seine beiden Topstars Florian Niederlechner und Kevin Volland in der Luft hängen. Hier beraubt man sich der eigenen Stärke. Zudem war offensichtlich, dass die Löwen kaum Geschwindigkeit auf dem Platz hatten. Derjenige, der gewaltig Speed hat, ist Sigurd Haugen. Der Wikinger kam aber erst in der 87. Minute ins Spiel – und rettete mit seinem Tor zumindest einen Punkt.

Mein Löwen-Held: Jesper Verlaat. Logisch, der Kapitän hatte seine Aktien beim 0:1-Gegentreffer drin, als er zu weit weg von seinem Gegenspieler stand – jedoch war seine Körpersprache wieder astrein, vor allem in der zweiten Hälfte, als die Löwen drückten und drückten. Und so war es kein Zufall, dass er in der Nachspielzeit mit der Hacke zum Vorbereiter von Haugens Ausgleichstor wurde.

Der beste Spieler auf dem Platz: Max Christiansen (db24-Note 3). Der Sommer-Neuzugang kam mit dem Seitenwechsel in die Partie – und entpuppte sich als ordnende Hand im Spiel der Löwen. Hoffnungsvoller Auftritt.

Der Löwen-Spruch des Tages: „Für uns war das ein gefühlter Sieg.“ Patrick Glöckner.

So schaut`s aus, Sechzig: Hätten wir einen Wunsch frei, würden wir uns am Deadline-Day einen Box-to-Box-Spieler von Geschäftsführer Dr. Christian Werner wünschen. Ein Kunstgriff würde reichen, um die Löwen auf die fußballerische Spur zu bekommen.

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