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·30. August 2025

MSV holt vierten Sieg in Folge – 1860 gleicht in letzter Sekunde aus

Artikelbild:MSV holt vierten Sieg in Folge – 1860 gleicht in letzter Sekunde aus

Auch nach dem 4. Spieltag grüßt der MSV Duisburg als Aufsteiger von der Tabellenspitze. In Verl drehten die Zebras ein 0:2 in letzter Minute (90.+2) und feierten damit den vierten Sieg in Folge. Auch 1860 München kam gegen Stuttgart II in Nachspielzeit noch zu einem späten Tor (90.+7) und spielte 1:1. Während Saarbrücken einen souveränen 4:1-Erfolg gegen Erzgebirge Aue einfuhr, jubelte Osnabrück beim TSV Havelse (2:0). Cottbus und Ingolstadt trennten sich 1:1.

Verl 2:3 Duisburg: Wieder Last-Minute-Sieg des MSV

Vier Vereine konnten in der Drittliga-Historie mit vier Siegen in die Saison starten. Ein Quintett daraus machen wollte der MSV Duisburg. Der Spitzenreiter tat sich in der Sportclub-Arena jedoch schwer. Verl kontrollierte die Partie – die Zebras fanden dagegen kein Mittel. Die erste nennenswerte Chance war gleichzeitig ein Tor. Einen Pass in den Strafraum konnte die Abwehr des MSV nur unzureichend klären – der Ball landete schließlich bei Taz. Aus kurzer Distanz nutzte er seine Chance – sein Schuss wurde noch unhaltbar abgefälscht. Noch vor der Pause hätten die Gastgeber gar auf 2:0 stellen können. Nach einer Kombination kam Besio auf Höhe des rechten Strafraumecks zum Abschluss. Er zielte auf das linke obere Eck – per schöner Flugeinlage parierte Braune zur Ecke (43.). Erste Chance für den Tabellenführer: in der Nachspielzeit. Dittgen zog über rechts in den Strafraum, schlug einen Haken und schloss ab. Der Schuss rutschte ihm aber über den Spann und flog deutlich über das Tor.


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Duisburg kam verbessert aus der Pause, spielte aktiver und energischer – zwingende Chancen blieben aber lange aus. Nach einer Stunde verflachte die Drangphase der Gäste, erst in der Schlussviertelstunde wurde es wieder gefährlich. Nach einer frechen Eckballvariante scheiterte Taz an der Abwehr (72.), Bitter zielte für die Gäste aus der Distanz knapp drüber (74.). Dann wurde es kurios: Keeper Braune wollte abrollen, Taz blockte den Ball geistesgegenwärtig mit dem Fuß – von dort sprang die Kugel zu Gayret, dessen Heber der Torwart nicht mehr von der Linie kratzen konnte (77.). Die Entscheidung? Mitnichten. Duisburg drehte danach auf und kam zum Anschluss. Sussek scheiterte im Strafraum noch an Schulze, Symalla verwertete den Abpraller (82.). Der Auftakt einer wilden Schlussphase: Eine Freistoß-Flanke wurde auf Höhe der Grundlinie per Kopf quergelegt – Töpken stand goldrichtig und nickte aus kurzer Distanz ein (84.). Für Verl wurde es aber noch bitterer: Kijewski sah Gelb-Rot (87.) – in der Nachspielzeit verlor Verl an der eigenen Torauslinie den Ball, den ein MSV-Spieler per Grätsche von der Linie in den Rückraum beförderte. Von dort schoss Noß per Flachschuss überlegt ein. Bei den 2.000 mitgereisten Fans brachen alle Dämme. Es war der vierte Sieg in Folge, wodurch die Zebras weiterhin Erster sind. Verl, das weiterhin sieglos ist, rutscht auf Platz 15 ab.

Saarbrücken 4:1 Aue: FCS mit souveränem Sieg

"Unzufriedenheit weckt Wut" – mit diesen Worten warnte Aue-Coach Jens Härtel vor Saarbrücken. Er sollte Recht behalten: Die Saarländer begannen druckvoll – die erste nennenswerte Chance hatten aber die Gäste. Rückkehrer Günther-Schmidt schlenzte den Ball aus der Distanz auf das Tor – der Abschluss war aber zu unplatziert und landete in den Armen von Menzel (12.). Die Gegenseite prüfte Rabihic per Freistoß. Aus 18 Meter hatte er das Torwarteck im Blick – doch bevor Männel überhaupt eingreifen musste, klärte ein Verteidiger per Kopf (17.). Die Partie flachte danach ab, ehe Malone am eigenen Strafraum einen folgenschweren Fehlpass spielte. Pick flankte unbedrängt auf Brünker, der vollkommen frei und artistisch einköpfte (33.). Das gab den Saarländern Rückenwind: Nur zwei Minuten später bekam Elongo-Yombo zu viel Platz. Er machte ein paar Meter und spielt dann nach rechts in den Sechzehner auf Pick. Der Vorlagengeber des ersten Tores zog aus zwölf Metern wuchtig ab. Sein Schuss rauschte ins kurze Eck (35.).

Wo der FCS in der ersten Halbzeit aufhörte, machte er im zweiten Durchgang weiter. Per Gegenangriff ging es über Elongo-Yombo schnell nach vorne. Nach mehreren Pässen kam der Ball zu Rabihic, der aus 20 Meter zentraler Position abzog. Sein Schuss ging knapp am rechten Pfosten vorbei (57.). Wenige Augenblicke danach der nächste dicke Patzer in der Aue-Abwehr: Uhlmann wollte zu Männel köpfen, aber der Pass geriet zu kurz. Brünker kam dazwischen, den Heber konnte Männel jedoch stark parieren. Ein Weckruf für die Veilchen? Die drängten daraufhin auf den Anschluss – die bis dahin beste Chance gab’s per Freistoß. Den Standard zog Stefaniak wuchtig auf das Tor. Mit einer starken Flugparade verhinderte FCS-Keeper Menzel das Gegentor (70.). Aue blieb dran und belohnte sich noch: Ein langer Ball erreichte Schmid halbrechts im Sechzehner. Der Joker nahm den Ball mit und schloss aus spitzem Winkel ins lange Eck ab (75.). Die Freude währte bei den Veilchen aber nur kurz. In der 86. Minute konterte Saarbrücken. Im Strafraum ließ Pick gleich zwei Verteidiger aussteigen und vollendete am Ende souverän zum 3:1. Saarbrücken erhöhte sogar noch auf 4:1: Pick legte auf Elongo-Yombo. Der blieb aus kurzer Distanz eiskalt (90.). Mit dem zweiten Saisonsieg verbessert sich der FCS auf Platz vier, die Veilchen fallen auf Rang 14 zurück.

TSV 1860 1:1 Stuttgart II: Ausgleich in der siebten Minute der Nachspielzeit

Vor dem Spiel hatte 1860-Coach Patrick Glöckner vor der starken Stuttgarter Zweitvertretung gewarnt – zu Recht, wie sich früh zeigte. Schon nach drei Minuten prüfte Majchrzak Keeper Dähne aus 16 Meter, sein Schuss war aber zu harmlos. Danach übernahm 1860 die Kontrolle. Einen gefährlichen Freistoß von Deniz konnte Hellstern nur mit Mühe abwehren (8.), die folgende Ecke setzte Voet jedoch weit drüber. Nach gut 20 Minuten gab es Aufregung: Philipp ging im Strafraum zu Boden und forderte Elfmeter, die Löwen reklamierten einen Griff ans Trikot (22.). Geahndet wurde die Szene nicht. Mitten in der Aufregung stach der VfB zu: Meyer flankte aus dem Halbfeld, Catovic stieg hoch und köpfte zur Führung ein (25.). Auch danach blieben die Gäste gefährlich. Kurz vor der Pause enteilte Sankoh der Löwen-Abwehr, schoss aber ans Außennetz (43.). Das hätte sich beinahe noch gerächt: Nach einer Ecke zog Volland von der Sechzehnerkante per Direktabnahme ab, die rauschte aber knapp vorbei (44.).

Die Münchner kamen mit Wut aus der Kabine: Wolfram köpfte den Ball aus kurzer Distanz auf das Tor, den kratzte Hellstern mit einer starken Parade an die Latte – dem Nachschuss warf er sich geistesgegenwärtig in die Bahn (53.). Die Stuttgarter konnten kaum noch für Entlastung sorgen – mussten ein ums andere Mal eine brenzlige Situation im Strafraum bereinigen. Wirklich zwingend kamen die Löwen trotz des großen Drucks nicht vor das Tor. Wirklich gefährlich wurde es erst wieder in der 75. Minute – aber für die Gäste: Nach einem Ballverlust der 1860er konterten die Stuttgarter, spielten eine Drei-gegen-Eins-Situation allerdings sehr schlampig aus und verloren den Ball. Das hätte das 2:0 sein müssen. So blieben die Löwen weiter in der Partie und gaben sich nicht auf. In der siebten Minute der Nachspielzeit machte Verlaat eine Ecke fest, passte sehenswert per Hacke zu Haugen. Der nagelte den Ball mit Hilfe der Unterkante der Latte zum ganz späten Ausgleich ins Netz (97.). Damit verhinderte 1860 die erste Niederlage in dieser Saison und verbessert sich auf Platz 2, Stuttgart II rutscht auf den neunten Rang ab.

Cottbus 1:1 Ingolstadt: Gerechtes Remis in der Lausitz

Nach der deftigen Niederlage gegen Hoffenheim II wollte Energie Cottbus Wiedergutmachung – und Revanche. Besiegelte im Vorjahr der FC Ingolstadt doch den Nicht-Aufstieg der Lausitzer. Brenzlig wurde es in der Anfangsphase der Partie vor allem nach Distanzschüssen. Auf Cottbuser Seite blieb Guwaras Schuss in der Abwehr hängen – auf der Gegenseite zog Besuschkow aus gut 20 Metern ab. Beim Aufsetzer hatte Sebald leichte Probleme – der Energie-Keeper konnte nur noch vorne abwehren, doch die Abwehr half aus klärte ins Seitenaus. Die beste Chance hatte Ingolstadt nach 21 Minuten: Nach einer Ecke setzte Borchers aus kurzer Distanz zum Seitfallzieher an – Sebald reagierte stark und konnte den Ball kurz vor der Linie mit dem Fuß abwehren. Danach war Cottbus am Drücker und hatte viele Chancen. Ponath reagierte sowohl gegen Cigerci als auch Engelhardt stark – anschließend nagelte Butler den Ball ans Außennetz (30.). Rund 180 Sekunden später konnten sich die Lausitzer schließlich belohnen: Nach einem Handspiel von Deichmann zeigte die Schiedsrichterin auf den Punkt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Cigerci sicher im linken unteren Eck (33.).

Ponath, der ein starkes Spiel machte, war auch schon früh im zweiten Durchgang wieder gefordert. Engelhardt behauptete den Ball im Strafraum und zog aus der Drehung Richtung langes Eck ab. Der FCI-Keeper konnte parieren und seine Mannschaft damit im Spiel halten. Warum das wichtig war: Nach knapp einer Stunde fand Hoppe mit einem langen Ball den im Strafraum freistehenden Carlsen. Der nahm den Pass mit dem Oberschenkel an und vollendete zum bis dato schmeichelhaften Ausgleich. Nach einer zähen Phase danach, wurde es erst ab der 80. Minute wieder vor den Toren gefährlich. Zunächst parierte Ponath einen Schuss von Moustfa aus spitzem Winkel – drei Minuten später stand sein Gegenüber Sebald im Blickpunkt. Der rettete einen Schuss von Borchers aus ganz kurzer Distanz auf der Linie (83.). Die letzte große Chance hatte wiederum der FC Ingolstadt. Der eingewechselte Sturm versuchte es per Flachschuss, traf aber nur den Pfosten (88.). Damit wartet der FCI weiter auf den ersten Sieg und belegt Rang 16, Cottbus ist Zehnter.

TSV Havelse 0:2 Osnabrück: Kurioses Tor ebnet Sieg für den VfL

Nach zwei Unentschieden zum Saisonstart verlor Havelse zuletzt in Aue mit 1:2. Auch gegen Osnabrück gab es keinen Sieg. Die Gäste starteten schwungvoll, die erste Großchance hatte aber Havelse: Illic schoss einen Freistoß wuchtig aufs Tor, traf jedoch nur die Latte – Torhüter Jonsson wäre geschlagen gewesen. Kurz darauf jubelten die Gäste. Nach einer kurz gespielten Ecke drückte Fabinski den Ball über die Linie, doch die Schiedsrichterin erkannte das Tor ab: Handspiel des Torschützen (26.), Knapp sechs Minuten später war es dann soweit – und höchst kurios. Meißner lief Opitz energisch an, blockte dessen weiten Schlag und der Ball flog in hohem Bogen über den Keeper hinweg ins leere Tor (32.). So führte Osnabrück glücklich, aber effektiv zur Pause mit 1:0.

Die zweite Hälfte begann mit einer glücklichen Szene für Havelse. In der 55. Minute ging Kehl im Strafraum am abtauchenden Opitz vorbei und kam zu Fall. Die Unparteiische ließ weiterspielen, wie die Wiederholung zeigte: Ein Fehler, denn Opitz traf klar den Gegner. Dennoch erhöhte Osnabrück. Nach einer Ecke lief Jacobsen ein und köpfte platziert aus kurzer Distanz gegen die Laufrichtung ins Tor – unhaltbar für Opitz (61.). Danach drängte der VfL auf die Entscheidung. Erst bereitete Badjie Pröger eine Chance auf, der an Opitz scheiterte (74.), wenig später vergab Badjie selbst allein vor dem Keeper (78.). Der TSV-Schlussmann hielt stark, doch am Ende blieb es beim souveränen 2:0-Auswärtssieg der Gäste, die auf Rang fünf kletterten. Havelse dagegen steckt weiter tief im Tabellenkeller (18.).

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