Metz empfängt PSG: Keine Patzer erlaubt im Meisterschaftsrennen

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Vorschau | Am 34. Spieltag empfängt der FC Metz Meisterschaftsaspirant Paris Saint-Germain. Während Metz im Tabellenmittelfeld rumdümpelt, geht es für PSG immer noch um die Meisterschaft. 

Anpfiff der Partie ist am Samstag, 17 Uhr, live auf DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat).

  • Metz: Tabellenmittelfeld als Erfolg
  • Paris hat Meisterschaft nicht mehr in der eigenen Hand
  • PSG: Hohes Pensum im Saisonendspurt

Metz: Saison ohne Nervenkitzel

Der FC Metz spielt eine, für seine Verhältnisse, sehr erfolgreiche Saison. Nach einem Aufstieg in die erste französische Liga stieg man oft direkt wieder in die zweitklassige Ligue 2 ab. Die Saison 2019/2020 beendete man als Aufsteiger auf einem soliden 15. Platz. Trainer Frédéric Antonetti (59) übernahm die Mannschaft nach dem Abstieg 2017/2018 und führte sie auf direktem Wege wieder in die Erstklassigkeit. Unter dem 59-Jährigen hat sich die Mannschaft enorm stabilisiert und wirkt gefestigt. Der aktuell neunte Tabellenplatz ist der Beweis. Und auch die Resultate sprechen Bände. Gegen die direkte Konkurrenz sieht man oft gut aus und auch für die ein oder andere Überraschung ist Metz zu haben (1:0-Sieg gegen Olympique Lyon). Allerdings sind auch Partien dabei, die das Team von Antonetti fahrlässig herschenkt. Insgesamt zehnmal trennten sich Les Grenats bislang unentschieden, nur vier Mannschaften teilten häufiger die Punkte.

Schaut man sich die Spiele von Metz an, fällt vor allem eines auf: Es gibt nicht den einen Superstar oder Strippenzieher, das Team ist der Star. Zwar fallen durchaus einige Akteure auf, nichtsdestotrotz kommt die Mannschaft über ihr Kollektiv zum Erfolg. Und: Man setzt auf die Jugend. Lediglich drei Spieler im Kader von Metz sind 30, bzw. jenseits der 30 Jahre alt. Mit einem Altersschnitt von 25,1 Jahren zählt man zu den jüngeren Mannschaften der Liga. Wie erwähnt ist das Team der Star, allerdings gibt es auch bei Metz Spieler, die den Unterschied ausmachen können. Stürmer Ibrahima Niane (22) ist mit neun Millionen Euro Marktwert der wertvollste Spieler im Kader und mit seinen bislang sechs Toren der treffsicherste Akteur in den Reihen von Metz. Neben dem Senegalesen sticht auch Farid Boulaya (28) hervor, der mit zehn Torbeteiligungen (fünf Tore, fünf Assists) enorm wichtig ist.

Metz wartet seit sechs Spielen auf einen Sieg

Im Hinspiel hatte Metz gegen ein stark ersatzgeschwächtes PSG viele gute Chancen. Letztlich gelang es ihnen nicht, gegen zwischenzeitlich nur neun (!) Pariser einen Treffer zu erzielen. Diese kamen dann in der Nachspielzeit in Person von Julian Draxler (27) zum ominösen „Lucky Punch“ und gewannen am Ende mit 1:0. Das Rückspiel dürfte allerdings unter anderen Vorzeichen stehen. Anders als noch im Hinspiel leitet bei PSG ein neuer Trainer die Geschicke des Teams und auch die Personalsituation der Pariser ist diesmal deutlich entspannter. Metz wartet zudem seit sechs Partien auf einen Sieg. Der letzte Dreier liegt knapp zwei Monate zurück, Ende Februar bezwang man Girondins Bordeaux mit 2:1. Gegen PSG werden Manuel Cabit (27) und Warren Tchimbembé (23) nicht mitwirken können, sechs (!) Profis sind zudem gelb vorbelastet und müssten bei der nächsten Verwarnung eine Gelbsperre absitzen.

Meisterschaftsrennen: PSG in Zugzwang

Paris Saint-Germain nutzte den Patzer von Tabellenführer OSC Lille am letzten Spieltag aus. Mit dem 3:2-Sieg gegen AS Saint-Etienne machen die Pariser weiter Druck auf Lille. Das Meisterschaftsrennen der Ligue 1 ist in dieser Saison spannend wie schon lange nicht mehr. Lediglich drei Punkten trennen Tabellenführer Lille (70 Punkte) und das Viertplatzierte Olympique Lyon (67 Punkte). Auf den Plätzen zwei und drei rangieren PSG (69 Punkte) und das von Niko Kovac (49) trainierte AS Monaco (68 Punkte). Es ist also alles drin. Dennoch haben die Pariser es nicht mehr in der eigenen Hand, das direkte Duell gegen Lille ging vor wenigen Wochen verloren. Am Ende könnte auch die Belastung durch die Champions-League-Partien eine entscheidende Rolle spielen. Dort trifft PSG im Halbfinale auf Manchester City. Lille hingegen kann sich voll und ganz auf die Liga konzentrieren.

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An diesem Wochenende wird man also Olympique Lyon die Daumen drücken, die im direkten Duell auf Lille treffen. Für PSG geht es in den nächsten Wochen Schlag auf Schlag. Nach dem Auswärtsspiel in Metz empfängt man im Prinzenpark Manchester City, ehe es in der Liga gegen Überraschungsmannschaft RC Lens geht. Danach wartet das Rückspiel in Manchester. Anschließend hat man Stades Rennes vor der Brust, die, ähnlich wie Lens, noch um die Qualifikation zur Europa League kämpfen.

Personaltechnisch könnte es im Endspurt nochmal eng werden. Gegen Metz fallen PSG-Kapitän Marquinhos (26), Torhüter Keylor Navas (34), Abdou Diallo (24), Marco Veratti (28) und Rafinha (28) aufgrund kleinerer Verletzungen aus. Allerdings sind wohl nur Marquinhos und Navas als „herbe“ Verluste zu zählen. Erschwerend hinzu kommt die Tatsache, dass die Erfolgsgaranten Neymar (29) und Kylian Mbappé (22) bei der nächsten gelben Karte eine Gelbsperre absitzen müssten. Auch Moise Kean (21) droht das gleiche Schicksal. Ein gleichzeitiger Ausfall des Offensivtrios würde auch den eigentlich breit besetzten Kader der Pariser schwer treffen.

Prognose

Ein Dreier ist für PSG Pflicht. Patzt PSG gegen Metz, sind die Hoffnungen auf die Meisterschaft wohl weg. Metz hingegen wird befreit aufspielen können. Letztlich wird sich Paris durchsetzen und Lille weiter unter Druck setzen. 

Mögliche Aufstellungen

FC MetzOukidja – Kouyaté, Bouye, Bronn – Maiga, Sarr – Centonze, Delaine – Boulaya, Vagner – Niane

PSG: Navas – Florenzi, Kehrer, Kimpembe, Bakker – Danilo Pereira, Paredes – Di María, Draxler, Neymar – Mbappé

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