Matthäus: "Ich habe keinen Liechtensteiner gesehen, der kaputt war" | OneFootball

Matthäus: "Ich habe keinen Liechtensteiner gesehen, der kaputt war"

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Deutschland hat am Donnerstagabend mit 2:0 gegen Liechtenstein gewonnen. Lothar Matthäus kritisierte die DFB-Elf nach dem ersten Auftritt unter Hansi Flick. In den Augen des TV-Experten war von der geforderten Intensität keine Spur.

Es dauerte bis zur 41. Minute, ehe Deutschland gegen Liechtenstein in Führung ging. Timo Werner erzielte den ersten Treffer des Abends. In Minute 77 machte Leroy Sane den Deckel drauf. In einem Spiel, in dem die deutsche Nationalmannschaft 85 Prozent Ballbesitz verzeichnete und sich gegen einen extrem tief stehenden Gegner bemühte, Räume zu finden, vermisste Lothar Matthäus allerdings über weite Strecken Tempo und Intensität von der DFB-Elf: "Es war keine glanzvolle Vorstellung. Es war nur von Liechtenstein gut, weil Deutschland viele Dinge hat vermissen lassen: Keine Eins-zu-eins-Situationen, schlechte Läufe in die Tiefe, zu langsames Passspiel, viele Bälle nach hinten. Es hat auch der Mut gefehlt", sagte der TV-Experte bei RTL und betonte: "Es geht nicht um Abstimmung oder sonst etwas. Wir haben den Ball nur um den Sechzehner herum laufen lassen. Wenn wir etwas riskiert haben, waren wir gefährlich, aber es war viel zu selten heute."

"Die Mannschaft hat nicht gespielt, was Hansi Flick vorgegeben hat"

Deutschland habe "oft falsche Entscheidungen getroffen", sagte Matthäus, "wenn man tief hätte spielen müssen, hat man quer gespielt, wenn man quer hätte spielen müssen, hat man tief gespielt". Unter dem Strich warte noch viel Arbeit auf Hansi Flick und seinen Trainerstab: "Alle haben mehr erwartet. Die Mannschaft hat nicht gespielt, was Hansi Flick vorgegeben hat. Ich habe keinen Liechtensteiner gesehen, der kaputt war. Die mussten nur in einem Tempo verschieben, das man 90 Minuten durchhalten kann."

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