Mann verteidigt den 96-Weg: "Dürfen die Nerven nicht verlieren!" | OneFootball

Mann verteidigt den 96-Weg: "Dürfen die Nerven nicht verlieren!"

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Im Tabellenkeller hat Hannover 96 die meisten Tore geschossen. Trotzdem stecken die Niedersachen wieder unten drin, obwohl in dieser Saison der Angriff auf die Spitzenplätze folgen sollte. Individuelle Fehler kosten Punkte – daran konnte auch Neu-Cheftrainer Stefan Leitl noch nichts ändern. Die Hoffnung ist aber da, dass es schnell bergauf geht.

"Ganz klar anders vorgestellt"

Die Parallelen zur letzten Saison sind groß. Jan Zimmermann startete als neuer Cheftrainer von Hannover 96, holte aber nur einen Punkt aus drei Spielen zum Auftakt. Dasselbe geschah nun Stefan Leitl, dessen Team zwar fünf Tore schoss, aber auch acht Stück kassierte. Dieses Mal soll aber keine Unruhe im niedersächsischen Umfeld aufkommen. "Wir dürfen die Nerven nicht verlieren!", fordert 96-Sportdirektor Marcus Mann daher früh in der "Bild"-Zeitung. Die Art und Weise der Spiele macht dem Kaderplaner Hoffnung, dass es vorangeht. In Paderborn wurden zudem 16 Torschüsse abgefeuert – von Lethargie ist bei 96 nicht die Rede, wie es früher der Fall war.

Trotzdem ist die Ausbeute dieselbe. Mann kalkuliert: "Uns war klar, dass es auch so kommen kann." Geht es in Hannover wieder um den Abstiegskampf? "Wir wollen nichts schönreden, haben uns den Start ganz klar anders vorgestellt. Aber wir sind von unserem Weg überzeugt, werden ihn weitergehen – und ein paar Dinge anpassen", verteidigt Mann die Herangehensweise, die Hannover zurzeit wählt. Nach drei Jahren in der 2. Bundesliga, in denen es überwiegend um den Klassenerhalt ging, sollte es in dieser Saison dennoch bergauf gehen.

Individuelle Aussetzer kosten Punkte

Nach drei Spielen ist gewiss nichts verloren, doch der Druck steigt automatisch. "Es ist mehr als ärgerlich", so Mann einsichtig. "Wir hätten natürlich gerne mehr Punkte gehabt. Kleinigkeiten haben entschieden." Beispielsweise ein Last-Minute-Treffer am Betzenberg, als Kaiserslautern einen Eckball im Tor versenkte und sich damit den Sieg holte. Eine Woche später stellte St. Pauli in der Nachspielzeit auf ein Unentschieden. In Paderborn wiederum ging Hannover zweimal in Führung.

Ein Knackpunkt des bisherigen Saisonstarts ist die Defensive, obwohl sich Neuzugang Derrick Köhn als einer der stärksten Hannoveraner hervortat – allerdings zumeist durch seine Offensivläufe. Die Abwehr frustriert auch Leitl: "Es geht um Wachsamkeit, permanent im Spiel zu sein. Wenn du so verteidigst, hast du keine Chance." Am Sonntag (13:30 Uhr) ist Spitzenreiter Regensburg zu Gast. Da kann es Hannover besser machen.

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