Kruse vor VfL-Abschied? Fritz: "Hat Anspruch zu spielen" | OneFootball

Kruse vor VfL-Abschied? Fritz: "Hat Anspruch zu spielen"

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Max Kruse hat beim VfL Wolfsburg in den ersten drei Pflichtspielen lediglich zwei Einwechslungen erlebt. Mit Spannung war erwartet worden, wie der Kreativspieler bei den Wölfen mit Neu-Trainer Niko Kovac zurecht kommt, der gemeinhin als Coach gilt, der besonderen Wert auf Disziplin legt. In der Branche scheinen nicht wenige mit einem Abschied des Ex-Nationalspielers zu rechnen. Auch Clemens Fritz kann sich das vorstellen.

Dies betont der ehemalige Teamkollege des 34-Jährigen in der Talkshow Sky90 am Sonntag. "Max hat mit seiner Qualität den Anspruch zu spielen", so Fritz. 2007/08 und '16/17 stand er mit Kruse im Aufgebot von Werder Bremen, bei den Hanseaten wurde er später auch ein Vorgesetzter des bisweilen eigenwilligen Angreifers. Der heutige Leiter des Lizenzbereichs von Werder gehört offenbar zu jenen, die Kruse nicht zwingend als den Typen einschätzen, der unter einem von Niko Kovac angeleiteten Trainerteam zur besten Entfaltung kommt.

"Er braucht seine lange Leine"

"Er braucht seine lange Leine", weiß Fritz. Kovac allerdings betont bisher, dass die geringen Spielanteile für Kruse vor allem einem Fitnessrückstand geschuldet sind. Grundsätzlich ging der neue Chefcoach der Wölfe im Sommer eher auf Schmusekurs und attestierte seinem Offensivspieler Fähigkeiten, wie sie sonst etwa Thomas Müller in der Bundesliga verkörpere (fussball.news berichtete). Freilich hat das auch Züge eines vergifteten Kompliments, immerhin hätte Müller den FC Bayern einst beinahe verlassen, weil er mit Kovac nicht klar kam.

Kein Thema für Werder

Bei Kruse steht derweil seit längerem ein Abschied in die USA im Raum, wo der Ex-Nationalspieler seine Karriere bei gutem Gehalt ausklingen lassen könnte. Zumindest diskutiert haben sie bei Werder Bremen auch eine neuerliche Rückholaktion des Routiniers, wie Fritz Anfang August bestätigte. "Wir können seine Qualität gut gebrauchen, sind wirtschaftlich aber auch limitiert", sagt der Scouting-Chef des Aufsteigers nun.

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