Klopp: "Weiß nicht, ob es in Barcelona einen Aki Watzke gibt" | OneFootball

Klopp: "Weiß nicht, ob es in Barcelona einen Aki Watzke gibt"

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Der FC Barcelona hat trotz immenser Schulden eine beachtliche Shoppingtour hinter sich. Dem Vernehmen nach sind die Katalanen damit auch noch nicht fertig, zum Beispiel könnte noch Bernardo Silva von Manchester City kommen. Viele in der Branche schütteln beim Geschäftsgebaren von Barca nur noch mit dem Kopf. Auch Jürgen Klopp hat wenig Verständnis.

"Aus verschiedenen Gründen nicht. Der eine Grund ist, ich bin kein Finanzfachmann. Der zweite: Wenn man mir sagt, ich habe kein Geld, dann gebe ich nichts mehr aus", erklärt der Chefcoach des FC Liverpool gegenüber dem kicker. Er habe selbst in jungen Jahren erlebt, dass seine "Kreditkarte zerschnitten worden ist", so Klopp. Seine Sorge lautet, dass Barca zu sehr auf Pump lebt und irgendwann die Strafe dafür zahlen muss.

Schlechtes Vorbild BVB?

Auch ohne Finanzfachmann zu sein kann sich Klopp gewissermaßen in so eine Lage versetzen. Schließlich hat er bei Borussia Dortmund übernommen, als der Klub noch die Folgen arger finanzieller Nöten spürte. Der BVB sei der einzige Verein, "den ich kenne, der mal das Stadion und andere Rechte im Voraus verkauft hat. Da musste Aki Watzke in letzter Sekunde kommen und das Ganze retten. Und ich weiß nicht, ob es in Barcelona einen Aki Watzke gibt", so Klopp vielsagend.

"Hoffe, dass sie es hinkriegen"

Watzke hatte 2005 in höchster Not als Geschäftsführer übernommen und die Insolvenz des Klubs abgewendet. Sie wäre mit dem Zwangsabstieg in den Amateurfußball verbunden gewesen. Stattdessen schaffte der Verein den Turnaround, auch dank der Entscheidung, Klopp als Cheftrainer zu holen. Der blickt grundsätzlich durchaus wohlwollend nach Barcelona. "Ich fand den Verein in den letzten Jahrzehnten, in denen ich Fußball schaute, einfach überragend und hoffe, dass sie es hinkriegen." Gegen den Transfer von Silva zu Barca hätte Klopp aber wohl nichts. Schließlich würde es seinem FC Liverpool helfen, wenn der große Konkurrent ManCity einen Spitzenspieler verliert.

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