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·22. November 2023

Kickers und Co: So läuft der Aufstiegskampf in der Regionalliga

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Wer schafft im kommenden Sommer den Aufstieg aus der Regionalliga in die 3. Liga? liga3-online.de wirft einen Blick auf den Aufstiegskampf in den fünf Staffeln.

Bayern: Würzburg marschiert vorneweg

In der Bayern-Staffel sind aufgrund einer langen Winterpause zwischen Ende November und Anfang März bereits 21 Spieltage absolviert. Ganz oben stehen die Würzburger Kickers, die sich bereits seit Ende Oktober Herbstmeister nennen dürfen. Das Team von Trainer Marco Wildersinn ist noch ungeschlagen und gewann 16 von 21 Spielen – bei einem Torverhältnis von 48:14. Erster Verfolger ist die DJK Vilzing, die bei einem Spiel weniger sechs Punkte hinter dem FWK liegt.


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Weil der Klub aus Cham aber keine Lizenz für die 3. Liga beantragen wird, hat Würzburg bereits jetzt sehr gute Karten, sich für die beiden Entscheidungsspiele gegen den Meister der Nord-Staffel zu qualifizieren. Türkgücü München (3.) und der TSV Aubstadt (4.) auf den weiteren Plätzen sind bereits zehn beziehungsweise 13 Punkte entfernt. Und ob beide Klubs die Drittliga-Zulassung beantragen werden, ist noch offen. Im letzten Jahr war das nicht der Fall.

Südwest: Stuttgarter Kickers überraschen

Auch im Südwesten ist die Hinrunde bereits absolviert, überraschend von der Spitze grüßen die Stuttgarter Kickers. Der Verein aus dem Stadtteil Degerloch war erst im vergangenen Sommer nach fünf Oberliga-Spielzeiten in die Regionalliga zurückgekehrt. Mit 36 Punkten bei nur zwei Niederlagen aus 18 Partien winkt den Kickers, die zuletzt zwischen 2012 und 2016 in der 3. Liga spielten, nun der direkte Durchmarsch.

Allerdings ist das Teilnehmerfeld überaus eng, Pokal-Achtelfinalist FC 08 Homburg weist auf Platz zwei stehend nur drei Punkte weniger auf. Auch Hoffenheim II (32 Zähler) und Stuttgart II (30) liegen in unmittelbarer Schlagdistanz zu den Kickers, zumal sie beide ein Spiel weniger haben. Von einer Vorentscheidung kann also noch lange keine Rede sein, eher dürfte es ein ähnliches spannendes Rennen werden wie im letzten Jahr, als Ulm und Steinbach Haiger (jetzt nur Achter) um den Aufstieg kämpften. Die Kickers Offenbach sind angesichts von neun Punkten Rückstand bereits abgeschlagen.

West: Favoriten noch im Hintertreffen

Als große Favoriten auf den Aufstieg gestartet, befinden sich Alemannia Aachen und der Wuppertaler SV in der West-Staffeln im Hintertreffen. Während Aachen den vierten Platz belegt, ist der WSV nur Sechster – und hat bereits neun Punkte Rückstand auf Überraschungsspitzenreiter 1. FC Bocholt, der erst zwei Niederlagen hinnehmen musste. Vier Zähler hinter dem Klub aus dem Westmünsterland steht Fortuna Köln, dann kommt die zweite Mannschaft des 1. FC Köln.

Aachen fehlen momentan sieben Punkte auf Platz 1, kam nach dem Trainerwechsel von Helge Hohl zu Holger Backhaus zuletzt aber in Fahrt und gewann fünf der letzten sechs Partien. Ausgerechnet gegen Bocholt musste sich der TSV allerdings geschlagen geben. Doch entschieden ist noch nichts. Wuppertal, das sich zu Wochenbeginn von Trainer Hüzeyfe Dogan trennte, braucht dagegen nun schon eine längere Siegesserie, ebenso wie Rot-Weiß Oberhausen um den Ex-Duisburger Moritz Stoppelkamp (zehn Punkte Rückstand).

Nordost: Greifswalder FC vor Cottbus

In der Nordost-Staffel steht mit dem Greifswalder FC nach 14 Spieltagen ebenfalls ein Klub an der Tabellenspitze, den kaum jemand auf dem Zettel hatte. Der Verein aus Mecklenburg-Vorpommern ist noch ungeschlagen, kassierte zudem erst zehn Tore und weist 30 Zähler auf. Dahinter folgt mit zwei Punkten Abstand Vorjahresmeister Energie Cottbus, das im vergangenen Sommer in der Relegation gegen Unterhaching am Aufstieg gescheitert war.

Punktgleich mit den Lausitzern ist der SV Babelsberg, auch der BFC Dynamo und Viktoria Berlin liegen mit jeweils 26 Zählern noch gut im Rennen. Carl Zeiss Jena ist angesichts von elf Punkten Rückstand dagegen schon abgeschlagen, während Drittliga-Absteiger FSV Zwickau darum bangen muss, nicht in die Oberliga durchgereicht zu werden. Derzeit belegen die Schwäne nach nur zwei Siegen aus 13 Partien den vorletzten Rang, was am Saisonende den Abstieg bedeuten würde, sollte mindestens ein Nordost-Klub aus der 3. Liga absteigen.

Nord: Bald zwei Vereine aus Lübeck drittklassig?

Nach dem VfB Lübeck im Vorjahr schickt sich mit dem 1. FC Phönix Lübeck ein weiterer Klub aus der Hansestadt an, den Aufstieg in die 3. Liga zu schaffen. Der 1. FC belegt in der Nord-Staffel zwar derzeit nur den dritten Platz hinter Spitzenreiter Hannover 96 II, hat bei zwei weniger absolvierten Partien aber nur einen Punkt Rückstand. Zweiter ist derzeit die U23 von Holstein Kiel, die ebenfalls 35 Punkte aufweist.

Hinter Phönix folgen mit dem SV Meppen und dem VfB Oldenburg die beiden Drittliga-Absteiger. Nachdem beide Klubs zunächst nicht gut gestartet waren, kamen sie zuletzt in Fahrt. Meppen fehlen (bei zwei Partien weniger) momentan fünf Punkte auf Hannover 96 II, beim VfB sind es (bei schon 17 absolvierten Partien) sechs Zähler. Abgeschlagen ist dagegen Vorjahresvizemeister Hamburger SV. Die Rothosen sind nach einem großen Umbruch im Sommer nur Elfter. Für den Sieger der Staffel geht es dann gegen den Meister aus Bayern.

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