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·15. Oktober 2022

Hoeneß ätzt gegen Katar-Kritiker: „Das ist Bayern München und nicht Amnesty International!“

Artikelbild:Hoeneß ätzt gegen Katar-Kritiker: „Das ist Bayern München und nicht Amnesty International!“

Uli Hoeneß hat in den vergangenen Wochen mit seinen öffentlichen Aussagen rund um das WM-Gastgeberland Katar für viel Aufsehen gesorgt. Auch bei der Jahreshauptversammlung des FC Bayern hat der 70-Jährige erneut Klartext gesprochen und sich diesmal den Katar-Kritiker Michael Ott zur Brust genommen.

Während die zunehmende Katar-Kritik der eigenen Mitglieder im Vorjahr für eine Chaos-JHV beim FC Bayern gesorgt hat, wurde das strittige Katar-Sponsoring auch bei der diesjährigen JHV am Samstagabend im Audi Dome erneut aufgegriffen. FCB-Mitglied und Chef-Kritiker Michael Ott forderte die Verantwortlichen der Münchner erneut dazu auf, den Werbedeal mit der katarischen Fluggesellschaft „Qatar Airways“ zeitnah zu beenden bzw. den auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern.


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Laut Präsident Herbert Hainer haben die Bayern diesbezüglich noch keine Entscheidung getroffen: „Diese Frage kann ich heute nicht mit Ja und Nein beantworten. Das hängt von den Gesprächen ab. Da wird die Vergangenheit analysiert. Es müssen gemeinsame Projekte entwickelt werden, um weitere Verbesserungen in Katar zu erreichen“, erklärte der 68-Jährige.

„Ihr Auftritt war peinlich!“

Während die Bayern-Verantwortlichen sehr souverän und sachlich mit der wiederkehrenden Katar-Kritik umgegangen sind, fand Ehrenpräsident Uli Hoeneß deutlich schärfere Worte für den Wortbeitrag von Ott: „Ihr Auftritt war peinlich! Das ist der Fußballclub Bayern München, nicht die Generalversammlung von Amnesty International! Das müssen Sie mal lernen“, poltere der 70-Jährige beim Verlassen der Halle in Richtung Ott.

Auch wenn Hoeneß am Abend noch mit tobenden Applaus von den Mitgliedern empfangen wurde, findet dessen „Ausraster“ wenig Anklang bei den eigenen Anhängern. Der „Club Nr. 12“, die Vereinigung aktiver Bayernfans, äußerte sich via Twitter wie folgt dazu: „Die Diskussionen heute waren zwar thematisch hart, aber sehr fair. Schade, dass der Ehrenpräsident dann so agiert..“

Hainer selbst ging deutlich entspannter mit der Kritik von Ott um: „Ich fand den Auftritt von Ott ganz okay. Er hat seine Fragen gestellt, das steht ihm zu“, erklärte dieser auf der PK nach der Jahreshauptversammlung.

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