Hertha BSC: Bobic erklärt die Jarstein-Suspendierung | OneFootball

Hertha BSC: Bobic erklärt die Jarstein-Suspendierung

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Die Zusammenarbeit von Hertha BSC und Torwart Rune Jarstein steht auf der Kippe, eine Suspendierung belastet das Verhältnis. Fredi Bobic erklärte nun die Hintergründe.

Unruhe in Berlin: Im Laufe des Sonntagvormittags wurde durch die Bild bekannt, dass Hertha plant Keeper Rune Jarstein zu suspendieren. Fredi Bobic bestätigte die Meldung und erklärte, er wäre bereits "aus sportlichen und disziplinarischen Gründen" nicht Teil des Kaders gewesen.

Dabei geht es um lautstarke und offenbar auch im falschen Ton geäußerte Kritik an Torwarttrainer Andreas Menger nach einer Trainingseinheit. Jarstein habe dessen Inhalte und Kommunikation "scharf" und "vehement" kritisiert.

Bobic betont Unverzeihlichkeit der Jarstein-Aussage

"Es geht darum, wie man miteinander umgeht und welche Worte man wählt, wenn man kritisch ist. Man kann sich auch was an den Kopf werfen, aber die Tonalität und die Sprache war total falsch. Es war schon etwas heftiger", erklärte Bobic nun die Hintergründe.

Um noch einmal das Gespräch suchen und vermitteln zu können, gebe es "aus Vereinssicht gar keine Chance". Kurzum: Das Jarstein-Aus ist besiegelt. Aktuell scheint eine vorzeitige Vertragsauflösung das realistischste Szenario zu sein.

Dahingehend betonte der Sport-Chef, wie wichtig ein solches Durchgreifen schlussendlich ist: "Jeder, der der in der Verantwortung ist, muss Entscheidungen treffen - auch wenn sie schmerzhaft sind. Aber die musst du treffen. Ohne Disziplin funktioniert eine Fußball-Mannschaft nicht, sonst haben wir hier wilde Sau!"

So, wie der Torhüter agierte hätte, gebe es gewisse Grenzen. "Wir haben für Rune im letzten Jahr sehr viel getan. Es ist schade, weil es eine Person betrifft, die schon sehr lange hier ist und so was nicht spurlos an einem vorbeigeht", so Bobic zur Schwierigkeit der getroffenen Entscheidung. Sie wieder einzukassieren und sie rückgängig zu machen wird nicht mehr möglich sein.

Es soll "zeitnah weitere Gespräche" mit Jarstein und dessen Berater geben, um die Situation zu klären. "Hier geht es nicht um monetäre Geschichten, das hat null Einfluss. Das Thema wird jetzt sehr zeitnah aufgelöst", schloss Bobic.

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