Harnik: "Hoffe, dass endlich vom Wiederaufstieg die Rede ist"

Logo: fussball.news

fussball.news

Martin Harnik stört sich an der Zurückhaltung der Verantwortlichen von Werder Bremen. Der Ex-Werder-Stürmer fordert eine offensivere Formulierung des Saisonziels, das in seinen Augen nur Wiederaufstieg heißen kann.

Da die Konkurrenz in der 2. Bundesliga groß ist und Werder Bremen bis zum 31. August wenig Spielraum auf dem Transfermarkt hatte, vermieden es die Klubverantwortlichen, auf Anhieb vom Wiederaufstieg in die Bundesliga zu sprechen. Stattdessen soll mit Hilfe von Cheftrainer Markus Anfang eine neue Mannschaft aufgebaut werden, die die notwendige Zeit zur Entwicklung erhält. 

Harnik: "Das war in den letzten Wochen zu sehr Understatement"

Martin Harnik, der von 2006 bis 2010 sowie von 2018 bis 2020 beim SVW unter Vertrag stand, kritisiert die Bremer Verantwortlichen für diese Herangehensweise: "Mich irritiert die Phrase 'Wiederaufbau'. Das war in den letzten Wochen zu sehr Understatement, zu wenig Bekenntnis zu Zielen", sagt der 34-Jährige im Interview mit der Bild-Zeitung. Mit Stürmer Marvin Ducksch und Rechtsverteidiger Mitchell Weiser seien kurz vor Transferschluss zwei Spieler verpflichtet worden, "die den Rucksack Abstieg nicht mit sich herumtragen. Beide sind Spieler, die vor Selbstvertrauen strotzen und Werder gefehlt hatten", so Harnik, der betont: "Deshalb hoffe ich, dass jetzt nicht mehr von Wiederaufbau, sondern endlich vom Wiederaufstieg die Rede ist."

"Hat keinen Vorteil, das Wort nicht in den Mund zu nehmen"

Ferner ist sich Harnik sicher, dass für die beiden Neuzugänge nur der Aufstieg als Ziel in Frage kommt: "Mir kann doch keiner erzählen, dass für Ducksch und Weiser etwas anderes als die 1. Liga das Ziel sein kann", so der frühere Stürmer. "Es hat auch keinen Vorteil, das Wort nicht in den Mund zu nehmen", empfindet Harnik, der sich eine offensivere Haltung der Klubverantwortlichen wünscht.

In diesem Artikel erwähnt
Impressum des Publishers ansehen