Gomez: "Der VfB kann sich glücklich schätzen, dass er Mislintat und Matarazzo hat"

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Mario Gomez spricht in den allerhöchsten Tönen von Sven Mislintat und Pellegrino Matarazzo. Der Ex-Stürmer sieht in beiden Personalien den Schlüssel zum Erfolg für den VfB Stuttgart.

Seit Sven Mislintat im April 2019 als Sportdirektor beim VfB Stuttgart angeheuert hat, hat sich der Verein auf sportlicher Ebene von Grund auf gewandelt. Die Schwaben setzen vorwiegend auf junge Spieler, die sich weiterentwickeln und einige Jahre später mit deutlichem Gewinn verkauft werden sollen, um die daraus resultierenden Einnahmen in das Wachstum des Vereins zu investieren. 

Platz neun nach Wiederaufstieg

Dieser Weg hat den VfB nach dem Abstieg 2019 zurück in die Bundesliga geführt. Die vergangene Saison beendete der Traditionsverein unter der Leitung von Cheftrainer Pellegrino Matarazzo, der im Dezember 2019 auf Tim Walter folgte, auf dem neunten Tabellenplatz. Zahlreiche Spieler wie Silas Katompa Mvumpa, Sasa Kalajdzic, Nicolas Gonzalez, Tanguy Coulibaly, Mateo Klimowicz oder Borna Sosa konnten positiv auf sich aufmerksam machen. Zwar entspricht der Start in diese Saison mit vier Punkten aus fünf Spielen womöglich nicht ganz den Vorstellungen der Klub-Bosse, insgesamt sieht Mario Gomez den VfB aber bestens für die Zukunft aufgestellt - wegen Mislintat und Matarazzo.

Gomez: Stuttgart "hat in Rino den perfekten Trainer gefunden"

"Der VfB sollte die Epoche mit Mislintat und Matarazzo weiter nutzen, um etwas aufzubauen. Man sollte es als Verein wertschätzen, dass die beiden da sind, denn sie bringen einen absoluten Mehrwert. Dies zu erkennen und im Anschluss an diese Zeit, sollten diese Personen mal nicht mehr da sein, die richtigen Entscheidungen zu treffen, das wird wichtig sein", sagte der Ex-VfB-Stürmer im Interview mit den Stuttgarter Nachrichten. "Sven ist ein streitbarer Geist, der auch mal aneckt. Aber er hat bewiesen, dass er junge Spieler nach Stuttgart holen kann, die halb Europa haben will. Und die Jungs zeigen jetzt, dass sie auf dem Platz funktionieren", lobte Gomez die Arbeit von Sportdirektor Mislintat und betonte: "Dazu hat der Verein in Rino (Pellegrino Matarazzo, d. Red.) den perfekten Trainer gefunden, der exzellent mit jungen Spielern arbeiten kann. Er hat viel Empathie, Gefühl - und gibt den Jungs einen echten Input. Der VfB kann sich glücklich schätzen, dass er die beiden hat. Das ist sportlich das Fundament für die Zukunft."

Vergleich mit BVB: "Brauchst den Verein in ruhigen Gewässern"

Im Vergleich mit der Dortmunder Borussia, die sich unter Jürgen Klopp zur zweiten Kraft des deutschen Fußballs entwickelt hat, betonte Gomez, wie wichtig es für Stuttgart sei, an Mislintat und Matarazzo festzuhalten: "Zuerst brauchst du den Verein in ruhigen Gewässern. Das klappt nur mit sportlicher Performance. Nehmen wir beispielsweise Borussia Dortmund. Dort macht Hans-Joachim Watzke einen tollen Job. Aber ich glaube nicht, dass der BVB diese Entwicklung genommen hätte, wäre nicht Jürgen Klopp viele Jahre ihr Trainer gewesen. Er hat sie vom Mittelmaß zum Erfolg geführt." Ob es für den VfB so hoch hinausgehen wird wie für den BVB, wollte Gomez aber nicht bewerten: "Wenn die Jungs beim VfB die nächsten fünf Jahre alle dableiben würden, könnten sie möglicherweise in fünf Jahren Vierter werden. Doch auf dem Weg dorthin werden dir womöglich zehn Spieler weggekauft. Das bedeutet, der Prozess wird zurückgeworfen", so der 36-Jährige, der betonte: "Daher ist es wichtig, Leute in der sportlichen Führung zu haben, die ein gutes Klima, eine Identität schaffen, um etwas aufzubauen." Auch deshalb seien Mislintat und Matarazzo von wichtiger Bedeutung.

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