Gesundheitsämter schließen Fan-Rückkehr vor November mehrheitlich aus

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Aufgrund steigender Infektionszahlen in der Corona-Pandemie drohen der Bundesliga zum Auftakt in die neue Saison erneut Geisterspiele. Die 36 Klubs der 1. und 2. Liga hatten sich eigentlich auf ein Konzept verständigt, mit dem zumindest teilweise wieder die Ränge zu füllen gewesen wären. Die Entscheidung liegt aber bei Politik und Behörden.

Entsprechende Signale von Spitzenpolitikern wie Gesundheitsminister Jens Spahn oder dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder gingen zuletzt in eine eindeutige Richtung. Die Vorsitzende der Konferenz der Gesundheitsminister, Dilek Kalayci, schloss kürzlich eine Rückkehr von Zuschauern in die Stadien vor dem 31. Oktober aus. Sieben der 17 zuständigen Gesundheitsämter in der 1. Bundesliga sehen diesen Beschluss gegenüber der Bild-Zeitung als bindend an. "Zum jetzigen Zeitpunkt muss klar gesagt werden, dass grundsätzlich vor dem 31. Oktober Bundesligaspiele mit Zuschauern vor Ort nicht genehmigungsfähig sind", lautet etwa die Stellungnahme des Gesundheitsamtes der Stadt Gelsenkirchen, zuständig für den FC Schalke 04.

Dortmund, Leipzig und Wolfsburg offener

Einige wenige Behörden geben sich derweil durchaus offener. Beim Schalke-Rivalen Borussia Dortmund etwa könnte theoretisch etwas gehen. Jedenfalls heißt es in der Stellungnahme des zuständigen Amtes, derzeit laufe die Diskussion darüber, "welche Veranstaltungsformate unter welchen Rahmenbedingungen zukünftig doch wieder möglich sind". Spiele des BVB in der Bundesliga gehören demnach zu den Themen, die auf dem Tisch liegen. Einen Schritt weiter scheinen die Gesundheitsämter, die über Heimspiele von RB Leipzig und des VfL Wolfsburg zu befinden hätten.

6000 bis 7000 Fans in Wolfsburg

Bei den Sachsen heißt es, die sächsische Corona-Schutzverordnung stelle "in Aussicht, dass mehr als 1000 Zuschauer nach dem 31. August an einer Veranstaltung teilnehmen können". Bei den Niedersachsen "wäre beim aktuellen Stand des Infektionsgeschehens die Zulassung von Zuschauer*innen unter den Auflagen des Konzepts grundsätzlich denkbar". Als maximale Auslastung seien in Wolfsburg 6000 bis 7000 Fans vorstellbar. Allerdings würde eine übergeordnete Regelung im Zweifel auch diese Pläne zunichte machen. Und nicht jeder Bundesliga-Standort würde für derart wenige Fans den Aufwand betreiben.