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FC-Boss: Köln hat "eine zweistellige Millionensumme verfrühstückt"

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Die Verantwortlichen des 1. FC Köln haben in den vergangenen Monaten mehrfach auf die prekäre wirtschaftliche Situation hingewiesen. Wie schlimm es um den Verein tatsächlich steht, machte Finanz-Geschäftsführer Philipp Türoff nun deutlich.

"Der FC hat eine sehr hohe Verschuldung. Die gegebenen Betriebsmittelkredite sind genutzt worden, um der Krise zu begegnen. Auf ein sattes Eigenkapital können wir nicht mehr zurückgreifen – es gibt keine Fettschicht, die wir uns runterhungern können bei Gegenwind", sagte Türoff im Interview mit der Boulevardzeitung Express.

Viele Einnahmen sind bereits aufgebraucht

Sponsoreneinnahmen für die Zukunft seien bereits "als bilanzielle Maßnahme verkauft" worden, "um im Eigenkapital überhaupt positiv zu bleiben", betonte der kaufmännische Geschäftsführer. Dies bedeute, "dass der FC in das neue Geschäftsjahr startet und von den eigentlichen Einnahmen schon eine zweistellige Millionensumme verfrühstückt hat", erläuterte Türoff.

"Der FC ist bei Ablösen nicht erpressbar"

Der Vorstand strebe daher eine schnellstmögliche wirtschaftliche Gesundung des Vereins an: "Wir müssen diesen Klotz am Bein loswerden und dafür sorgen, dass das Geld, das Sponsoren in einer Saison zahlen, in der jeweiligen Saison auch zur Verfügung steht. Unser Anspruch ist, dies schon 2022/23 zu schaffen." Zu Notverkäufen sei der 1. FC Köln aber nicht gezwungen, versicherte Türoff: "Der FC ist bei Ablösen nicht erpressbar. Christian Keller (Geschäftsführer Sport, d. Red.) und ich legen keine Planung vor, in der wir zu sehr auf spekulative Transfer-Einnahmen setzen, sodass wir dann unter Wert verkaufen müssen."

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