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FC Bayern | Nagelsmann vor Topspiel beim BVB: „Bin kein Trainer, der anfängt rumzuheulen“

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News | Am Samstagabend tritt der FC Bayern München im Spitzenspiel bei Borussia Dortmund an. Zuvor sprach Julian Nagelsmann unter anderem über die personelle Situation.

Nagelsmann: „Chancen bei Goretzka stehen 60:50″

Mit einem Punkt Vorsprung geht der FC Bayern München ins Bundesliga-Spitzenspiel bei Borussia Dortmund. Der Bedeutung der Begegnung war sich Trainer Julian Nagelsmann (34) auf der Pressekonferenz bewusst: „Das Spiel als solches gibt vieles her.“ Weiter betonte er, dass er am gestrigen Donnerstagabend schon ein Tick angespannter als vor anderen Spielen gewesen sei.

Mit den vorhandenen personellen Sorgen hängt seine Gemütslage allerdings nicht zusammen. Joshua Kimmich (26/Corona-Infektion), Marcel Sabitzer (27/Wadenprobleme), Josip Stanisic (21/Bündelriss) sowie Gabriel Vidovic (18), der eine Option für den Kader gewesen sei, fallen definitiv aus. Dazu werde der wohl am heutigen Abend aus der Quarantäne entlassene Eric Maxim Choupo Moting (32) im Normalfall nicht zur Verfügung stehen.

Noch nicht gesichert ist der Einsatz von Leon Goretzka (26). Bei ihm stünden die Chancen „60:50″, so der Coach mit einem Lächeln. Der deutsche Nationalspieler habe reduziert trainiert, aufgrund seiner aktiven Probleme an der Patella.

Großes Risiko will Nagelsmann allerdings nicht eingehen, denn „das Spiel ist zu groß, als das wir Spieler bringen können, die nicht 100 Prozent fit sind.“ Auch ein kompletter Ausfall seiner Mittelfeldzentrale Goretzka-Kimmich würde ihm keine Sorgen machen: „Ich war noch nie ein Trainer, der anfängt rumzuheulen, sondern versuche das Beste aus der Situation aus der Situation zu machen.“

Seinen Startplatz bereits sicher hat Correntin Tolisso (27). Neben ihm könnte bei einem Goretzka-Ausfall Jamal Musiala (18) zum Zug kommen. Er habe es im Training sehr gut gemacht. „Sehr ballsicher und auch körperlich gut“, berichtete der Trainer von seinen Trainingseindrücken. Ohnehin müssten Spieler bei einem Top-Klub, den Anspruch haben auch auf einer 1B-Position ihre besten Spiele zu machen.

Konstant starke Leistungen liefert Angreifer Robert Lewandowski (33) ab, der am Montag bei der Ballon d´Or-Wahl auf Rang zwei hinter Lionel Messi (34) landete. Dennoch mache der Pole nicht den Anschein, als das er frustriert sei. „Wenn du einen Traum hast und so nah dran warst, tut es nochmal mehr weh, als wenn du 85. wärst“, so Nagelsmann. Deshalb werde es den Angreifer noch beschäftigen, aber bei ihm überwiege die Professionalität.

„Er ist in körperlicher Top-Konstitution, sodass er das Ding nochmal gewinnen kann. Dies Jahr hat er auch gute Chancen, wenn man seine aktuellen Statistiken sieht.“ In den kommenden Jahren wird Erling Haaland (21) ebenfalls zu den Kandidaten zählen. Vor ihm warnte der Coach nochmals explizit: „Er ist ein Spieler, der stets gefährlich ist – vor allem im Momenten, wo man selbst am Ball ist. Das ist das Tückische, weil er einfach die Gabe hat, sich in Zwischenräumen immer wieder im Rücken des Ballbesitzspielers zu bewegen und dann bei Ballverlust mit Speed in die Tiefe zu starten.“

Daher sei es für den FC Bayern mit „das Wichtigste“, bei Ballbesitz die Lücken zu schließen und eine enge Mann-Bindung aufzubauen, bevor unter Umständen ein Ballverlust entstünde. Am Ende sei es „ein Kollektivthema“die Umschaltsituationen zu verhindern, stellte Nagelsmann klar, der das erste Duell Mitte August mit seiner Auswahl im Supercup mit 3:1 gewann.

(Photo by Sebastian Widmann/Getty Images)

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